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BA veröffentlicht Monatsbericht - Zeitarbeit rückläufig
04.01.2019

Zahl der Erwerbstätigen auf Wachstumskurs

Der Fachkräftemangel macht sich auch in der Zeitarbeitsbranche bemerkbar: 827.000 Zeitarbeitnehmer zählte das Statistische Amt der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Oktober 2018. Das sind 16.100 Beschäftigte (1,9 Prozent) weniger als im Vormonat September. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl im Monat Oktober um 73.500 (8,2 Prozent) von 900.500 auf 827.000 Mitarbeiter.

„Damit wirkt sich auch der Fachkräftemangel verstärkt auf die Zahl der Zeitarbeitnehmer aus“, erklärte Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen. „Immer mehr Aufträge müssen abgesagt werden, da keine passenden Mitarbeiter mehr zur Verfügung stehen.“

Arbeitsmarkt auf Wachstumskurs

„Der Arbeitsmarkt hat sich weiter sehr gut entwickelt, obwohl der wirtschaftliche Aufwärtstrend etwas an Schwung verloren hat. Die Zahl der Arbeitslosen ist weiterhin rückläufig, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setzt ihren Wachstumskurs fort, und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern liegt unverändert auf einem sehr hohen Niveau“, sagte der Vorstandsvorsitzende der BA, Detlef Scheele, zu den Zahlen für den Monat Dezember 2018.

Weniger Arbeitslose als im Vorjahr

Mit der einsetzenden Winterpause ist die Arbeitslosigkeit laut BA-Pressemitteilung von November auf Dezember um 23.000 auf 2.210.000 gestiegen. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den Dezember ein Rückgang um 14.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 175.00 weniger Beschäftigte arbeitslos gemeldet.

Unterbeschäftigung ist rückläufig

Die Unterbeschäftigung, die auch Arbeitnehmer in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 11.000 gesunken. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung im Dezember 2018 bei 3.162.000 Personen. Das waren 210.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im November auf 1,41 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,2 Prozent.

Mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im November saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 34.000 erhöht. Mit 45,22 Millionen Arbeitnehmer fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 483.000 höher aus. Der Anstieg beruhe weit überwiegend auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese sei im Vergleich zum Vorjahr um 696.000 gestiegen. Insgesamt waren im Oktober nach hochgerechneten Angaben der BA 33,47 Millionen Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Saisonbereinigt ergibt sich von September auf Oktober ein Anstieg um 68.000.

Hohe Arbeitskräftenachfrage

Der Personalbedarf bleibe zum Jahresende anhaltend hoch. Im Dezember waren 781.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 20.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen leicht um 1.000 Stellen verringert. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Dezember 2018 um einen Punkt auf 253 Punkte, was dem Vorjahreswert entspricht.

Geldleistungen

Insgesamt 705.000 Erwerbsfähige erhielten im Dezember 2018 Arbeitslosengeld, 6.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) lag im Dezember bei 4.005.000. Gegenüber Dezember 2017 war dies ein Rückgang von 242.000. 7,3 Prozent der in Deutschland Lebenden im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig. (SB)


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