Thümler und Toepffer: "Zeitarbeit besser bezahlen"

"Menschen, die ein vorübergehendes Arbeitsverhältnis eingehen, dürfen für ihre Flexibilität nicht finanziell benachteiligt werden", sagte Thümler und erklärte: "Die Zeitarbeit hat sich während der internationalen Krise als effektives Instrument auf dem Arbeitsmarkt bewährt. Aber jetzt, wo wir den wirtschaftlichen Aufschwung spüren, muss verhindert werden, dass Zeitarbeit zur Ausbeutung von Arbeitnehmern verkommt."

Flexibles System erhalten

Thümler und Toepffer betonten, dass ein flexibles System erhalten bleiben solle, um kurzfristig in den Unternehmen atmen zu können. Dennoch müsse auch für Zeitarbeit der Grundsatz "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" gelten. Mit Blick auf die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit für die EU-Staaten Osteuropas ab 1. Mai sagte Toepffer: "Die Antwort auf die Frage, wie man unsere Zeitarbeiter künftig vor der Konkurrenz von Mindestlöhnen im Bereich von drei, vier Euro schützt, kann nur ,equal pay´ lauten: Gleicher Lohn für Zeitarbeiter und Stammbelegschaft - und das nicht erst kurz vor Beendigung des Leiharbeitsverhältnisses, sondern nach einem vertretbaren Zeitraum von beispielsweise drei Monaten."