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Best Practice

Irene Kuczera

Gebeutelt von den Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche suchte sie nach einer Alternative zu Stress, Überstunden und Schichtdienst – und fand diese in der Zeitarbeitsbranche.

„Ich konnte nicht mehr. Ich wollte komplett aus der Pflege raus.“ Mit deutlichen Worten beschreibt Irene Kuczera, wie sie sich vor rund zwei Jahren fühlte. Gebeutelt von den Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche suchte sie nach einer Alternative zu Stress, Überstunden und Schichtdienst – und fand diese in der Zeitarbeitsbranche. „Seit ich als Zeitarbeitnehmerin arbeite, bin ich wieder Feuer und Flamme für meinen Job“, so Kuczera. Sie ist examinierte Krankenschwester und hat sich vor eineinhalb Jahren für eine Beschäftigung beim iGZ-Mitglied Pilgrim Personal entschieden. „Und das habe ich noch keinen einzigen Tag lang bereut“, bekräftigt sie.

Schichten selbst bestimmen
 
Das liege gar nicht am Krankenhaus selbst, sondern an den grundsätzlichen Bedingungen in der Pflegebranche. „Nachtdienste, Überstunden, sperrige Urlaubsregelungen, immer wieder für Kollegen einspringen“, zählt sie nur einige Faktoren auf, die jetzt in der Zeitarbeit kein Thema mehr für sie sind. „Ich kann nun selbst bestimmen, in welchen Schichten ich arbeiten möchte. Nachts kann ich endlich wieder schlafen und abends die Zeit mit meinem Mann genießen. Und ich kann auch mal drei Wochen Urlaub am Stück nehmen.“

Persönliche Rückschläge
 
Zuletzt haben sie die Bedingungen in der Pflegebranche so sehr belastet, dass sie komplett aus der Pflege raus wollte. „Mit meinen letzten vier Arbeitgebern habe ich eigentlich nur Desaster erlebt. Das waren auch für mich persönlich harte Rückschläge“, berichtet Kuczera. Unter der Dauerbelastung habe sie sich nicht genügend Zeit für die Patienten nehmen können. „Und wegen der vielen Überstunden hatte ich quasi keine Freizeit und viel zu wenig Zeit für Freunde und Familie. Das ist jetzt komplett anders“, erläutert die Krankenschwester.

Positive Herausforderung durch Abwechslung
 
Zudem schätze sie die Abwechslung, die eine Beschäftigung in der Zeitarbeit biete. In den vergangenen eineinhalb Jahren war sie in insgesamt drei Krankenhäusern, einer Pflegeeinrichtung und bei einem ambulanten Pflegedienst eingesetzt. Das sei für sie immer wieder eine willkommene Herausforderung. „Abends vorher frage ich mich dann immer: Schaffe ich das wohl? Und wenn dann alles gut klappt, bin ich auch ein bisschen stolz auf mich“, so Kuczera.

Möglichkeiten in Kontakt zu bleiben
 
Dass viele Wechsel natürlich auch immer wieder Abschiede von Kollegen bedeuten, findet sie nicht schlimm. „Klar, wenn man gut mit den Kollegen auskam, ist es auch ein bisschen schade zu gehen. Aber heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten in Kontakt zu bleiben. Und wenn man sich wirklich mag, trifft man sich eben in der Freizeit wieder.“

Marius Schneekloth-Herzog

Marius Schneekloth-Herzog mag seinen Beruf. Auch, wenn er alles andere als einfach ist und die Bedingungen besser sein könnten. Mit 17 merkte er bei seinem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Psychiatrie, dass der Pflegebereich genau sein Ding ist. Er bildete sich zum examinierten Altenpfleger weiter und ist seitdem in der Alten- und Krankenpflege tätig. Zunächst arbeitete der 42-Jährige als Festangestellter: „Das hält bei den beruflichen Konditionen keiner lange durch“, erläutert er, „ich war ausgebrannt, wollte aber unbedingt in der Pflege bleiben, weil das meine Berufung ist.“

