Direkt zum Inhalt
Printer Friendly, PDF & Email
iGZ und andere Verbände machen für Europa mobil
15.05.2019

Zukunft Sozialpartnerschaft: moderne Tarifverträge nötig

„Die EU ist das Schutzschild für die deutsche Exportindustrie“, betonte Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württemberg, auf der Geschäftsführerkonferenz 2019 der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Stuttgart.

Geschäftsführerkonferenz 2019 der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Stuttgart.
Geschäftsführerkonferenz 2019 der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Stuttgart.

Für EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger stand fest: „Ohne die Europäische Union wäre die deutsche Wirtschaft ohne Macht beziehungsweise Einfluss in internationalen Handelskonflikten.

iGZ beim BDA vertreten

„Wir Arbeitgeberverbände müssen uns stetig hinterfragen und gezielt weiterentwickeln, um auch in Zukunft für die Unternehmen in Deutschland erfolgreiche Arbeit leisten zu können.“, erklärte iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz. Das wurde in dem Podium „Strategische Verbandsentwicklung“ deutlich. Dabei sollen auch neue Wege beschritten werden und demnächst in Berlin auf einer BDA-Fachtagung vertieft werden.

Wettbewerbsfähigkeit erhalten

Für die vielen Aktionen und Initiativen der Arbeitgeberverbände in allen Bundesländern und Branchen bedankte sich BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter noch einmal ganz herzlich. Auch der iGZ hat sich mit einer EU-Aktions-Werbewoche an dieser Kampagne aktiv beteiligt. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat in seiner Grundsatzrede in Stuttgart hervorgehoben, wie wichtig es ist, die Mitte der Gesellschaft in den kommenden Tagen bis zur Wahl zu mobilisieren. Und auch seine zweite Botschaft war ein wichtiger Impuls für die kommenden Monate: Gerade in Zeiten einer sich abkühlenden Konjunktur und steigender weltweiter Risiken kommen auf die Arbeitgeberverbände wichtige Aufgaben zu. Es gehe jetzt darum, für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu kämpfen. Der Standort Deutschland müsse seine Herausforderungen anpacken, statt immer neue scheinbare Wohltaten zu verteilen.

Starke Sozialpartnerschaft

Es sei nach dem BDA-Chef jedenfalls unzulässig, dass die Soziale Marktwirtschaft mit Kapitalismus angelsächsischer Prägung einfach gleichgesetzt werde. Eine zentrale Säule der Sozialen Marktwirtschaft müsse die starke Sozialpartnerschaft von Arbeitgebern und Gewerkschaften sein, die uns vor allem in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten stets einen Wettbewerbsvorteil verschafft habe. Die „Zukunft der Sozialpartnerschaft“ war deshalb am zweiten Tag der Geschäftsführerkonferenz Thema einer intensiven Debatte auf dem Podium. "Wir brauchen moderne Tarifverträge, um die Zukunft der Sozialpartnerschaft positiv gestalten zu können", stellte Stolz fest. 

Herausforderungen der Digitalisierung

Ein Thema haben auf der Konferenz alle angesprochen: Die vielfältigen Herausforderungen und Chancen, die der digitale Wandel mit sich bringt. Wie das Personalmanagement eines Weltkonzerns hierauf reagiert, hat Wilfried Porth, Vorstandsmitglied der Daimler AG, eindrucksvoll gezeigt. Längst läuft die gesamte Rekrutierung dieses Weltkonzerns online.

Arbeitswelt 4.0 

Auf der BDA-Geschäftsführerkonferenz 2019 wurde deutlich: Die Arbeitgeber in Deutschland wollen auch die Arbeitswelt 4.0 gestalten. Eine der Baustellen, das zeigte die Diskussion, ist hierbei das Arbeitszeitrecht. Hier braucht die Wirtschaft nach Meinung der Gäste dringend ein Update. (WS)

Schlagwörter

Neueste Artikel