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iGZ-Projektgruppe diskutiert und realisiert Möglichkeiten
07.11.2016

Maßnahmen zur Flüchtlingsintegration entwickelt

Praxisorientierte Tipps für den Arbeitsalltag sind das Ziel der Projektgruppe „Integration von Flüchtlingen“ des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). Ein Thema, das offenbar auf großes Interesse stößt: In großer Runde trafen sich jetzt Vertreter von iGZ-Mitgliedsfirmen, um mögliche Projekte zusammen mit iGZ-Mitarbeitern zu diskutieren.

Angesichts der Flüchtlingswelle im vergangenen Jahr wurde vielen deutlich: „Wir müssen etwas tun.“ Auf Anregung des Vorstandes des iGZ wurde daraufhin die Projektgruppe „Integration von Flüchtlingen“ gegründet.

Flüchtlinge in Zeitarbeit

Zunächst stellte Katharina Leusing, iGZ-Referat Arbeitsmarktpolitik, eine Sonderauswertung vor, die von der Bundesagentur für Arbeit exklusiv für die Projektgruppe angefertigt wurde. Im Dezember 2015 waren 950.644 Arbeitnehmer in der Zeitarbeit beschäftigt. 718.850 von ihnen sind Deutsche, 231.283 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. Das entspricht einem Anteil von 24 Prozent. Knapp vier Prozent dieser Ausländer kommen aus den Kriegs- und Krisenländern, aus den Balkanstaaten stammen rund fünf Prozent. Dieser Anteil hat sich seit 2013 kaum verändert.

Hilfsmittel für Mitglieder

Auf der Agenda standen außerdem Handlungsempfehlungen, wie die Mitgliedsunternehmen Flüchtlinge integrieren können und was sie dabei beachten müssen. Neben grundsätzlichen Themen wie Zahlen zu Flüchtlingen und Einwanderung ging es bei dem Treffen auch konkret um einzelne Projekte zur Integration von Asylbewerbern. Passend dazu wurden entsprechende Förderinstrumente erläutert und der Ablauf eines Asylverfahrens vorgestellt. Die Ergebnisse und entsprechende Hilfsmittel werden den Mitgliedsunternehmen anschließend exklusiv zur Verfügung gestellt.

Lehrgang zur Integration

Der iGZ bietet bereits Seminare an, in denen Mitarbeiter zu Integrationsexperten in Zeitarbeitsunternehmen ausgebildet werden. Die Referenten informieren über Rechtsfragen rund um die Beschäftigung von Flüchtlingen und anderen Beschäftigten mit Migrationshintergrund in der Zeitarbeit. Die Teilnehmer werden interkulturell geschult und über Fördermaßnahmen sowie besondere Aspekte informiert. Der nächste Lehrgang findet vom 17. bis zum 19. Januar in Münster statt. (AA)

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