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Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung legt Zahlen vor
27.11.2019

Stabiler Beschäftigungsausblick

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im November gestiegen. Gegenüber dem Vormonat legte der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) um 0,5 auf 102,1 Punkte zu. Verbessert hat sich der Ausblick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit.

Die Einschätzungen der Arbeitsagenturen im Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit hatten sich im Jahresverlauf zunächst eingetrübt.
Die Einschätzungen der Arbeitsagenturen im Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit hatten sich im Jahresverlauf zunächst eingetrübt.

Die Einschätzungen der Arbeitsagenturen im Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit hatten sich laut IAB-Pressemitteilung im Jahresverlauf eingetrübt. Zuletzt wurde mit 98,5 Punkten ein Wert klar unter der neutralen Marke von 100 Punkten gemessen. Im November sei die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers aber um 0,9 Punkte auf 99,4 Punkte gestiegen.

Arbeitskräfte knapp

Zwar stehe auch dieser Wert noch für eine leicht ungünstige Entwicklung, größere Zunahmen der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit seien in den nächsten drei Monaten jedoch nicht zu erwarten. „Der Wirtschaftsabschwung führt insbesondere in der Industrie zu Problemen, aber Arbeitskräfte sind immer noch so knapp, dass der Arbeitsmarkt robust bleibt“, erläuterte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Stabiler Ausblick

Entsprechend blieb der Beschäftigungsausblick, so das IAB, im November stabil: Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers liege mit 104,8 Punkten unverändert klar im positiven Bereich. Infolge der schwachen Konjunktur liege dieser Wert zwar deutlich unter den Höchstständen aus dem vergangenen Jahr, der Aufwärtstrend der Beschäftigung werde sich aber auch in den kommenden Monaten fortsetzen. „Ohne den starken Arbeitsmarkt wäre das Risiko wesentlich höher, dass Deutschland in eine Wirtschaftskrise rutscht“, erläuterte Weber.

Frühindikator

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung). (WLI)

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