Die Lösung hieß Zeitarbeit. Schneekloth-Herzog arbeitet seit 2014 bei der Personalagentur Auxilium, einem Kieler iGZ-Mitgliedsbetrieb. Hier kann er seine Arbeitszeit und die Einsätze bei den Kunden mitbestimmen. Da häufige Wechsel coronabedingt vermieden werden, ist er mittlerweile seit acht Monaten im gleichen Haus. In der Regel wird der Altenpfleger für einige Wochen bei einer Einrichtung eingesetzt, nur wenn „Not am Mann“ ist, springt er auch wenige Tage ein. Weil die Kunden ihn mittlerweile kennen würden, werde er auch gezielt angefordert und arbeite mehrfach in denselben Häusern. Die Bewohner freuten sich dann, wenn sie ein vertrautes Gesicht sähen. „Man muss schon der richtige Typ für Zeitarbeit sein“, sagt er, „wenn ich neu in ein Team komme, ist es manchmal wie ein Casting. Dann beurteilen einen die Kollegen ganz schnell, ob sie einen nett finden oder nicht. Die Stimmung in der Pflege ist ziemlich gereizt und das muss man schon aushalten können.“ Die Festangestellten sind oft an den Bedingungen interessiert und davon begeistert, haben selbst aber häufig nicht die nötige Flexibilität, um zu einem Personaldienstleister zu wechseln.

Für Marius Schneekloth-Herzog sei Zeitarbeit genau der richtige berufliche Schritt gewesen, weil man nur mit einem gesunden Körper Kranke gesund pflegen könne - so sein Motto. Die Arbeitgeber außerhalb der Personaldienstleistung machten ihre Angestellten häufig „kaputt“. Dementsprechend sei die Krankenquote unter den Festangestellten hoch und Zeitarbeit sehr gefragt. Als Pflegefachkraft in der Zeitarbeit zu arbeiten, sieht er als Vorteil. Er hat auch ein starkes Interesse an Weiterbildungen, wobei das allgemeine Angebot größer sein könnte. Für die Zukunft wünscht sich der erfahrene Altenpfleger außerdem, dass er als eine Art Job-Coach jüngeren Kollegen zur Seite stehen kann.

Marion Chitchan

Stillstand ist für die examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Marion Chitchan keine Option. Sie braucht berufliche Herausforderungen und liebt die Abwechslung. Wäre es nach ihrem Vater gegangen, hätte sie eine kaufmännische Ausbildung gemacht, aber schon bei einem Schulpraktikum schnupperte sie Praxisluft in der Pflege. Damals konnte Chitchan bei der Altenpflege für Demenzerkrankte helfen und merkte, dass sie ein Händchen für die Pflege hat. „In der Altenpflege braucht man viel Empathie“, erläutert sie, „hier wird einem ganz klar vor Augen geführt, dass das Leben endlich ist. Natürlich bin ich auch traurig, wenn eine Person, die ich schon länger kannte, stirbt. Aber zu sehr darf man die Geschichten der Bewohner nicht an sich ranlassen.“

Im Krankenhaus hingegen ist es ganz anders: „Hier ist die Arbeit aufregend, weil man nie weiß, was der Tag bringt“, erzählt die 29-Jährige begeistert. Als examinierte Kraft sei sie im Team der Festangestellten immer gerne gesehen. „Am ersten Tag in einem neuen Haus laufe ich in der Regel mit einer festangestellten Pflegekraft mit und lerne die Patienten und die Abteilung kennen. Danach arbeite ich völlig selbstständig“, so Chitchan. Da sie auch verantwortungsvolle Tätigkeiten wie beispielsweise die Medikamentenverabreichung übernehmen dürfe, sei sie eine echte Entlastung für die Festangestellten.

Diese Abwechslung bekommt sie nur in der Zeitarbeit. Nur hier kann sie sich aussuchen, ob sie in einem Seniorenheim oder in einem Krankenhaus arbeitet. Marion Chitchan, die auch schon fest angestellt war, weiß wovon sie spricht. „Als feste Kraft ist man immer nur im selben Haus und in derselben Abteilung, als Zeitarbeitskraft komme ich dahin, wo es brennt.“, erzählt sie. „Manchmal ist das Betriebsklima aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nicht so gut, dann ist es umso besser, dass ich nur auf Zeit da bin. Mich belasten die Probleme der Einrichtung nicht und ich kann mich voll auf meinen Job konzentrieren.“

Als Mitarbeiterin bei einem Personaldienstleister kann Chitchan sich die Schichten selbst einteilen und die Zeiten lassen sich perfekt mit ihrem Familienleben kombinieren. Die junge Pflegerin arbeitet bei der Personalagentur Auxilium, einem iGZ-Mitgliedsunternehmen aus Kiel. Ihr Personaldienstleister ist komplett mitarbeiterorientiert und sie wird immer erst gefragt, ob ein neuer Einsatzort von der fachlichen Ausrichtung her für sie in Ordnung ist.

