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iGZ-Mitglied startete als gemeinnütziges Unternehmen
07.08.2018

Sprungbrett für Flüchtlinge

Sie ist jung, engagiert, ehrgeizig und sozial: Die 27-jährige Gründerin Zarah Bruhn aus München besuchte den iGZ in Münster, um sich über die Integration von Geflüchteten durch Zeitarbeit auszutauschen. Vor drei Jahren gründete sie ihr gemeinnütziges Start-Up-Unternehmen Social Bee gGmbH und vermittelt seitdem Geflüchtete durch Zeitarbeit an Unternehmen.

Sprachen über die Integration von Flüchtlingen via Zeitarbeit (v.l.): iGZ-Verbandsjuristin Judith Schröder, Social Bee-Gründerin Zarah Bruhn, iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz und die iGZ-Arbeitsmarktexpertin Cristina Justus.
Sprachen über die Integration von Flüchtlingen via Zeitarbeit (v.l.): iGZ-Verbandsjuristin Judith Schröder, Social Bee-Gründerin Zarah Bruhn, iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz und die iGZ-Arbeitsmarktexpertin Cristina Justus.

Nach ihrem BWL-Studium in Mannheim ging sie für ein Jahr nach Stockholm und traf dort durch ihre syrische Freundin auf Geflüchtete aus Afghanistan, Syrien und Afrika. „Die erste Hilfe hat so toll funktioniert, und uns kam ganz viel Dankbarkeit entgegen. Das war ein tolles Gefühl,“ beschreibt Geschäftsführerin Bruhn. Schnell fragte sie sich, was nach drei bis sechs Monaten mit den Geflüchteten geschieht.

Integration

„Integration funktioniert am besten über Arbeit“, betonte sie. Werner Stolz, iGZ-Hauptgeschäftsführer, unterstrich, wie wichtig Zeitarbeit für die Integration von Geflüchteten ist. Jeder fünfte Geflüchtete sei hier tätig. „Zeitarbeit bildet immer wieder die Brücke, um Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“ Auch die Gründerin möchte dieses Sprungbrett mit ihrem iGZ-Mitgliedsunternehmen sein.

Herausforderungen für das junge Team

„Die Behörden und Equal Pay waren große Hürden für unser junges Unternehmen. Zum Glück gibt es die professionelle Unterstützung durch den iGZ. Das iGZ-Formblatt zur Berechnung von Equal Pay hat uns wirklich sehr geholfen“, erinnert sich die junge Frau. Mittlerweile hat Social Bee 18 interne und 97 externe Mitarbeiter unter Vertrag. Sogar einen Auszubildenden zum Personaldienstleistungskaufmann (PDK) beschäftigt sie.

Schweißerprojekt

Bruhn interessierte sich bei dem Gespräch mit den hauptamtlichen Mitarbeitern des iGZ nicht nur für Kontakte in die Zeitarbeitsbranche, sondern auch für das „Schweißerprojekt“ von der Gesellschaft für Schweißtechnik international (GSI) und Bundesagentur für Arbeit (BA). Dabei erhalten Flüchtlinge eine Ausbildung zum Schweißer mit Fördermitteln der BA. Außerdem sprach sie mit Stolz über die Projektgruppe „Zielgruppen am Arbeitsmarkt“, die sich ebenfalls mit der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt beschäftigt. (KM)

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