Direkt zum Inhalt

Benutzeranmeldung

kopf_aktuelles.jpg

BA-Monatsbericht: Plus zwei Prozent Beschäftigte
01.02.2022

Zeitarbeit zeigt sich erholt

Die Zeitarbeitsunternehmen haben wieder gemeldet, und das Statistische Amt der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat die Zahlen zum Monatsbericht der BA zusammengetragen: Demnach waren im November 2021 741.000 Beschäftigte in den rund 12.000 bundesdeutschen reinen Zeitarbeitsfirmen tätig. Im Vergleich zum Vormonat: (726.300) erholte sich die Branche mit einem Plus von 14.700 (zwei Prozent) Mitarbeitern. Noch besser sieht´s im Vorjahresvergleich aus, als im November 2020 insgesamt 695.500 Beschäftigte arbeiteten. Das bedeutet eine Zunahme von 45.500 oder 6,5 Prozent.

Die Nachfrage nach neuem Personal bleibt im Januar auf hohem Niveau. 792.000 Arbeitsstellen waren bei der BA gemeldet, 225.000 mehr als vor einem Jahr.
Die Nachfrage nach neuem Personal bleibt im Januar auf hohem Niveau. 792.000 Arbeitsstellen waren bei der BA gemeldet, 225.000 mehr als vor einem Jahr.

„Der Arbeitsmarkt ist gut in das Jahr 2022 gestartet. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Januar zwar gestiegen, aber bei Weitem nicht so stark wie sonst üblich“, reagierte der Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit (BA), Daniel Terzenbach, auf die Gesamtzahlen für Januar 2022.

Geringer Anstieg

Im Zuge der Winterpause habe sich die Zahl der Arbeitslosen im Januar gegenüber dem Vormonat erhöht, und zwar um 133.000 auf 2.462.000. Damit sei der Anstieg deutlich geringer aus als in den Jahren zuvor ausgefallen. Saisonbereinigt habe die Arbeitslosigkeit daher um 48.000 abgenommen. Verglichen mit dem Januar des vorigen Jahres sei sie um 439.000 geringer. Im Vergleich zum Januar 2020 liege sie nur noch um 37.000 höher. Die Arbeitslosenquote stieg laut BA-Monatsbericht von Dezember 2021 auf Januar 2022 um 0,3 Prozent auf 5,4 Prozent und liege damit 0,9 Prozentpunkte niedriger als im Januar 2021. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Dezember auf 2,9 Prozent.

Unterbeschäftigung gesunken

Die Unterbeschäftigung, die auch Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist, so die BA, saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 36.000 gesunken. Sie lag im Januar 2022 bei 3.190.000 Arbeitnehmern. Das waren 452.000 weniger als vor einem Jahr und 104.000 weniger als im Januar 2020.

Kurzarbeitergeld vermehrt nachgefragt

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten zu geprüften Anzeigen wurde vom 1. bis einschließlich 26. Januar für 286.000 Beschäftigte konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Damit ist diese Zahl im Dezember und Januar wieder deutlich erhöht, was vor allem an vermehrten Anzeigen aus dem Gastgewerbe und dem Handel liegt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis November 2021 zur Verfügung. Nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit wurde in diesem Monat für 574.000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme ging damit bis zum November weiter zurück.

45,34 Millionen Erwerbstätige

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigen weiter an. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Dezember 2021 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 52.000 gestiegen. Mit 45,34 Millionen Arbeitenden fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 506.000 höher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm saisonbereinigt von Oktober auf November 2021 um 84.000 zu. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie im November nach Hochrechnungen der BA um 552.000 auf 34,45 Millionen Beschäftigte gestiegen. Die geringfügig entlohnte Beschäftigung erholt sich ebenfalls weiter von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Im November betrug ihre Zahl 7,29 Millionen, 202.000 mehr als im Vorjahresmonat. Saisonbereinigt errechnet sich ein leichtes Minus von 7.000 gegenüber dem Vormonat.

Hohes Niveau bei Nachfrage

Die Nachfrage nach neuem Personal bleibt im Januar auf hohem Niveau. 792.000 Arbeitsstellen waren bei der BA gemeldet, 225.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen um 22.000 erhöht. Der BA-Stellenindex (BAX) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland – stieg im Januar 2022 um 3 Punkte auf 135 Punkte und erreicht damit einen neuen Höchststand.

Ausbildungssuche stagniert

In der Nachvermittlungszeit am Ausbildungsmarkt für einen sofortigen Ausbildungsbeginn waren von Oktober bis Januar mit 67.000 rund 10.000 junge Menschen weniger auf Ausbildungssuche als im letzten Jahr. Dem standen 77.000 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen gegenüber, 5.000 mehr als im Vorjahr. 27.000 Bewerberinnen und Bewerber waren im Januar 2022 noch unversorgt, und weitere 21.000 suchten trotz Alternative weiterhin eine Ausbildungsstelle. Gleichzeitig waren knapp 14.000 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Am Ende des Nachvermittlungszeitraums befanden sich 13.000 Bewerberinnen und Bewerber in einer Berufsausbildung. Für das neue Berichtsjahr 2021/22 sind bislang fünf Prozent weniger Bewerberinnen und Bewerber gemeldet als im Januar des Vorjahres. Die Zahl der Ausbildungsstellen übersteigt den Vorjahreswert um sieben Prozent. (WLI)

Neueste Artikel