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Zeitarbeit in Deutschland | Unternehmen für Zeitarbeit

Zeitarbeit bricht um 18,1 Prozent ein

Demnach ging der Bestand an Zeitarbeitnehmern um rund 18,1 Prozent zurück, wenn man die Spitze im Juli 2008 mit 823 101 Zeitarbeitnehmern zugrunde legt - im Dezember waren es noch 673 768 Arbeitnehmer in der Zeitarbeitsbranche, was einen Rückgang um 149 333 bedeutet. Im Jahresmittel waren 2008 demnach 760 604 Arbeitskräfte in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt.

Hilfskräfte stark betroffen

"Am stärksten betroffen", so Stolz, "sind von der Wirtschaftskrise die ungelernten Hilfskräfte". Ihre Zahl reduzierte sich von 275 865 am 30. Juni ´08 auf 198 751 am 31. Dezember. Innerhalb eines halben Jahres sank die Zahl also um rund 27,9 Prozent. Ebenfalls von der Krise hart getroffen wurden Schlosser, Mechaniker und zugeordnete Berufe: Die Zahl der Beschäftigten ging von 93 293 auf 80 176 zurück, was einem Minus von 13 117 oder 14,07 Prozent entspricht. Einbußen an Arbeitsplätzen wurden außerdem in den Sparten Chemie und Kunststoffverarbeitung (von 4180 auf 3238) und Metallerzeugung/ -bearbeitung (von 21 280 auf 17 282) registriert.

Stagnierende Zahlen

In anderen Bereichen der Wirtschaft stagniert die Zahl der Beschäftigten. Ebenfalls mehr oder minder stabil blieb die Zahl der Berufseinsteiger in der Zeitarbeit: Waren es am 30. Juni noch 42 137 Einsteiger, reduzierte sich die Zahl im Dezember ´08 auf 41 586 = 1,3 Prozent.

Positive Entwicklung

"Doch es gibt auch Gutes zu berichten", freut sich der iGZ-Hauptgeschäftsführer mit Blick auf die Entwicklung bei den qualifizierten Fachkräften: Im Bereich der Gesundheitsberufe stieg die Zahl der Beschäftigten in der Zeitarbeit im gleichen Zeitraum von 14 984 auf 16 697, was einem Plus von rund 10,3 Prozent entspricht. Nicht minder erfreulich ist die Tendenz laut Stolz bei den Dienstleistungsberufen - hier stieg die Zahl von 27 914 auf 29 072. Die halbjährlich vorgelegte Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeige, dass der Trend eindeutig hin zu Qualifizierung deute - Fachkräfte seien zunehmend gefragt.