Direkt zum Inhalt
Printer Friendly, PDF & Email
Antrag beim Bundesministerium gestellt
19.08.2019

Neue Mindestlöhne für Dachdecker ab 2020

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt ( ) haben sich für 2020 und 2021 auf neue Mindestlöhne geeinigt. Das Verhandlungsergebnis wurde jetzt fristgerecht von beiden Parteien angenommen. Gelernte Arbeitnehmer oder Gesellen verdienen dann ab 1.1.2020 13,60 Euro und ein Jahr später ab 2021 14,10 Euro pro Stunde. Ungelernte Arbeitnehmer verdienen ab 1.1.2020 dann 12,40 Euro und ab 2021 dann 12,60 Euro pro Stunde. Der endet am 31. Dezember 2021.

Dachdecker-Mindestlohn steigt: Gelernte Arbeitnehmer oder Gesellen verdienen dann ab 1.1.2020 13,60 Euro.
Dachdecker-Mindestlohn steigt: Gelernte Arbeitnehmer oder Gesellen verdienen dann ab 1.1.2020 13,60 Euro.

Die Sozialpartner werden nun gemeinsam den Antrag auf Erlass einer Rechtsverordnung beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales stellen. Damit wird der

Ein ist ein in der Höhe festgelegtes, kleinstes rechtlich zulässiges Arbeitsentgelt. Die Festsetzung erfolgt durch eine gesetzliche Regelung, durch eine Festschreibung in einem allgemeinverbindlichen oder implizit durch das Verbot von Lohnwucher. Eine Mindestlohnregelung kann sich auf den Stundensatz oder den Monatslohn bei Vollzeitbeschäftigung beziehen. Neben nationalen Mindestlöhnen gibt es auch regionale Varianten, die sich z. B. auf Bundesstaaten oder Städte beziehen. Eine weitere Erscheinungsform sind branchenspezifische Mindestlöhne.

- wie bisher schon - allgemeinverbindlich und gilt für alle Dachdeckerunternehmen (in- und ausländische), die in Deutschland tätig sind. Der Mindestlohn gilt erst mit Veröffentlichung im Bundesanzeiger.

Weniger Mindestlohnverordnungen

Die Anzahl der nach dem

Das ( ) vom 26. Februar 1996 ist ein Gesetz, auf dessen Grundlage in Deutschland in bestimmten Branchen Mindeststandards für Arbeitsbedingungen festgelegt werden können. Ursprüngliches Ziel des Gesetzes war die Festschreibung zwingender Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer, die von im Ausland ansässigen Arbeitgebern zur grenzüberschreitenden Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere im Bauhaupt- und Baunebengewerbe, nach Deutschland entsandt werden. Daneben bietet das Gesetz aber auch eine rechtliche Möglichkeit, über die Gruppe der aus dem Ausland entsandten Arbeitnehmer hinaus auch für alle im Inland tätigen Arbeitnehmer Mindestarbeitsbedingungen zur Geltung zu bringen.

(

Das Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) vom 26. Februar 1996 ist ein Gesetz, auf dessen Grundlage in Deutschland in bestimmten Branchen Mindeststandards für Arbeitsbedingungen festgelegt werden können. Ursprüngliches Ziel des Gesetzes war die Festschreibung zwingender Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer, die von im Ausland ansässigen Arbeitgebern zur grenzüberschreitenden Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere im Bauhaupt- und Baunebengewerbe, nach Deutschland entsandt werden. Daneben bietet das Gesetz aber auch eine rechtliche Möglichkeit, über die Gruppe der aus dem Ausland entsandten Arbeitnehmer hinaus auch für alle im Inland tätigen Arbeitnehmer Mindestarbeitsbedingungen zur Geltung zu bringen.

) zu beachtenden Branchenmindestlöhne hat sich insgesamt deutlich reduziert. Grund hierfür ist das Mindestlohngesetz: Nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes Anfang 2015 hatten Niedriglohnbranchen die Möglichkeit, ihre Branchenmindestlöhne zunächst abzusichern, selbst wenn diese unterhalb des gesetzlichen Mindestlohnes lagen. Diese Ausnahmeregelung ist Ende 2017 außer Kraft getreten. AEntG-Mindestlöhne unterhalb des gesetzlichen Mindestlohnes sind nun nicht mehr zulässig. Im Hinblick auf die Vergütung von Zeitarbeitnehmern, die in diese Bereiche überlassen werden, ergebe sich laut Rechtsexpertin Sabine Freitag keine Besonderheiten mehr. Die Vergütung richte sich regulär nach den Vorgaben des iGZ-

Der Deutsche Gewerkschaftsbund ( ) ist die größte Dachorganisation von Einzelgewerkschaften. Ihm gehören acht Mitgliedsgewerkschaften in der Bundesrepublik Deutschland an. Diese decken alle Branchen und Wirtschaftsbereiche ab. Es gibt jedoch auch Gewerkschaften, die nicht zum DGB gehören. Der DGB versteht sich als Stimme der Gewerkschaften und Arbeitnehmer gegenüber politischen Entscheidungsträgern und Verbänden in Bund, Ländern und Gemeinden und koordiniert die gewerkschaftlichen Aktivitäten. Er ist von Anfang an dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft verpflichtet. Der DGB wurde am 12. Oktober 1949 in München gegründet.

-Tarifwerkes. (KM/SF)

Neueste Artikel