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Über den Tellerrand hinausschauen

"Gerade wegen der Ost-Arbeitsmarktöffnung im Mai vergangenen Jahres fand ich es sehr spannend, mir einmal eine Zeitarbeitsfirma in Polen anzusehen", erzählt Stemke. Drei Wochen lang arbeitete sie im polnischen Gleiwitz beim iGZ-Unternehmen "Personnel international". Und stellte fest: "In Polen kennen die Disponenten eigentlich dieselben Probleme wie wir hier in Deutschland."

Getrennte Arbeitsschritte

Allerdings seien die Arbeitsabläufe anders eingeteilt. "Hier bei Hundeshagen macht eigentlich jeder alles, in Polen waren die einzelnen Abteilungen viel stärker voneinander getrennt. Einige Mitarbeiter waren nur mit dem Recruiting beschäftigt, andere nur mit der anschließenden Einstellung." Die Bindung zu den Mitarbeitern, die Stemke an ihrem Beruf so schätze, gehe dadurch ein Stück weit verloren, bedauert sie.

Stipendium

Der Kontakt zum polnischen iGZ-Unternehmen war über die Berufliche Schule für Büro und Personalmanagement in Hamburg-Bergedorf, die Stemke im Rahmen ihrer Ausbildung besucht, zustande gekommen. Stemke war die erste Auszubildende, die sich im Rahmen eines freiwilligen Praktikums für das Nachbarland Polen entschieden hatte. "Andere sind nach Irland oder England gegangen", berichtet Stemke. Finanziert werden die Praktika über das da Vinci-Stipendium. Stefanie Hundeshagen, die die betriebliche Ausbildung von Stemke begleitet, schätzt das Engagement ihrer Auszubildenden: "Wir fanden es toll, dass sich Kristina Stemke für das Praktikum in Polen entschieden hat. Wer in andere Betriebe reinschaut, kann von deren Strukturen lernen und sich so Tipps für die eigene Arbeit holen". (ML)