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150 Teilnehmer beim iGZ-Forum Personalmanagement
28.04.2021

Sinnmöglichkeiten bieten

Mit neuen Ideen für neues Arbeiten beschäftigten sich die Referenten und rund 150 Teilnehmer des iGZ-Forums Personalmanagement via Internet: Ganz im Fokus des Themas Bildung stand die digitale Veranstaltung, die von Clemens von Kleinsorgen, stellvertretender Leiter iGZ-Fachbereich Bildung und Personal/Qualifizierung, und Claudia Schütte,  Organisations- und Personalentwicklung, iGZ-Fachbereich Bildung und Personal/Qualifizierung, eröffnet wurde. „Quo vadis, Bildung?“ fragten denn auch Irene Schubert, stellvertretende iGZ-Bundesvorsitzende, und Christian Bloom, Leiter iGZ-Fachbereich Bildung und Personal/Qualifizierung, zum Auftakt – und lieferten die Antwort gleich mit.

 Irene Schubert, stellvertretende iGZ-Bundesvorsitzende, und Christian Bloom (oben, l.), Leiter iGZ-Fachbereich Bildung und Personal/Qualifizierung, richteten den Bildungsblick nach vorn. Clemens von Kleinsorgen (unten), stellvertretender Leiter iGZ-Fachbereich Bildung und Personal/Qualifizierung, und Claudia Schütte,  Organisations- und Personalentwicklung, iGZ-Fachbereich Bildung und Personal/Qualifizierung, begrüßten die Teilnehmer.
Irene Schubert, stellvertretende iGZ-Bundesvorsitzende, und Christian Bloom (oben, l.), Leiter iGZ-Fachbereich Bildung und Personal/Qualifizierung, richteten den Bildungsblick nach vorn. Clemens von Kleinsorgen (unten), stellvertretender Leiter iGZ-Fachbereich Bildung und Personal/Qualifizierung, und Claudia Schütte, Organisations- und Personalentwicklung, iGZ-Fachbereich Bildung und Personal/Qualifizierung, begrüßten die Teilnehmer.

„Bildung ist ganz hoch angesiedelt und hat einen hohen Stellenwert im iGZ“, betonte Bloom. Irene Schubert erinnerte in diesem Zusammenhang an den Fachkräftemangel, auch daher habe Bildung eine ganz hohe Priorität. Dabei spiele die Digitalisierung eine große Rolle. Als Beispiel nannten beide die neue digitalisierte iGZ-Lernplattform. Bloom: „Wir haben das Präsenzangebot komplett auf digital umgestellt und werden künftig gemischte Formate anbieten.“

Vorteil Online-Seminar

Die stellvertretende iGZ-Bundesvorsitzende nannte die Vorteile – die Angebote ließen sich wesentlich schneller wahrnehmen, denn die Anfahrten fielen weg. Das Programm kann bequem vom Homeoffice oder vom Arbeitsplatz aus aufgerufen werden. Laut Bloom sei das digitalisierte Angebot ebenso breit gefächert wie in Präsenzzeiten und um weitere spezielle Aspekte moderner Bildung, Stichwort Online-Arbeit, erweitert worden. Schubert freute sich, dass der iGZ die Seminare laufend weiterentwickele und dabei beispielsweise auch die Bildungsangebote für angehende Personaldienstleistungskaufleute nicht aus dem Blick verliere.

Kompetenzen weiterentwickeln

„Ideenmanagement als Innovationstreiber“ lautete das Thema, das Dipl.-Ing. Hans-Rüdiger Munzke vorstellte. „Mitarbeiter mitnehmen und deren Kompetenzen weiterentwickeln“ lautete sein Credo. Zum Motor des Erfolgs erläuterte der Referent: „Das wahre Geheimnis des Erfolgs ist die Begeisterung.“ Es gelte, gute Ideen schnell zu erkennen, sie richtig einzuordnen und damit Chancen zu nutzen. Damit werde die Ertragskraft gesteigert, die Effizienz verbessert und der Kundennutzen gemehrt.

Vielschichtige Digitalisierung

Der Medienwissenschaftler Lasse Rheingans richtete unter dem Titel „New Work – New Normal“ den Blick auf die moderne Arbeitswelt. Mit seinem Arbeitszeitmodell in seiner Agentur – weniger Stunden arbeiten bei gleichem Gehalt – sorgte Rheingans bundesweit für Aufsehen. Vieles sei im Wandel und im Umbruch verwies er auf die Vielschichtigkeit von unter anderem Internationalisierung und Digitalisierung. Die Verzahnung verschiedenster Vorgänge erläuterte er anhand des Rückgangs der Kaugummi-Umsätze seit Einführung des iPhones – in der Langeweile wurde das Kauen durch die neue Technik als Tätigkeit ersetzt.

