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iGZ-Mitgliedertreffen in Berlin: Diskussion mit BA
26.04.2018

Vorbehalte gegen Zeitarbeit abgebaut

Der „Branchendialog Zeitarbeit“, den die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin, Bernd Becking, initiiert hatten, war für alle Teilnehmer des iGZ-Mitgliedertreffens in Berlin ein Gewinn. Zwei Stunden hatte sich der Arbeitsmarktexperte für die Fragen der Teilnehmer Zeit genommen.

iGZ-Hauptstadtbüroleiterin Andrea Resigkeit moderierte das Berliner Mitgliedertreffen mit iGZ-Regionalkreisleiter Gerriet Cornelius und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin, Bernd Becking (v.l.).
iGZ-Hauptstadtbüroleiterin Andrea Resigkeit moderierte das Berliner Mitgliedertreffen mit iGZ-Regionalkreisleiter Gerriet Cornelius und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin, Bernd Becking (v.l.).

Mit im Gepäck hatte Becking eine ausführliche Präsentation des Berliner Arbeitsmarktes und der Entwicklung der Zeitarbeit. Zudem stellte er das neue Organigramm der Behörde vor. Gerriet Cornelius, Regionalkreisleiter von Berlin und Brandenburg, freute sich, dass das Interesse der Bundesagentur für Arbeit (BA) an der Zeitarbeit in Berlin offensichtlich groß sei.

Regelmäßiger Austausch

Becking bekräftigte den Wunsch nach einem „regelmäßigen Austausch mit der Branche“ und machte deutlich, dass es bei ihm keine Berührungsängste gebe. iGZ-Hauptstadtbüroleiterin Andrea Resigkeit freute sich über diese positive Rückmeldung.

Beschäftigungszuwachs

Der Beschäftigungszuwachs in der Zeitarbeit sei mit 14,5 Prozent in Berlin und 7,4 Prozent in Brandenburg geringer als im Süden der Republik und damit noch ausbaufähig. Rund 1,4 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte gebe es in Berlin, davon rund 33.000 Zeitarbeitskräfte. In der Diskussion zeigte sich Becking offen, Schwierigkeiten abzubauen. Vielleicht sei in der Vergangenheit nicht alles rund gelaufen, aber dies habe seine Behörde zur Kenntnis genommen und auch bereits in speziellen Fällen abgestellt. „Vielleicht könnte man in einzelnen Betrieben eine Hospitation möglich machen, um die Sachbearbeiter kennenzulernen“, regte er an.

Probleme diskutiert

Viele Probleme wurden diskutiert: die Häkchen auf den Webseiten, die Zeitarbeit ausschließen, und weitere Schwierigkeiten im Bewerbermanagement. Clemens von Kleinsorgen, iGZ-Arbeitsmarktexperte, bat den Regionaldirektionschef die Anliegen doch bitte auch in Nürnberg beim Hauptsitz der Bundesagentur für Arbeit vorzutragen. Becking rief die Teilnehmer auf, sich auch an den von der Regionaldirektion angebotenen Veranstaltungen zu beteiligen.

Vorbehalte abgebaut

Messen seien ein guter Weg, um sich bekannt zu machen und einige Vorbehalte gegen die Zeitarbeit abzubauen. Am Ende der Veranstaltung zeigten sich alle Teilnehmer mehr als zufrieden: „Ich begrüße eine derart konstruktive Veranstaltung“, resümierte Gerriet Cornelius.

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