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Neujahrstreffen der iGZ-Mitgliedsunternehmen
20.01.2022

Positive Entwicklung für Zeitarbeit prognostiziert

Das neue Jahr ist gerade mal drei Wochen alt, aber schon gibt´s wieder zahlreiche interessante Neuigkeiten für die Zeitarbeitsbranche – zahlreiche interessierte iGZ-Mitglieder aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt nutzten denn auch die Möglichkeit, beim digitalen Neujahrstreffen alles Wissenswerte für ihre Arbeit zu erfahren.

Jens Issel, Leiter der iGZ-Abteilung Kommunikation, und Ulrike Kücker, iGZ-Landesbeauftragte für Sachsen-Anhalt und Thüringen begrüßten die iGZ-Mitglieder zum Neujahrstreffen via Internet.
Jens Issel, Leiter der iGZ-Abteilung Kommunikation, und Ulrike Kücker, iGZ-Landesbeauftragte für Sachsen-Anhalt und Thüringen begrüßten die iGZ-Mitglieder zum Neujahrstreffen via Internet.

Nach der Begrüßung durch Jens Issel, Leiter der iGZ-Abteilung Kommunikation, und Ulrike Kücker, iGZ-Landesbeauftragte für Sachsen-Anhalt und Thüringen analysierte sie die Situation der Zeitarbeit in ihren Regionen. In Thüringen sei die Zahl der Kurzarbeit in der Branche mit einem Zweiprozent-Anteil an der Gesamtzahl noch überraschend hoch. In Sachsen-Anhalt dagegen gebe es lediglich 169 Kurzarbeiter, das entspreche einem Anteil von 0,6 Prozent.

Positive Entwicklung

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt insgesamt für Zeitarbeit entwickele sich jedoch positiv. Sie rechne allerdings nicht damit, das Maß an Zugängen in Zeitarbeit wie in der Phase vor der Coronapandemie kurzfristig wieder zu erreichen. Jetzt gelte es in erster Linie zunächst, die Coronazeit zu überstehen, nannte sie das vornehmliche Ziel. iGZ-Regionalkreisleiter Florian Meyer (Thüringen) betonte, erinnerte an die positive Botschaft aus dem Koalitionsvertrag, dass Zeitarbeit eine für die Wirtschaft wichtige Branche sei. Die Beschäftigtenzahlen in Thüringen, so Meyer, bestätigen diese Aussage. Dirk Hellmann, iGZ-Regionalkreisleiter Sachsen, unterstrich, er erwarte eine  positive Entwicklung für die Zeitarbeit in diesem Jahr. Die Stimmung in der Wirtschaft gesamt sei aktuell denn auch gut.

Förderinstrumente vorgestellt

Clemens von Kleinsorgen, stellvertretender Leiter des iGZ-Fachbereichs Bildung und Personal/Qualifizierung, informierte anschließend über Förderinstrumente der Bundesagentur für Arbeit (BA), die auch für die Zeitarbeitsbranche interessant sind. Unter anderem stellte er das Qualifizierungschancengesetz vor. Angesichts des Fachkräftemangels sei Aus- und Weiterbildung in den Fokus gerückt. Das Gesetz lasse es zu, sowohl bereits Mitarbeitende als auch künftige Mitarbeiter bis hin zu einem Berufsabschluss mit Hilfe von Zuschüssen von bis zu 100 Prozent zu qualifizieren. Anhand von praktischen Beispielen erklärte er das Procedere bei einer abschlussorientierten Qualifizierung entsprechende Fördermittel zu erhalten. Bislang werden die Modelle, so von Kleinsorgen, von der Zeitarbeit allerdings nur sehr wenig genutzt. Auch die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen werde bezuschusst.

Lohnkostenzuschuss

Möglich seien ein Lohnkostenzuschuss in Höhe von bis zu 75 Prozent sowie ein Coaching des Mitarbeiters. Die Förderdauer erstrecke sich über bis zu zwei Jahre. Die Mittel werden für jene bereitsgestellt, die zuvor länger als zwei Jahre arbeitslos waren. Bei Beschäftigten, die vorher sechs Jahre oder länger ALG II bezogen haben, werden 100 Prozent Lohnkostenzuschuss plus Coaching ausgezahlt. Die Förderdauer betrage bis zu fünf Jahre, und der Zuschuss sinke ab dem dritten Jahr um zehn Prozent jährlich.

Einrichtungsbezogene Impfpflicht

Ass. jur. Mandy Ostermeier, iGZ-Fachbereich Arbeits- und Tarifrecht, informierte anschleiend über Neuerungen und aktuelle Entwicklungen im Arbeitsrecht. Bestimmendes Thema sei derzeit die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Demnach, so Ostermeier, müssen Beschäftigte von beispielsweise Kliniken, Pflegeheimen, Arztpraxen und Rettungsdiensten bis zum 15. März 2022 der Leitung der jeweiligen Einrichtung oder des jeweiligen Unternehmens einen Nachweis über eine abgeschlossene Impfung, einen Genesenennachweis oder ein ärztliches Attest über eine medizinische Kontraindikation vorlegen. Mitarbeiter, die in einer entsprechenden Einrichtung ab dem 16. März 2022 tätig werden sollen, haben der Leitung ebenfalls einen Nachweis vorzulegen. Werde kein Nachweis vorlegt, dürfe der/die Betroffene nicht in der jeweiligen Einrichtungen oder Unternehmen beschäftigt werden. Im Dialog stellten die iGZ-Mitglieder fest, dass die Impfquote in den Zeitarbeitsunternehmen der drei Bundesländer recht hoch sei. (WLI)

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