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Warum die Leistung der Zeitarbeit so schwer zu messen ist
16.03.2022

Mit einer Rohrzange Nägel nageln

Über die Zeitarbeit wird viel von außen gesprochen und entschieden, dabei passiert dies oft auf Grundlage falschen oder ungenauen Wissens. Das liegt auch daran, dass das richtige Instrument fehlt, um die Leistung der Zeitarbeitsbranche zu messen. Diandra Schlitt, iGZ-Fachbereich Politische Grundsatzfragen, hat sich im iGZ-Blog mit dem Thema beschäftigt.

Momentan fehlt das Messinstrument für die Zeitarbeitsbranche - die Folge: fehlende oder ungenaue Daten und Fakten.
Momentan fehlt das Messinstrument für die Zeitarbeitsbranche - die Folge: fehlende oder ungenaue Daten und Fakten.

Ein grundlegender Fehler sei die veraltete Sicht auf den Arbeitsmarkt, es gebe nur zwei Seiten: den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer. Die Personaldienstleistung und ihr Verhältnis zum Kundenbetrieb bleibe bei der Messung außen vor, kritisiert Schlitt.

Fehlende Fakten

"Wir wissen nichts über den Bereich des dritten Akteurs und damit über die Einsätze von Zeitarbeitnehmern. Den Statistikämtern liegen somit keine Informationen zu den Einsatzbranchen, Einsatzdauern und den Übernahmen von Kunden vor." Dies führe zu unpräzisen Ergebnissen bei der Bewertung der Branche.

Unklare Folgen

Die Folge von fehlenden Daten und Fakten: nicht nachvollziehbare Entscheidungen, wie etwa das Zeitarbeitsverbot in der Fleischindustrie. "Und das obwohl nicht nur der iGZ mehrfach darauf hingewiesen hatte, dass die Regierung in ihrer Begründung noch nicht einmal die Anzahl der Zeitarbeitnehmer in der Fleischbranche beziffern konnte.", erinnert sich die politische Referentin.

iGZ-Informationsangebot

Um dem entgegenzuwirken, veröffentlicht der iGZ eine Broschüre mit Informationen für Forschungsprojekte, in der die wichtigsten theoretischen Grundlagen und Fakten sowie Besonderheiten der amtlichen Statistik der Arbeitnehmerüberlassung zusammengefasst sind. Hier geht's zur Broschüre.

Wie sehr grundlegende Daten über die Zeitarbeitsbranche fehlen und welche Folgen das hat, erklärt Diandra Schlitt im iGZ-Blog. Zum Blogbeitrag geht's hier.

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