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IAB untersucht Auswirkungen der Konjunkturdelle
04.06.2019

Zahl der Überstunden im Sinkflug

Die Konjunkturdelle wirkt sich jetzt offenbar auch auf die in Deutschland geleisteten Überstunden aus: Laut eines Berichts des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind die bezahlten und unbezahlten Überstunden je Arbeitnehmer im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahr um jeweils 0,4 Stunden gesunken.

Die Konjunkturdelle wirkt sich aus: Das IAB registrierte einen Rückgang der Überstunden.
Die Konjunkturdelle wirkt sich aus: Das IAB registrierte einen Rückgang der Überstunden.

Die Beschäftigten leisteten laut IAB im ersten Quartal im Durchschnitt 6,4 bezahlte Überstunden und 6,0 unbezahlte Überstunden. Das seien jeweils 0,4 Stunden weniger als im ersten Quartal 2018. „Die Zahl der Überstunden geht mit der konjunkturellen Abschwächung seit dem vergangenen Jahr zurück“, erklärte dazu Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Zahl der Erwerbstätigen gestiegen

Die Zahl der Erwerbstätigen nahm laut IAB um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und lag im ersten Quartal 2019 bei knapp 44,9 Millionen. Insgesamt arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland im ersten Quartal 2019 15,6 Milliarden Stunden. Das bedeute einen Anstieg von 1,5 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

38 Stunden Wochenarbeitszeit

Die Arbeitszeit pro Erwerbstätigem habe im ersten Quartal 2019 bei 347,9 Stunden gelegen und sei damit um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten betrug 38 und die der Teilzeitbeschäftigten 17 Stunden.

Weniger Minijobber

Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten lag im ersten Quartal 2019 bei 187 Stunden und stieg damit um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit arbeiteten Teilzeitbeschäftigte länger als jemals zuvor nach der Wiedervereinigung. „Das liegt an dem fortgesetzten Rückgang von Minijobbern mit niedrigen Arbeitszeiten und dem trendmäßigen Anstieg von sozialversicherungspflichtig Teilzeitbeschäftigten“, so Arbeitsmarktökonom Weber.

Mehr Teilzeit

Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,2 Prozent, die der Vollzeitbeschäftigten um 1,5 Prozent. Die Teilzeitquote lag mit 39 Prozent leicht unter dem Stand des Vorjahres (-0,1 Prozentpunkte).

Kurzarbeit gesunken

Der Krankenstand lag im ersten Quartal mit 5,3 Prozent geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres (5,5 Prozent). Nach ersten vorläufigen Hochrechnungen ist die Kurzarbeit im ersten Quartal etwas gesunken. Sie betrug 313.000 Personen nach 325.000 Personen im Vorjahr. (WLI)

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