Rita Bliefernich

Normalerweise würde sie sich jetzt um die Kleinsten unserer Gesellschaft kümmern, aber was ist in diesen Zeiten schon normal. An einem ganz normalen Arbeitstag hilft Rita Bliefernich Integrationskindern in einer kirchlichen Einrichtung. Sie unterstützt Kinder mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung, sich besser im Kindergarten zurecht zu finden. Doch durch die Coronakrise ist alles anders: Seit Anfang März ist die Einrichtung der Malteser im Notbetrieb, die 59-jährige Duisburgerin wurde in Kurzarbeit geschickt. „Zuhause habe ich es nicht lange ausgehalten, ich habe ein Helfer-Syndrom – also in positiver Weise,“ sagt die 59-Jährige von sich selbst und lächelt verschmitzt. „Also habe ich mich im Internet auf die Suche gemacht und bin auf AVP Personal in Essen gestoßen.“ Ein klassischer Fall von „gesucht und gefunden“, denn das iGZ-Mitgliedsunternehmen hat sich auf die Vermittlung von Pflegekräften spezialisiert. Rita Bliefernich hat vor zwölf Jahren eine Zusatz-Qualifizierung zur Seniorenpflegerin gemacht – das kommt ihr und den Senioren in einer Altenpflegeeinrichtung in Duisburg-Rheinhausen nun zugute. Denn hier arbeitet sie jetzt als Zeitarbeitnehmerin und kümmert sich um die Ältesten unserer Gesellschaft.

Wenn der Mund nicht lächeln kann, lächeln die Augen

„Der Job ist schon so nicht einfach, aber während der Coronakrise ist er doppelt schwierig,“ erzählt Bliefernich. „Meine Kolleginnen und Kollegen und ich – wir sind nicht einfach nur Pflegekräfte, wir fangen die Menschen auf. Aber das ist ohne Nähe so schwierig.“ Früher habe sie die alten Leute einfach mal in den Arm genommen und getröstet, jetzt muss sie den Abstand einhalten und versucht, mit Worten die Einsamkeit und Traurigkeit der Senioren zu vertreiben. „Wenn mein Mund hinter der Maske nicht zu sehen ist, versuche ich, besonders stark mit meinen Augen zu lächeln und den Menschen zu zeigen, wie gern ich sie habe und dass ich für sie da bin.“ Die Dankbarkeit und Wertschätzung, die sie bei ihrer Arbeit von den Senioren spürt, hat sie auch einen Entschluss fassen lassen: Auch wenn sie später wieder als Integrationshelferin arbeiten kann, wird sie auch nach der Coronakrise in dem Altenpflegeheim in Duisburg weitermachen – am Wochenende und auf 450€-Basis. „Das Zusammensein mit den alten Menschen gibt mir so viel, das möchte ich nicht mehr missen.“

Wertschätzung – aber nicht von jedem

Ein Punkt stört die Frau mit dem großen Herz aber doch: „Als Pflegekraft aus der Zeitarbeit ernte ich immer wieder böse Blicke und rollende Augen. An meinem ersten Tag habe ich gehört, wie ein Kollege hinter der vorgehaltenen Hand gesagt hat: „Müssen wir schon wieder mit Zeitarbeitspersonal arbeiten?!“. Ich habe ihn dann direkt gefragt, ob er gerne Doppelschichten mache.“ Das habe ihn dann zum Nachdenken gebracht, denn schließlich helfe sie als Zeitarbeitspflegekraft nicht nur den Senioren, sondern unterstütze und entlaste auch die Pfleger.  „Zeitarbeitspfleger werden oft leider als Pfleger 2. Wahl und ungeliebter Dritter gesehen,“ berichtet AVP-Geschäftsführerin Anke Vierow aus ihrer Erfahrung in der Branche. „Dabei sind wir maximal flexibel und immer da, wo wir gebraucht werden.“ So wie aktuell Rita Bliefernich, die sich gerade nicht um die Kleinsten, sondern um die Ältesten unserer Gesellschaft kümmert und sie die Coronakrise ein bisschen vergessen lässt. (SaS)

Manuel Lewinski

Randvoll waren in den letzten Wochen zum Glück nicht alle Kliniken. Die vorbereiteten Intensivbetten mit Beatmungsgeräten waren nicht ausgelastet und planbare Operationen wurden systematisch verschoben.

