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Statistisches Bundesamt veröffentlicht Übersicht der Tariferhöhungen
01.12.2015

Zeitarbeitslöhne stiegen am stärksten

Die kräftigsten Tariferhöhungen im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es in der Zeitarbeit. Mit einem Plus von 4,33 Prozent in Ostdeutschland und 3,53 Prozent in Westdeutschland lag die Erhöhung der tariflichen Mindestlöhne in der Zeitarbeit weit über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt (2,7 Prozent).

Das Statistische Bundesamt hat alle tariflichen Monatsverdienste ohne Sonderzahlungen im dritten Quartal 2015 mit denen in 2014 verglichen. Mit einem Anstieg um 3,4 Prozent reicht lediglich das Gastgewerbe mit Blick auf die Lohnerhöhungen an die Zeitarbeitsbranche heran.

Bedeutung der Tarifautonomie

Sven Kramer, stellvertretender iGZ-Bundesvorsitzender und iGZ-Tarifverhandlungsführer, sah darin die Bedeutung der Tarifautonomie bestärkt: „Diese Zahlen zeigen, dass die Tarifpartner ohne die vermeintliche Unterstützung der Politik in der Lage sind, faire Löhne auszuhandeln.“ Er forderte, dass Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles den Geist der Tarifautonomie im geplanten Gesetzespaket beachten solle – und zwar tatsächlich, nicht nur scheinbar. (ML)

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