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Volker Homburg feiert 20-jähriges Firmenbestehen
11.04.2017

Unternehmensweg gemeinsam mit dem iGZ

Er ist ein Mann der ersten Stunde beim Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). Mit seinem noch jungen Unternehmen wurde Volker Homburg 1998 mit der Verbandsgründung Mitglied im iGZ – jetzt feierte der Unternehmer den 20. Geburtstag seiner Personaldienstleistungsfirma ZIP – Zeitarbeit + Personalentwicklung GmbH in Bremen.

Seinen unternehmerischen Weg legte Homburg gemeinsam mit dem iGZ zurück, engagiert sich seit 1998 tarifpolitisch und ist folgerichtig auch Mitglied der Tarifkommission. Von 2005 bis 2008 war Homburg Bundesvorsitzender des iGZ, wurde 2011 Leiter Projektgruppe des iGZ „Weiterbildung in der Zeitarbeit“ und war von 2014 bis 2015 Mitglied in der Projektgruppe „Zeitarbeit 2030“.

Keine Ware

iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz blickte zusammen mit Homburg und dessen Gästen denn auch auf 19 gemeinsame Jahre Zeitarbeitsgeschichte und 20 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. „Wir betrachten den Menschen in der Zeitarbeit nicht als Ware“, zitierte Stolz den ehemaligen Bundesvorsitzenden Homburg.

Firmenphilosophie

Es gehöre zur Firmenphilosophie des Personaldienstleisters ZIP Lösungen zu schaffen, die Mitarbeiter weiter zu qualifizieren und insgesamt zu einem Kompetenzgewinn der Mitarbeiter beizutragen. Der Erfolg des Unternehmens begründe sich auch auf dem besonderen Einsatz von Homburg. „Wir denken bei ZIP auch immer etwas quer“, beschrieb Homburg.

Menschenkenntnis

Ein Prinzip, das helfe, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten. In seinem Beruf sei besonders eine gute Menschenkenntnis unabdingbar. „Immer genau hinsehen, genau zuhören, richtig miteinander kommunizieren“, zählte er die wichtigsten Fähigkeiten eines guten Personaldienstleisters auf.

Als bezeichnet man das Zusammenspiel der Akteure innerhalb der Zeitarbeit. Hierzu gehören der Zeitarbeitnehmer (ZAN), das Zeitarbeitsunternehmen (ZUN) sowie das Kundenunternehmen (KU). Der ZAN schließt mit dem ZUN einen Arbeitsvertrag ab, der alle einschlägigen arbeitsrechtlichen Leistungen enthält. Der ZUN schließt wiederum mit dem KU einen Überlassungsvertrag ab, der den Einsatz des ZAN beim KU regelt. Arbeitgeber und Dienstherr des ZAN bleibt in jedem Fall das ZUN.

Stolz wagte anlässlich des Jubiläums einen Blick auf die Geschichte der Zeitarbeit. „Geblieben ist immer das Dreiecksverhältnis von Zeitarbeitsfirma, Kundenunternehmen und Zeitarbeitnehmer“, stellte er fest. Das erste Zeitarbeitsunternehmen wurde 1960 in Bremen gegründet. Seit es den iGZ gebe, habe sich der Verband immer für eine stärkere Akzeptanz der Branche eingesetzt. „Wir sind früh für eine Tarifierung der Branche eingetreten, wir haben uns früh für einen

Ein ist ein in der Höhe festgelegtes, kleinstes rechtlich zulässiges Arbeitsentgelt. Die Festsetzung erfolgt durch eine gesetzliche Regelung, durch eine Festschreibung in einem allgemeinverbindlichen oder implizit durch das Verbot von Lohnwucher. Eine Mindestlohnregelung kann sich auf den Stundensatz oder den Monatslohn bei Vollzeitbeschäftigung beziehen. Neben nationalen Mindestlöhnen gibt es auch regionale Varianten, die sich z. B. auf Bundesstaaten oder Städte beziehen. Eine weitere Erscheinungsform sind branchenspezifische Mindestlöhne.

eingesetzt“, blickte er zurück. Insgesamt sei die Zeitarbeit immer ein Kampf zwischen

Wesentlicher Vorteil der Zeitarbeit gegenüber den herkömmlichen Beschäftigungsverhältnissen ist die . Mit Hilfe der Zeitarbeit können Unternehmen auf schwankende Auftragslagen flexibel reagieren.

und Sicherheit gewesen.

Herausforderungen

Aktuell stünden der Branche neue Änderungen durch das erneuerte

Das deutsche ( ) vom 7. August 1972 regelt die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern. Es diente ursprünglich ausschließlich dem sozialen Schutz der Leiharbeitnehmer und sollte diese insbesondere vor Ausbeutung bewahren. Das AÜG stellt die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung unter einen so genannten Erlaubnisvorbehalt, d. h. der Verleiher bedarf der behördlichen Erlaubnis. Dies gilt auch für Verleiher mit Sitz im Ausland. Die Erlaubnis erteilt die .

(

Das deutsche Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) vom 7. August 1972 regelt die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitnehmern. Es diente ursprünglich ausschließlich dem sozialen Schutz der Zeitarbeitnehmer und sollte diese insbesondere vor Ausbeutung bewahren. Das AÜG stellt die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung unter einen so genannten Erlaubnisvorbehalt, d. h. der Verleiher bedarf der behördlichen Erlaubnis. Dies gilt auch für Verleiher mit Sitz im Ausland. Die Erlaubnis erteilt die Bundesagentur für Arbeit.

) bevor. „Ich würde mir wünschen, dass wir für die Branche mehr Planungssicherheit haben“, sagte Stolz mit Blick nach vorn. (AA)

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