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Monatsbericht der BA - Zeitarbeit bleibt rückläufig
31.01.2019

Mitarbeiternachfrage auf hohem Niveau

822.800 Zeitarbeitnehmer zählte das Statistische Amt der Bundesagentur für Arbeit im November 2018. Laut BA-Monatsbericht Januar 2019 hat die Zeitarbeitsbranche damit erneut einen Rückgang von 5.700 (0,7 Prozent) Arbeitskräften im Vergleich zum Monat Oktober 2018 zu verzeichnen. Weitaus größer ist das Gefälle beim Vergleich mit der Zahl von November 2017. Ein Minus von 92.000 Zeitarbeitnehmern – 10,1 Prozent weniger – schlägt bei der Arbeitnehmerüberlassung innerhalb eines Jahres zu Buche.

Die Zahl der offenen Ausbildungsstellen steigt weiter - nach wie vor werden Auszubildende gesucht.
Die Zahl der offenen Ausbildungsstellen steigt weiter - nach wie vor werden Auszubildende gesucht.

Insgesamt sei der Arbeitsmarkt laut BA gut in das neue Jahr gestartet. „Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind – wie im Januar üblich – gestiegen. Saisonbereinigt sind beide Größen zurückgegangen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setzte ihren Wachstumskurs fort, und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern bleibt auf einem sehr hohen Niveau.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele.

Arbeitslosigkeit gestiegen

Im Zuge der Winterpause ist die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar um 196.000 auf 2.406.000 gestiegen. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den Januar ein Rückgang um 2.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 165.000 weniger Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch Beschäftigte in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 22.000 gesunken. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung im Januar 2019 bei 3.291.000. Das waren 222.000 weniger als vor einem Jahr.

45,08 Millionen Erwerbstätige

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Dezember saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 42.000 erhöht. Mit 45,08 Millionen Beschäftigten fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 488.000 höher aus. Das Plus beruht weit überwiegend auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 666.000 gestiegen. Insgesamt waren im November nach hochgerechneten Angaben der BA 33,50 Millionen Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Saisonbereinigt ergibt sich von Oktober auf November ein Anstieg um 50.000.

Arbeitsstellen

Der Personalbedarf bleibt zum Jahresbeginn anhaltend hoch. Im Januar waren 758.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 21.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen leicht um 3.000 Stellen erhöht.

Ausbildungsplätze

Von Oktober 2018 bis Januar 2019 waren insgesamt 72.000 Ausbildungsstellen noch zum sofortigen Beginn gemeldet, die besetzt werden sollten. Davon waren im Januar noch 11.000 unbesetzt. Gleichzeitig waren 67.000 Bewerber gemeldet, die weiterhin, erneut oder erstmalig eine Ausbildung zum sofortigen Eintritt suchten. Insgesamt waren im Januar 2019 – zum Ende der Nachvermittlung – noch 27.000 gemeldete Bewerber unversorgt sowie weitere 21.000 Bewerber, trotz vorhandener Alternative, weiterhin auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle.

Bewerberzahlen

Im Januar liegen erste Daten für das neue Berufsberatungsjahr 2018/19 vor. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen liegt mit 413.000 um 18.000 höher als im Januar des Vorjahres. Die Bewerberzahl bewegt sich mit 318.000 um 6.000 unter dem Vorjahresniveau. Der Ausbildungsmarkt ist aktuell noch sehr stark in Bewegung.  (WLI)

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