Zukunft Personal Köln: Branchenzuschläge und weiße Schafe

Das Zeitarbeitsthema, das die Gemüter momentan am meisten bewegt, war auf der Messe „Zukunft Personal“ in Köln leicht ausfindig zu machen - die Branchenzuschlags-Tarifverträge waren in aller Munde. Wenig verwunderlich also, dass das Messeteam die Bestuhlung für den Vortrag von Ariane Durian, iGZ-Bundesvorsitzende, und Stefan Sudmann, Leiter iGZ-Rechtsreferat, zum selben Thema noch aufstocken musste.

Zweifelsohne bedeuten die neuen Tarifverträge eine neue Herausforderung für die Branche. „Aber“, machte Durian im Vortrag deutlich, „wir haben jetzt auch die Chance, die Zeitarbeit ganz neu aufzustellen und die Veränderungen positiv nach außen zu tragen.“ Das Branchenzuschlagsmodell sei der Beweis für die tarifliche Selbstbestimmung der Zeitarbeit. Um die Neuerungen gut händeln zu können sei es jetzt wichtig, mit den Kundenunternehmen das Gespräch zu suchen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Juristische Auskünfte

Rechtliche Informationen gab Stefan Sudmann den rund 100 Zuhörern. Er erläuterte unter anderem den juristischen Unterschied zwischen einem Unternehmen und einem Betrieb, erklärte die Deckelung und ging auf die Protokollnotizen ein, die die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) kürzlich mit der IG Metall abgeschlossen hat. Zudem verwies er auf die Kommentierung des TV BZ ME, den die VGZ gemeinsam mit Gesamtmetall formuliert hat.

Rund 100 Besucher lauschten dem Vortrag von Ariane Durian (l.), iGZ-Bundesvorsitzende, und Stefan Sudmann (ganz rechts sitzend).

Breites Informationsangebot

Nach dem Vortrag blieb noch genügend Zeit, um mit den beiden Referenten ins Gespräch zu kommen. Ebenso nutzen zahlreiche der rund 13.000 Messebesucher die Gelegenheit, die iGZ-Vertreter am großzügigen Messestand zu besuchen. Dort gab es nicht nur Auskünfte über die neuen Branchenzuschlags-Tarifverträge, sondern auch über die vielfältigen Projekte des Verbandes. Informationen über den Ethik-Kodex samt der Kontakt- und Schlichtungsstelle (KuSS) waren ebenso gefragt wie der iGZ-Kompetenzpass, in dem Disponenten die beruflichen Fähigkeiten der Zeitarbeitskräfte übersichtlich dokumentieren können.

Jenny Rohlmann, iGZ-Referat Marketing, informierte die zahlreichen Besucher am Gemeinschaftsstand.

Mitgliedsfirmen als Unteraussteller

Neben dem iGZ selbst waren auch einige Mitgliedsunternehmen am Gemeinschaftsstand vertreten. Die Firmen Connect Personal-Service, Piening, Arcon, Agenza Personal, Fischer Personaldienstleistungen und Meteor Personaldienste stellten unter dem Dach des Verbandes ihr eigenes Unternehmen vor. Zudem nutzten die Mitglieder die Gelegenheit sich untereinander auszutauschen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Die weißen Schafe der Branche

Großer Beliebtheit erfreuten sich zudem die kuscheligen Maskottchen des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen. Zahlreiche weiße Plüsch-Schafe verließen die Kunstrasenwiese am iGZ-Stand, um ihre neuen Besitzer künftig daran zu erinnern, dass sich im iGZ die weißen Schafe der Branche zusammengeschlossen haben.

Michael Fischer, Geschäftsführer des iGZ-Mitgliedsunternehmens Fischer Personaldienstleistung GmbH, gewann den Hauptpreis im Carrerabahn-Fahren.

Hauptgewinn für iGZ-Mitglied

Einen persönlichen Erfolg konnte Michael Fischer für sich verzeichnen. Der Geschäftsführer des iGZ-Mitgliedunternehmens Fischer Personaldienstleistungen GmbH stellte am Messestand eines Jobportalbetreibers seine Fahrkünste an der Carrerabahn unter Beweis. 19 Runden absolvierte der passionierte Modellautofahrer in nur zwei Minuten an der Rennstrecke und sicherte sich damit mühelos den Hauptgewinn: Eine Carrerabahn für zuhause. „Die muss ich bestimmt mit meinem Sohn teilen“, schmunzelte der stolze Sieger. (ML)