Zeitarbeit leistet entscheidenden Beitrag

An der Sommerumfrage zur wirtschaftlichen Situation hatten sich 54 von 100 verbandsgebundenen Mitgliedsbetrieben beteiligt. Diese Unternehmen repräsentierten mit 21 550 Mitarbeitern rund 75 Prozent der Belegschaft der Mitgliedsbetriebe. Unter anderem schätzten die Mitgliedsbetriebe den Einsatz von Zeitarbeitskräften im zweiten Halbjahr tendenziell etwas niedriger ein. Jedes zweite Unternehmen gehe davon aus, weniger Zeitarbeitskräfte einzusetzen als im ersten Halbjahr.

Übernahmen

„Einige Zeitarbeiter werden nach einem halben Jahr in Zeitarbeit in die Stammbelegschaften integriert“, sagte der Bezirksgruppenvorsitzende, Dr. Michael Fried, Geschäftsführer der Röhm GmbH in Sontheim/ Brenz. Der Trend belege, dass die Stammbelegschaften wüchsen, ergänzte Jörn P. Makko, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ostwürttemberg. Der Aufbau der Belegschaften werde fortgesetzt. Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie hätten fast durchweg vor, die Zahl der Beschäftigten zu halten. „Sogar jedes zweite Unternehmen plant derzeit einen Aufbau“, erläuterte Fried.

Fachkräftemangel

Auch zum Fachkräftemangel äußerten sich die Experten: Die meisten Unternehmen sehen sich bereits mit dem Fachkräfteengpass konfrontiert. 75 Prozent haben laut Südwestmetall bereits Probleme, geeignete Mitarbeiter zu finden. Fried: „Industrielle Facharbeiter, technische Fachkräfte in Konstruktion und Entwicklung, Ingenieure, Techniker und Meister sind stark gesucht.“ Vor allem herrsche ein Mangel bei Elektroingenieuren und Industrieelektrikern. (Schwäbische Post, 11.08.´11)