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Zeitarbeit in Deutschland | Unternehmen für Zeitarbeit

Zeichen gesetzt für Zeitarbeit mit Weitblick

Rund 200 Teilnehmer lauschten den Beiträgen der Fachreferenten. Zum Auftakt erörterte die iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian nach der Begrüßung durch die kurz vorher wiedergewählte Landesbeauftragte Petra Eisen die aktuellen Projekte des mitgliederstärksten Arbeitgeberverbandes der Zeitarbeitsbranche.

Richtungsweisende Zeichen

Ariane Durian verdeutlichte mit ihrem vielbeachteten Beitrag, dass der iGZ richtungsweisende Zeichen für die Zukunft einer modernen Zeitarbeitsbranche setzt. Unter anderem erläuterte die Bundesvorsitzende die Arbeit der iGZ-Projektgruppen, die kurz vor ihrer Umsetzung in die Praxis stehen. Die Hausaufgaben gemacht werden auch bei den Verhandlungen zur Lohnangleichung mit den DGB-Gewerkschaften - Ariane Durian bat um Verständnis, noch nicht Näheres zu berichten, denn die Verhandlungspartner haben Stillschweigen miteinander vereinbart.

Zeitarbeit im Aufwind

Zeitarbeit aus der Sicht wissenschaftlicher Erkenntnissepräsentierte anschließend Prof. Dr. Ricarda Bouncken unter dem Titel "Zeitarbeit im Aufwind: Welche Erfolgstypen gibt es?": Im Rahmen des "Flex4Work"-Projekts hatte sich die Bayreuther Professorin mit den zentralen Fragen "Wie viel Stabilität ist für Stamm- und Zeitarbeitsbelegschaft erforderlich, wie viel Flexibilität ist zumutbar?", "Wie lässt sich im Bereich der Beschäftigung in beiden Bereichen eine Balance von Stabilität und Flexibilität in Unternehmen herstellen?" und "Wie lässt sich diese Balance vor dem Hintergrund zunehmender Flexibilisierung für beide Belegschaften optimieren?" beschäftigt. Die Ergebnisse sind auf der Homepage von Flex4Work zusammengefasst.

Zeitarbeit im Ländervergleich

Lediglich 2.100 Zeitarbeitnehmer fanden bisher den Weg aus den seit Mai offenen Ländern zur Arbeitnehmerfreizügigkeit nach Deutschland. Mit dieser sehr geringen Zahl überraschte Prof. Michel Ph. Mattoug, der über Zeitarbeit im EU-Ländervergleich referierte. Seinen Schwerpunkt legte er dabei besonders auf Osteuropa. Zweifellos ist der Fachkräftemangel mittlerweile auch in der Zeitarbeitsbranche deutlich spürbar - Sibylle Aumer, IHK Regensburg, stellte den Zuhörern das IHK-Monitortool für die Wirtschaft zum Thema Fachkräfte vor.

Zutaten für den Erfolg

Sie gehört zu den besten Gleitschirmpiloten der Welt: Ewa Wisnierska berichtete unter dem Titel "Neue Horizonte entdecken… Zutaten für den Erfolg in der Zeitarbeit" über ihre (positive) Erfahrung mit der Branche, die es ihr überhaupt erst ermöglicht habe, ihre Leidenschaft fürs Gleitschirmfliegen und die Arbeit harmonisch miteinander zu kombinieren. Der iGZ hält seine Mitgliedsunternehmen stets auf dem Laufenden - "Neuer Bußgeldkatalog im AÜG: Was ist bei der Prüfung durch die Bundesagentur für Arbeit und den Zoll zukünftig besonders zu beachten?", fragte iGZ-Geschäftsführer RA Dr. Martin Dreyer und lieferte die Antworten gleich mit.


Erfolg im Wandel

Zu guter Letzt informierte Christoph Döhlemann, Geschäftsführer Döhlemann Training & Beratung, darüber wie Personaldienstleister ihre Erfolge im Wandel erhalten. In den Pausen nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich in der Fachausstellung bei den Dienstleistern der Zeitarbeitsbranche über neueste Angebote zu informieren. (WLI) (Mittelbayerische Zeitung, 13.10.´11)

Weiterer Kongressbericht mit Bildergalerie:

iGZ-Landeskongress Bayern 2011