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Lünendonk veröffentlicht Studie
11.07.2019

Zeitarbeitsvolumen annähernd konstant

Das Marktvolumen für Zeitarbeit in Deutschland im Jahr 2018 ist laut jüngst veröffentlichter Lünendonk-Studie trotz eines schwachen zweiten Halbjahres annähernd konstant geblieben und sank um 0,6 Prozent auf 34,3 Milliarden Euro. Der Rückgang der Zeitarbeitnehmer in der zweiten Jahreshälfte sei durch ein gutes Geschäft im ersten Halbjahr kompensiert worden. Den Einbußen mit der klassischen Arbeitnehmerüberlassung stehen laut Lünendonk-Mitteilung zusätzliche Umsätze gegenüber. Das seien Werkverträge von Mitarbeitern im Kundeneinsatz sowie Sondereffekte aufgrund der Tariflohnanpassung.

„Die schwächere Nachfrage aus der Industrie gleichen zusätzliche Umsätze mit Personalvermittlung sowie der Überlassung von hochqualifiziertem Personal und einer stabilen Nachfrage aus anderen Wirtschaftsbranchen aus“, lautet das Lünendonk-Fazit. Die Zeitarbeitsunternehmen zahlen zudem häufig übertarifliche Löhne und geldwerte Zusatzleistungen, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern und den Kundenbedarf zu decken.

Das deutsche ( ) vom 7. August 1972 regelt die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern. Es diente ursprünglich ausschließlich dem sozialen Schutz der Zeitarbeitnehmer und sollte diese insbesondere vor Ausbeutung bewahren. Das AÜG stellt die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung unter einen so genannten Erlaubnisvorbehalt, d. h. der Verleiher bedarf der behördlichen Erlaubnis. Dies gilt auch für Verleiher mit Sitz im Ausland. Die Erlaubnis erteilt die .

-Reform

Die Reform des AÜG in Zusammenhang mit der nachlassenden Konjunktur in der Industrie gehe, so Lünendonk, derzeit vor allem zu Lasten gering qualifizierter Zeitarbeitnehmer. Sowohl der Anteil der Zeitarbeitnehmer, die zuvor arbeitslos waren, als auch derjenigen in den am geringsten vergüteten Entgeltstufen 1 und 2 sei im Jahr 2018 weiter zurückgegangen. Für besser qualifizierte Zeitarbeitnehmer erfülle die Branche weiterhin zuverlässig ihr Grundversprechen, einen guten Einstieg in eine dauerhafte Beschäftigung zu erleichtern und bei der Berufsorientierung zu helfen. Ein Themenschwerpunkt sei denn auch die Auswirkung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes auf den Markt. Daneben enthalte sie Angaben zu Reallohnentwicklung, marktüblicher Umsatzrendite, Leistungsspektrum und Kundenstruktur sowie zahlreichen Vertiefungen zur Rekrutierung und Personalbindung.

Studie als Download

Dies sind ausgewählte Ergebnisse der 20. Auflage der jährlich erscheinenden Lünendonk®-Studie zum Markt für Zeitarbeit und Personaldienstleistungen in Deutschland. Die als Marktbarometer geltende Studie wird von dem Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder, Mindelheim, herausgegeben und beruht auf den Angaben von 52 führenden Dienstleistern (2018: 46). Der 232 Seiten umfassende Berichtband steht ab sofort als PDF-Datei zum Preis von 2.000 Euro unter www.luenendonk.de zum Download bereit. (WLI)

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