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Lünendonk veröffentlicht Zeitarbeitsranking
20.05.2021

Nachfrage begrenzt Umsatzrückgänge

Die führenden Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland haben im Corona-Jahr 2020 im Durchschnitt einen Umsatzrückgang von 16,4 Prozent gegenüber 2019 verkraften müssen. Damit wirkte sich die krisenbedingt schwache Nachfrage weniger stark auf die Branche aus als die Finanz- und Wirtschaftskrise (2009: -23,8 Prozent). Der schwachen Nachfrage aus der für die Unternehmen wichtigen Automobilindustrie steht ein deutlich höherer Personalbedarf aus der Logistik respektive dem (Online-)Handel sowie der öffentlichen Hand und der Chemie-/Pharmaindustrie gegenüber.

Lünendonk stellte fest: Der schwachen Nachfrage aus der für die Unternehmen wichtigen Automobilindustrie steht ein deutlich höherer Personalbedarf aus der Logistik respektive dem (Online-)Handel sowie der öffentlichen Hand und der Chemie-/Pharmaindustrie gegenüber.
Lünendonk stellte fest: Der schwachen Nachfrage aus der für die Unternehmen wichtigen Automobilindustrie steht ein deutlich höherer Personalbedarf aus der Logistik respektive dem (Online-)Handel sowie der öffentlichen Hand und der Chemie-/Pharmaindustrie gegenüber.

Das sind erste Ergebnisse der Lünendonk-Liste und -Studie 2021 „Führende Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland“, die das Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder veröffentlichte. Marktführer ist unverändert Randstad mit einem Umsatz von 1.562,0 Millionen Euro. Noch im Vorjahr verzeichnete das Unternehmen 1.928,0 Millionen Euro. Dem Umsatzrückgang von 19,0 Prozent steht ein Rückgang der Zeitarbeitnehmenden von 22,2 Prozent gegenüber. Auf Rang zwei folgt wie in den Vorjahren Adecco mit nun 1.108,9 Millionen Euro (-17,2 Prozent). Erstmals seit 2015 ist Persona Service aus Lüdenscheid mit einem Umsatz von 557,4 Millionen Euro (-21,4 Prozent) wieder auf Rang drei gelistet. Persona tauscht den Listenplatz mit Manpower (537,0 Mio. Euro, -26,7 Prozent).

Zusammenschluss

Neu auf Listenplatz sechs ist laut Lünendonk-Pressemitteilung House of HR Germany, die seit dem Zusammenschluss der Timepartner und der Zaquensis gemeinsam berichten. Beide Unternehmen zusammen kommen auf ein Umsatzminus von 56,5 Millionen Euro (-14,5 Prozent). Hays Professional Solutions verzeichne ebenfalls einen Umsatzrückgang und erreiche nun 294,3 Millionen Euro (-23,1 Prozent) und Rang sieben des Rankings.

Umsätze gesteigert

Nur zwei Unternehmen steigerten, so die Mitteilung, den Umsatz gegen den Markttrend: Sowohl von Amadeus FiRe (+20,2 Prozent und Rang 8, 2020: Rang 13) als auch von der Gi Group (+65,6 Prozent, Rang 17, 2020: Rang 25) wurden übernommene Gesellschaften konsolidiert. Amadeus FiRe ist damit erstmals in der Top 10 vertreten.

Starkes Geschäftsjahr

Die Stuttgarter Dekra Arbeit (-37,3 Prozent) sei nun auf Platz neun des Rankings platziert (2020: 6). Die Top 10 werde von Orizon aus Augsburg komplettiert (-18,3 Prozent). Das Bielefelder Unternehmen Piening falle trotz eines im Vergleich starken Geschäftsjahres mit einem Umsatzrückgang von nur -9,6 Prozent aus den Top 10. Neu im Ranking sei die Pluss Personalmanagement mit einem Umsatz von 104,0 Millionen Euro (Rang 23).

Nutzen unter Beweis gestellt

Thomas Ball, Partner bei Lünendonk, kommentiert: „Ohne das starke vierte Quartal wäre der durchschnittliche Umsatzrückgang im Markt noch stärker ausgefallen. Die Branche hat in der Bilanz des letzten Jahres ihren volkswirtschaftlichen Nutzen erneut unter Beweis gestellt und ihren Kunden für eine unvorhersehbare Krise Flexibilität ermöglicht. Das gilt sowohl für den Nachfrageeinbruch in vielen Branchen als auch für die Sonderkonjunktur in systemrelevanten Wirtschaftszweigen sowie der stark gefragten Logistik sowie Pharma- und Medizinindustrie.“

Entwicklungsbeschleuniger Corona

Studienautorin und Lünendonk-Beraterin Lena Krumm ergänzt: „Corona wirkt auch in der Zeitarbeit als Entwicklungsbeschleuniger. Über die führenden Unternehmen hinaus haben Dienstleister mit einem hohen Digitalisierungs- und Automatisierungsgrad besonders schnell auf kurzfristige Personalanforderungen gerade in der Logistik reagieren können. Folglich steht die Digitalisierung nun auch bei vielen Unternehmen ganz oben auf der Agenda, die sich bisher zurückhaltend gezeigt haben.“ Das Ranking steht ab sofort unter www.luenendonk.de zum Download bereit, die umfangreiche Marktstudie erscheint voraussichtlich im Juni 2021. (WLI)

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