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Fachkräftemangel bringt Branche zum Umdenken
08.04.2015

Neue Geschäftsfelder suchen

Die hohe Übernahmequote sorgt dafür, dass sich die Zeitarbeitsbranche verstärkt auf die Suche nach neuen Geschäftsfeldern machen muss, urteilen die Kieler Nachrichten. Oliver Nazareth, iGZ-Landesbeauftragter Schleswig-Holstein, bestätigt diesen Trend gegenüber der Zeitung: „Viele Industrieunternehmen – gerade Unternehmen, die nach Fernost liefern – übernehmen unsere Zeitarbeiter.“

Grund sei, dass der wirtschaftliche Aufschwung gepaart mit dem schwachen Euro vor allem bei exportierenden Unternehmen für eine hohe Auftragslage sorge. Hinzu komme der demografische Wandel: „Gut ausgebildete Arbeitnehmer gehen jetzt in Rente, der entsprechende Nachwuchs aber fehlt“, beschreiben die Kieler Nachrichten.

Rekrutierung wird schwieriger

Dieses Problem trifft auch die Zeitarbeitsunternehmen. Die hohe Übernahmequote sieht Nazareth daher mit „einem lachenden und einem weinenden Auge“. Auf der einen Seite zeugt sie davon, dass die Zeitarbeitsfirma den passenden Mitarbeiter für den Kundenbetrieb ausgewählt hat. Auf der anderen Seite wird es auch für Zeitarbeitsunternehmen immer schwieriger, geeignete Arbeitnehmer zu finden.

Weiterbildung und Spezialisierung

Daher gelte es, sich auf bestimmte Branchen zu spezialisieren oder nach zusätzlichen Geschäftsfeldern zu suchen, rät iGZ-Pressesprecher Wolfram Linke. „Unsere Mitgliedsfirmen übernehmen quasi die Aufgaben von Personalabteilungen – von der Zeitungsanzeige bis hin zum Bewerbungsgespräch“, stellt er mögliche Tätigkeitsfelder im Personalmanagement vor. Zudem sei die Weiterbildung von Arbeitskräften wichtig, um dem eigenen Fachkräftemangel zu begegnen. (ML)

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