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Rahmenbedingungen der Zeitarbeit nicht dem Gesetzgeber überlassen

„Die tariflichen Rahmenbedingungen für die Zeitarbeitsbranche müssen durch uns und unsere Sozialpartner – und nicht durch den Gesetzgeber – gestaltet werden. Nur wenn sich die Zeitarbeitgeberverbände in der Sache einig sind, können wir gemeinsam viel erreichen“, betonte iGZ-Hauptgeschäftsführer RA Werner Stolz im Rahmen einer Podiumsdiskussion anlässlich des VBG-Branchentreffs Zeitarbeit in Duisburg.

Mit Blick auf die kommende EU-Osterweiterung mahnte Stolz an darauf zu achten, dass die geltenden Tarifstandards in Deutschland nicht unterlaufen werden dürften. „Wir müssen jetzt die Rahmenbedingungen schaffen und schwarze Schafe vom Markt nehmen“, appellierte er an die Vertreter der anderen Zeitarbeitgeberverbände. Mirco Melega, Vorstandsmitglied des AMP, äußerte, er könne dieses Statement nur unterstreichen – nur gemeinsam könne die Zielsetzung für die Zeitarbeitsbranche realisiert werden.

EU-Erweiterung

Sebastian Lazay, Vorstandsmitglied im BZA, gab zu bedenken, dass er mit der EU-Erweiterung vor allem Probleme in den Grenzgebieten zu Polen sehe, die es zu bewältigen gelte. Ein Unterbietungswettbewerb träfe dann in erster Linie ungelernte Hilfskräfte. In der von der TV-Moderatorin Conny Czymoch geleiteten Gesprächsrunde nahm auch Dr. Manfred Fischer, VBG-Direktor der Prävention, kurz Stellung zum neuen VBG-Prämiensystem für die Zeitarbeit: Mit diesem System, so Fischer, könne man nun Präventionsmaßnahmen in den Zeitarbeitsunternehmen entsprechend honorieren.

Fachvorträge

Unter dem Motto „Wachstumsbranche Zeitarbeit – sicher – gesund – erfolgreich“ wurde den rund 150 Teilnehmern ein informatives Programm mit zahlreichen fachspezifischen Vorträgen geboten. (WLI)