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Bundesagentur veröffentlicht Monatsbericht
29.03.2019

Zahl der Zeitarbeitnehmer rückläufig

Die Zeitarbeitsbranche wurde auch im Januar 2019 mit sinkenden Beschäftigungswerten konfrontiert: Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2018 sank die Zahl der Zeitarbeitnehmer um 9.700 Beschäftigte (minus 1,3 Prozent) auf 763.500 (Dezember: 773.200) Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der Zeitarbeitnehmer um 9,2 Prozent (minus 77.300).

Rückläufiger Trend: Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2018 sank die Zahl der Zeitarbeitnehmer im Januar 2019 um 9.700 Beschäftigte (minus 1,3 Prozent) auf 763.500.
Rückläufiger Trend: Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2018 sank die Zahl der Zeitarbeitnehmer im Januar 2019 um 9.700 Beschäftigte (minus 1,3 Prozent) auf 763.500.

Die Zeitarbeitsbranche gilt als Frühindikator der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: „Mit der einsetzenden Frühjahrsbelebung sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung im März weiter zurückgegangen. Obwohl der konjunkturelle Rückenwind nachgelassen hat, entwickelt sich der Arbeitsmarkt alles in allem weiter günstig.“, fasste der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, anlässlich der Veröffentlichung des Monatsberichts zum Arbeitsmarkt denn auch zusammen.

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist von Februar auf März um 72.000 auf 2.301.000 gesunken. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den März ein Rückgang um 7.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 157.000 weniger Beschäftigte arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent. Im Vergleich zum März des vorigen Jahres hat sie sich um 0,4 Prozentpunkte verringert. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Februar auf 3,1 Prozent.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 9.000 gesunken. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung im März 2019 bei 3.254.000 Arbeitnehmern. Das waren 185.000 weniger als vor einem Jahr.

44,82 Millionen Beschäftigte

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Februar saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 39.000 erhöht. Mit 44,82 Millionen Beschäftigten fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 482.000 höher aus. Das Plus beruht weit überwiegend auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 660.000 gestiegen. Insgesamt waren im Januar nach hochgerechneten Angaben der BA 33,16 Millionen Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Saisonbereinigt ergibt sich von Dezember auf Januar ein Anstieg um 61.000.

Offene Stellen

Der Personalbedarf bleibt zum Frühjahrsbeginn hoch. Im März waren 797.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 19.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen leicht um 1.000 Stellen erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – blieb im März 2019 unverändert bei 255 Punkten. Er liegt damit vier Punkte über dem Vorjahreswert.

Ausbildung

Von Oktober 2018 bis März 2019 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 391.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 9.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren 474.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 18.000 mehr als vor einem Jahr. Am häufigsten waren Ausbildungsstellen gemeldet für angehende Kaufleute im Einzelhandel (30.000) sowie Verkäuferinnen/Verkäufer und Kaufleute für Büromanagement mit jeweils 18.000 Ausbildungsangeboten. Der Ausbildungsmarkt ist im März aber noch sehr stark in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung zu früh. (WLI)

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