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IAB-Arbeitsmarktbarometer im Dezember gefallen
28.12.2018

Leichter Dämpfer durch Konjunktur-Abschwächung

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist erstmals seit einem halben Jahr wieder gefallen. Im Dezember ging der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) um 0,5 Punkte auf 104,0 Punkte zurück.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) registrierte für Dezember einen leichten Dämpfer durch die Abschwächung der Konjunktur.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) registrierte für Dezember einen leichten Dämpfer durch die Abschwächung der Konjunktur.

Deutlich höhere Werte des IAB-Arbeitsmarktbarometers hat es laut IAB-Pressemitteilung aber seit 2012 nur im vergangenen Winter gegeben. Auch wenn die aktuelle konjunkturelle Abschwächung einen leichten Dämpfer nach sich zieht, ist damit weiterhin eine gute Arbeitsmarktentwicklung zu erwarten. „Brexit, Trump, Diesel – die Wirtschaft hat Gegenwind. Aber am Arbeitsmarkt geht es auch im neuen Jahr weiter aufwärts“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Moderate Rückgänge

Die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers liegt im Dezember nach einem Minus von 0,5 Punkten bei 101,4 Punkten. Dies zeigt moderate Rückgänge der Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten an. Die Beschäftigungskomponente verliert zwar 0,4 Punkte, befindet sich mit 106,6 Punkten aber weit im positiven Bereich.

Binnenkonjunktur

Steigende Einkommen aus Beschäftigung seien laut Weber auch für die Konjunktur eine entscheidende Stütze: „Die Arbeitsmarktentwicklung stärkt die Binnenkonjunktur und macht einen Wirtschaftsabschwung in Deutschland trotz der weltwirtschaftlichen Störfaktoren unwahrscheinlich.“

Frühindikator

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. (WLI)

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