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Pensum Bremen zeigt wie's geht
31.03.2022

Personalvermittlung – eine lohnende Investition

Veränderung zieht Veränderung nach sich: Der Markt entwickelt sich weiter und die Nachfrage ändert sich. Viele Personaldienstleister zollen dem Tribut und stellen ihr Portfolio an angebotenen Leistungen neu auf. Auch iGZ-Mitglied Pensum Bremen GmbH geht seit vier Jahren zusätzlich neue Wege und konzentriert sich zunehmend auf die Personalvermittlung. Hinweis: Dieser Artikel erschien mit weiteren spannenden Artikeln zur Branche zuerst in der neuen Zdirekt!.

Das Pensum-Trio (von links: Sven Janßen, Petra Zarrath, Anneke Meyer) diskutiert über neue Personalstrategien.
Das Pensum-Trio (von links: Sven Janßen, Petra Zarrath, Anneke Meyer) diskutiert über neue Personalstrategien.

In Zeiten von Überlassungshöchstdauer und stetig steigendem Fachkräftemangel gilt es auch für die Zeitarbeitsbranche, sich der aktuellen Arbeitsmarktlage anzupassen. „Der Trend zur Personalvermittlung hat sich mit der AÜG-Reform und dem zunehmenden Mangel qualifizierter Arbeitskräfte noch verstärkt“, erläutert denn auch Sven Janßen, Geschäftsführer des iGZ-Mitgliedsunternehmens Pensum Bremen GmbH, warum die 1999 gegründete Firma seit 2018 verstärkt auf Personalvermittlung setzt. Die Erfahrung zeigt, dass Arbeitnehmer eher selten ihren Job aufgeben um dann in die Zeitarbeitsbranche zu wechseln. Da sei die Vermittlung eine echte Alternative. Bei Pensum kümmern sich Anneke Meyer und Petra Zarrath in diesem Bereich verantwortlich um Angebot und Nachfrage. „Gute Bewerber kommen heute häufig nur noch bei Aussicht auf eine Direktvermittlung“, sind sie sich einig über das Klientel, an das sich die ausgeschriebenen Stellen richtet. „Unser Bewerbermanagement ist stark auf Active Sourcing ausgerichtet“, erklärt Meyer, und Zarrath ergänzt: „Das Recruiting ist deutlich aufwendiger als in der Arbeitnehmerüberlassung.“ Zum Beispiel sei auch die Qualität der Bewerbungsgespräche bei diesen zumeist hochqualifizierten Fachkräften deutlich anspruchsvoller. Headhunter-Methoden bleiben dabei außen vor: „Wir gehen nicht in andere Unternehmen und werben Mitarbeiter ab“, betont das Trio ausdrücklich.

Arbeitnehmerüberlassung nimmt ab

„Im Fachkräftebereich wird sich das Procedere wandeln“, prognostiziert Janßen. Gut ausgebildete Berufstätige werden seiner Einschätzung nach künftig nur noch selten via Arbeitnehmerüberlassung besetzt. Der Personaldienstleister übernehme quasi eine Aufgabe der Personalabteilung des Kunden im Bereich Recruiting, erläutert Janßen. Gemeinsam werden die Anforderungen der zu besetzenden Stelle definiert – Pensum kümmere sich dann um die Stellenausschreibung, Auswahl und Bewerbungsgespräche. „40 Prozent“, schätzt Janßen, „beträgt der Anteil der Vermittlung an unserer Gesamtleistung.“ Das Prinzip der Personalvermittlung ziehe mittlerweile auch Interessierte an, die sich initiativ bewerben, „denn die Personalvermittlung öffnet auch Türen zu höheren Managementposten“, blickt Anneke Meyer auf erfolgreiche Vermittlungen.

Von Social Media bis zur Mund-zu-Mund-Propaganda

„Das A und O ist ein gutes Netzwerk“, betont Zarrath in diesem Zusammenhang. Und dazu gehöre außerdem zwingend ein sehr gutes Bewerbermanagementsystem. Die Diplom-Kauffrau verweist auf den großen Aufwand, der bei der Anwerbung betrieben werden müsse: „Wir sind laufend in den Onlinebörsen und den Social-Media-Plattformen unterwegs.“ Dabei werden beispielsweise Profile in XING auf nachgefragte Merkmale gescannt. Da sei oft auch Durchhaltevermögen gefragt, denn der Recruitingprozess dauere auch manchmal bis zu einem halben Jahr. Auch unter den Stellenanzeigen der Bundesagentur für Arbeit (BA) könne ein Angebot eingestellt werden – allerdings unterstütze die BA nur bei Arbeitnehmerüberlassung, hier sei nur die bloße Ausschreibung möglich. Kontakt- und Beziehungspflege spiele eine sehr wichtige Rolle – auch auf diesem Sektor sei die persönliche Weiterempfehlung von Kunden und Bewerbern eminent wichtig. Parallel dazu, so M.A. Anneke Meyer, gelte es, Trends auf dem Arbeitsmarkt zu beobachten. „Nicht nur die Ansprüche, auch die möglichen Kandidaten entwickeln sich laufend weiter“, weiß sie aus Erfahrung.

Übernahme gewinnt an Relevanz

Die Personalvermittlung habe sich zudem auf den Bereich Arbeitnehmerüberlassung ausgewirkt: „Oft wird von den Kunden schon unter dem Aspekt der Übernahme nachgefragt. Wir haben aktuell eine Quote von 50 Prozent“, verdeutlicht Zarrath die Effekte. Gerade Berufseinsteiger, hat Janßen festgestellt, nutzen die Zeitarbeit, um ein Unternehmen näher kennenzulernen und bekommen im Idealfall anschließend ein Übernahmeangebot. Nach Einschätzung von Betriebswirt Janßen werde es die Überlassung auch weiterhin geben, jedoch vermehrt da, wo kurzfristig schnelle Einsätze – wie etwa im Logistikbereich und in der Pflege – gefragt sind. Jeder Personaldienstleister, so Zarrath, könne zusätzlich Personalvermittlung anbieten – müsse sich aber darauf gefasst machen, dass dafür ein hohes Niveau in der Qualität unabdingbar sei. „Das“, betont Janßen, „macht auch hohe Investitionen, unter anderem in die Qualifizierung des eigenen Mitarbeiterteams und die technischen Anforderungen erforderlich.“ Eine Investition, die sich offenbar lohnt: „Mittlerweile wird Pensum von Kunden und Bewerbern als kompetenter Partner im Recruitingprozess gesehen“, freuen sich die Drei. (WLI)

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