Arbeitswelt hinkt hinterher

Durch moderne Entwicklungen seien zahlreiche technische Einrichtungen ersetzt worden, und das habe ganze Wirtschaftszweige vielfach durcheinander gewirbelt. Diese Entwicklung lasse sich nicht aufhalten: „Sie passiert, und sie passiert immer schneller.“ Dem hinke die Arbeitswelt oft noch hinterher. Massiv unter Beschuss sei etwa der Handel, verwies Rheingans auf das Volumen und den Einfluss von Amazon. Das wirke sich auch auf die Beschäftigten aus. Burn-out, Work-Life-Balance und Teilzeitmodelle seien Reaktionen auf diese Entwicklungen.

Lösungsorientierte Ansätze

Längst finde auch eine neue Form der Auswahl statt: „Die Millenials wollen nicht mehr für jeden arbeiten“, erläuterte er, dass sich der Nachwuchs mittlerweile seinen Arbeitgeber aussuche. Laut einer Untersuchung machen 70 Prozent der Mitarbeiter Dienst nach Vorschrift, 15 Prozent haben laut Rheingans eine emotionale Bindung und sind engagiert, und 15 Prozent haben sich innerlich komplett von ihrem Job verabschiedet. Rheingans verwies auf lösungsorientierte Ansätze auf Basis eines strukturierten Arbeitsablaufs, der auch Raum für kreative Pausen lasse und Aussicht auf arbeitsfreie Zeiten biete. Mit der Coronakrise habe sich zudem die Wichtigkeit des gegenseitigen sozialen Austauschs gezeigt. „Wir treffen uns auch mal einfach nur, um zu quatschen“, nannte er ein Beispiel aus seinem Unternehmen.

Sinnmöglichkeiten bieten

Was Führungskräfte zu sinnstiftender Arbeit beitragen können, erklärte Prof. Dr. Nico Rose, Professor für Wirtschaftspsychologie an der International School of Management (ISM), den Teilnehmern aus seinem Homeoffice. Zum Auftakt zitierte er den österreichischen Neurologen und Psychiater, Viktor Frankl, der im Kontext des Themas formulierte: „Wer Menschen motivieren will und Leistung fordert, muss Sinnmöglichkeiten bieten.“ Der Mensch habe einen Willen zum Sinn und könne nicht anders. Als „Quatsch“ bezeichnete er dabei die Vorstellung, ein Unternehmen definiere das „Warum“ seiner Arbeit und schon funktioniere die Belegschaft und das Arbeiten sei sinnvoll. „Was nützt mir das beste Warum, wenn mein Vorgesetzter ein Arsch ist?“, formulierte Rose bodenständig seine Begründung.

Vertrauen als Basis

Vertrauen sei doch eine Basis für die persönliche Entfaltung in der Arbeit. Motivation müsse in Engagement übersetzt werden – das sei es, was dann die Arbeitsleistung ausmache. Werde die Arbeit als sinnstiftend empfunden, erzeuge das viele positive Effekte – sie sei dann beispielsweise auch ein Schutzfaktor gegen Depressionen. Laut einer Studie würden, so Rose, 90 Prozent Einkommenseinbußen hinnehmen, um eine sinnvoller gestaltete Arbeit zu haben. Die Verzichtsbereitschaft reiche bis hin zu einem Viertel des Einkommens. Je mehr Selbstbestimmung und -verwirklichung, desto größer die Sinnhaftigkeit und damit das Engagement, erläuterte Rose das Sinnpotenzial. Freiräume seien wichtig für das eigene Lebensarbeitsheft.

Workshops

Anschließend ging´s in die Workshops: „Serious Gaming – Trends, Vorteile und Praxisbeispiel“ lautete das Thema von Christine Stütz, Senior Consultant bei HRpepper GmbH & Co. KgaA. Über „Wert-volle Unternehmen = Wert-volle Zeitarbeit. Workshop mit der LEGO® SERIOUS PLAY® Methode“ referierte Julian Kea, Serious Games Facilitator und Team-Coach. Anna-Carina Kern, Referentin und Trainerin am Institut der deutschen Wirtschaft Akademie in Köln, beschäftigte sich mit „Nutzerzentrierte Ideenfindung in HR: Mit Design Thinking das virtuelle Onboarding-Erlebnis neu gestalten“. Mit einer Zusammenfassung der Referenten und einem Schlusswort Schüttes und von Kleinsorgens endete das Forum Personalmanagement. (WLI)

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