Zeichen guter Zeitarbeit vorgestellt

Für ein volles „Unperfekthaus“ sorgte der iGZ beim monatlichen Treffen der Gruppe „Moderne Personaldienstleistungen in Deutschland (MPiD) in Essen.

Zahlreiche Vertreter moderner Personaldienstleistung lauschten nach der Begrüßung durch Matthias Majewski (MPiD) im Unperfekthaus den Vorträgen von iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz und Marcel Speker, Leiter der iGZ-Abteilung Kommunikation zum Thema „Zeichen guter Zeitarbeit“. Zum Auftakt erläuterte der Hauptgeschäftsführer Geschichte, Entwicklung und Struktur des mitgliederstärksten Zeitarbeitgeberverbandes. Dabei nannte er auch die vielen Zeichen, die der iGZ seit seiner Gründung 1998 maßgeblich gesetzt habe – unter anderem die Tarifverträge für die Zeitarbeitsbranche, die PDK-Ausbildung, die Anti-Schlecker-Klausel, oder aktuell auch den iGZ-Ethikkodex sowie den Kompetenzpass für die Zeitarbeitnehmerschaft.


Zahlreiche Interessierte nahmen an der Info-Veransveranstaltung von MPid zum Thema "Zeichen guter Zeitarbeit" teil.

Wichtiges Zeichen

Projekte, die bei den Zuhörern auf großes Interesse stießen. Die Konzeption einer Kontakt- und Schlichtungsstelle (KuSS) im Rahmen des Ethikkodex´ fand großen Anklang und wurde als weiteres wichtiges Zeichen einer modernen Zeitarbeit gewertet. Horst Buschmann, MPiD, verwies auf den richtungsweisenden Charakter der iGZ-Projekte und begrüßte besonders sowohl die Transparenz der Verbandsarbeit, als auch den proaktiven Umgang mit sich stellenden Problematiken.


Ein weißes Schaf als Zeichen guter Zeitarbeit: Matthias Majewski (r.) freut sich mit iGZ-Regionalkreisleiter Thomas Altmann.

Fundierte Ergebnisse

Die Ergebnisse des iGZ-Mittelstandsbarometers thematisierte Marcel Speker – Zahlen, die für die mittelständische Zeitarbeit vielfach in eine ganz andere Richtung weisen, als die oftmals von Gewerkschaftsseite publizierten „Studien“. Intensiv fragten die Zuhörer denn auch nach, wie die Zahlen zustande kommen. Stolz unterstrich, die Umfragewellen werden unabhängig von der „Soziale Innovation GmbH Dortmund/ Berlin durchgeführt, die auch schon für das Land NRW aktiv war. Der iGZ habe keinerlei Einfluss auf die Umfrageergebnisse, die von der SI GmbH vor der Veröffentlichung wissenschaftlich geprüft sowie bereinigt werden und – nicht zuletzt auch wegen des hohen Rücklaufes von rund 20 Prozent – absolut repräsentativ seien.

Echter Meilenstein

Anschließend stellte Speker den Inhalt des Ethikkodex´ und den Kompetenzpass vor. Einigkeit herrschte darüber, dass der Ethikkodex, so er denn am 28. März von den iGZ-Mitgliedsunternehmen im Rahmen einer Versammlung verabschiedet werde, ein echter Meilenstein für die Zeitarbeit sei, der nicht zuletzt auch positive Auswirkungen auf das Image der Branche haben werde. Auch der Kompetenzpass sei ein sehr guter Ansatz, dessen Realisierung mit Spannung erwartet werde. In einer abschließenden Fragerunde diskutierten das Forum über mögliche weitere Inhalte des Kompetenzpasses und denkbare Entwicklungen in der Zeitarbeitsbranche. (WLI)