Der Bedarf an Pflegepersonal in Kliniken ist dennoch hoch, weil viele Arbeitskräfte coronabedingt nicht mehr arbeiten dürfen oder können. In der Kölner Klinik, die Kunde des iGZ-Mitgliedsbetriebs G.C.S. - Global Clinic Solutions GmbH ist, konnte ein Zeitarbeitnehmer, der gerade die 18 Monate Überlassungshöchstdauer erreicht hatte, nicht weiter eingesetzt werden. Kurzerhand sprang Manuel Lewinski, der eigentlich als interner HR-Manager bei G.C.S. arbeitet, ein. Für den examinierten Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Intensiv- und Anästhesiepflege war das fachlich gesehen kein Problem. Lewinski hatte sich allerdings vor einigen Jahren bewusst für die Büroarbeit entschieden. Anfangs sei er zweigleisig gefahren und habe neben seiner Zeitarbeitstätigkeit als Pfleger projektweise in der Geschäftsstelle von G.C.S. gearbeitet. Nach einigen Weiterbildungen und einer Schwangerschaftsvertretung blieb er komplett im internen Bereich des Kölner Personaldienstleisters. Die Rahmenbedingungen im Büro lägen ihm mehr, sagt er. Hier ist er nun als HR-Manager vor allem für Aus- und Weiterbildung, Marketing und Social Media verantwortlich.

Hand in Hand

„Trotzdem war es für mich keine Frage, dass ich einspringe. Unser langjähriger Kunde brauchte dringend Ersatz. Wir arbeiten mit unseren Kunden Hand in Hand, da habe ich gerne die Seiten gewechselt“, erläutert Lewinski. Wenn auch mit einem mulmigen Gefühl, sagt er, weil er gewusst habe, dass die Schutzausrüstungen für Krankenhauspersonal knapp waren. „Als Intensivpfleger ist man es gewohnt, auch mit hochinfektiösen Patienten umzugehen. Als uns die Schutzkleidung zwischendurch ausging, habe ich mich quasi freiwillig in private Quarantäne begeben. Ich bin von der Arbeit direkt wieder nach Hause gegangen und habe jegliche Kontakte gemieden“, erzählt der 34-Jährige, „schließlich wurde ich ja dringend gebraucht.“ Sei die Klinik bis Mitte Mai angenehm belegt gewesen, habe sie sich seitdem schlagartig gefüllt, so Lewinski. „Die Menschen sind einerseits mutiger geworden und trauen sich wieder ins Krankenhaus. Andererseits hat die Klinik Patienten mit planbaren Operationen angerufen und Termine angeboten. Das Krankenhaus stößt jetzt erst recht an seine personellen Grenzen, ohne Zeitarbeit liefe es hier nicht“, gibt der Fachkrankenpfleger zu bedenken. „Eine traurige Konsequenz der Pandemie ist, dass Patienten mit schweren Erkrankungen aus Ansteckungsangst in den letzten Wochen nicht zu uns gekommen sind. Das hat bei manchen dazu geführt, dass sie jetzt eine schlechtere Prognose haben“, erklärt er.

Zwei Jobs

Lewinski nimmt es in der Coronakrise in Kauf, zwei Jobs zu machen. Er arbeitet in Vollzeit im Krankenhaus und an vier Tagen im Monat auch noch für seinen Personaldienstleister, damit seine HR-Arbeit nicht komplett liegen bleibt. Nach einer dreimonatigen Unterbrechung darf der Kollege mit der Überlassungshöchstdauer aber wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Dann endet für Manuel Lewinski die Arbeit im Krankenhaus und er kann sich wieder zu hundert Prozent seiner Personalarbeit widmen. „Ich sehe mich nicht dauerhaft am Krankenbett“, sagt er, „ich brauche zwar Leute um mich herum, aber lieber helfe ich Ihnen dabei, beruflich etwas aus ihrem Leben zu machen.“

Flexible Mitarbeiterschaft

Sein Chef, Walter Schäfer, ist froh, dass seine Mitarbeitenden so flexibel sind: „Zu Beginn der Krise wurden elektive, also planbare, OPs abgesagt. Wir haben daraufhin unsere medizinischen Mitarbeiter gefragt, was sie noch können außer OPs“, berichtet er, „und ich habe eine erstaunliche Liste bekommen.“ Seine Leute seien maximal flexibel, betont Schäfer, und die Kliniken seien davon begeistert gewesen. „Zurzeit komme ich mir vor wie ein Trüffelschwein, weil ich täglich versuche, herauszufinden, wo neue Bedarf sein könnten. So langsam geht es seit Beginn der Krise wieder aufwärts“, fasst der Geschäftsführer zusammen. (JR)

Lotte Schennen

Lotte Schennen ist Pflegehelferin und arbeitet seit August 2017 wieder in ihrem Beruf in einem Altenheim in Hagen. Die Zeitarbeitsfirma Felten Personal Service GmbH ist auf den Pflege-Bereich spezialisiert und hat ihr mit 60 Jahren eine neue Perspektive geboten. Nachdem sie 2009 privat ihren Schwiegervater und danach ihre Schwiegermutter zuhause gepflegt hat, suchte sie nach einem neuen Job. 20 Jahre war es her, dass sie in ihrem ursprünglichen Beruf als Pflegerin in der Geriatrie (Altersheilkunde), im Krankenhaus oder Frauenheim gearbeitet hatte und mit 60 Jahren sah sie ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt schwinden. „Ich habe mir selbst gesagt: ‚Probiere es einfach!‘ Nach drei Tagen war ich wieder drin und es ist wirklich super“, schwärmt Lotte Schennen.

Pflege und Unterstützung

Als Pflegehelferin kümmert sie sich heute um die Pflege und Unterstützung der alten Menschen, führt Gespräche und ist auch oft ein Seelentröster. „Wenn Patienten an Alzheimer leiden, muss ich auch manchmal Schauspieler sein. Sie leben in ihrer Welt und ich muss mir dann was ausdenken und kreativ sein, um sie nicht zu verwirren“, erzählt sie mit einem Schmunzeln. Am Abend, wenn alle ins Bett müssen, sei es oft sehr stressig. Dann müsse sie Ruhe bewahren und alles hintereinander erledigen.

Betreuerschein

Für die Zukunft hat sich Lotte Schennen Einiges vorgenommen: „Ich möchte einen Betreuerschein im Fernstudium an der Fachhochschule ILS machen. Wenn ich das geschafft habe, kann ich den alten Menschen eine gute Betreuerin sein und ihnen die Zeitung vorlesen, mit ihnen spielen oder mit ihnen singen“, beschreibt die 60-Jährige ihre Pläne, wenn ihr die körperliche Arbeit zu schwer wird. Die Zeitarbeitsfirma Felten Personal Service kann sie sehr weiterempfehlen: „Mit den Ansprechpartnern in der Firma kann man gut reden, Einsatzplanungen werden immer gut abgestimmt und wir sind eine große Familie. Ich kann nur anderen Mut machen, dies auch zu versuchen!“ (KW)

Markus Schäfer

„Ich mag alte Menschen und freue mich immer, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“, beschreibt Markus Schäfer die Vorzüge in seinem Job als Altenpfleger im Altenheim. Nach der Ausbildung zum examinierten Altenpfleger in Paderborn stieg er in die Pflegebranche ein. Dort machte er zunächst keine guten Erfahrungen: „Ich war zeitlich unter Druck und sehr unzufrieden mit meiner Festanstellung. Immer musste ich einspringen.“, erzählt er. Der junge Altenpfleger wollte keine Routine, sich beruflich weiterentwickeln und schaute sich um.

Verschiedene Einsätze

Schnell stieß er auf die Zeitarbeitsfirma inCare, die zu Piening Personal gehört. Der Bereich inCare-Reisepflege ermöglicht Pflegekräften verschiedene Einsätze in der Zeitarbeit in ganz Deutschland. Markus Schäfer bekommt dadurch die Chance, Erfahrungen in verschiedenen Einrichtungen im gesamten Bundesgebiet zu sammeln. „Im Mai war ich an der Nordsee und danach ein paar Monate an der Mosel. Mein Arbeitgeber ist sehr flexibel und geht auf meine Bedürfnisse ein.“

Herausforderungen im Alltag

Markus Schäfer studiert berufsbegleitend „Management im Sozial- und Gesundheitswesen“ an der Fachhochschule Bielefeld. inCare unterstützt ihn sowohl finanziell als auch organisatorisch. „Wenn ich zum Beispiel eine Hausarbeit schreiben muss, arbeite ich eben später“, beschreibt er. Natürlich gibt es auch für ihn Herausforderungen im Alltag: „Der Umgang mit Tod und Schwerstpflegefällen ist nicht leicht und belastet mich, das ist aber bei allen Pflegekräften so und Teil des Jobs.“ Insgesamt kann sich der junge Altenpfleger keinen anderen Job vorstellen, da er merkt, wie sehr er gebraucht wird und weil er durch die Unterstützung von inCare sowohl Flexibilität als auch fachliche Weiterentwicklung bekommt. „Ich bekomme die volle Unterstützung und Beratung, die ich brauche. Manchmal spreche ich 30 bis 40 Minuten mit meinem Personalberater. Die kümmern sich echt toll“, lobt der 25-Jährige.