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Bundesagentur veröffentlicht Monatsbericht
29.10.2020

Leichte Erholung auf dem Zeitarbeitsmarkt

Die leichte sommerlich Entspannung in der Coronakrise zeichnete sich laut Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Monat August auch in der Zeitarbeitsbranche ab: Das Statistische Amt registrierte ein Plus von 6.600 (ein Prozent) Mitarbeitern im Vergleich zum Juli 2020 – im August gab es demnach 643.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Zeitarbeitsbranche. Weiterhin tief in den roten Zahlen bewegt sich dagegen der Vorjahresvergleich: 750.100 Mitarbeiter waren im August 2019 in der Zeitarbeit aktiv. Seitdem sank die Zahl bis August 2020 um 106.400 (minus 14,2 Prozent) auf den aktuellen Stand.

Das Statistische Amt registrierte ein Plus von 6.600 (ein Prozent) Mitarbeitern im Vergleich zum Juli 2020 – im August gab es demnach 643.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Zeitarbeitsbranche.
Das Statistische Amt registrierte ein Plus von 6.600 (ein Prozent) Mitarbeitern im Vergleich zum Juli 2020 – im August gab es demnach 643.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Zeitarbeitsbranche.

Ähnlich positiv fiel das Fazit von Detlef Scheele, BA-Vorstandsvorsitzender, für die gesamtwirtschaftliche Situation am Arbeitsmarkt aus: „Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind im Oktober kräftig gesunken. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit nimmt weiter ab. Nach wie vor zeigen sich am Arbeitsmarkt aber deutliche Spuren der ersten Welle der Corona-Pandemie.“

Arbeitslosigkeit gesunken

Die Arbeitslosigkeit sei im Zuge der Herbstbelebung im Oktober kräftig gesunken. Mit 2.760.000 liege die Zahl der Arbeitslosen laut BA-Pressemitteilung um 87.000 niedriger als im Vormonat. Saisonbereinigt habe sie sich um 35.000 verringert. Gegenüber dem Vorjahr habe sich die Arbeitslosenzahl um 556.000 erhöht. Die Arbeitslosenquote sank von September auf Oktober um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent, verzeichnet aber im Vergleich zum Oktober des vorigen Jahres ein Plus von 1,2 Prozentpunkten. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im September auf 4,4 Prozent.

Unterbeschäftigung rückläufig

Die Unterbeschäftigung, die auch Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtige, sei saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 40.000 gesunken. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung laut BA im Oktober 2020 bei 3.552.000 Arbeitnehmern. Das waren 420.000 mehr als vor einem Jahr.

Kurzarbeit stabil

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten zu geprüften Anzeigen wurde vom 1. bis einschließlich 25. Oktober für 96.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Damit liege die Zahl der Beschäftigten, für die Kurzarbeit angezeigt werde, in etwa auf dem Vormonatsniveau. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen, so die BA, bis August zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im August für 2,58 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds habe nach dem bisherigen Höchststand im April mit knapp sechs Millionen sukzessive abgenommen.

44,86 Millionen Beschäftigte

Mit den wirtschaftlichen Beschränkungen in Folge der Corona-Krise haben sich Erwerbstätigkeit und Beschäftigung deutlich verringert, aktuell stabilisieren sie sich jedoch auf dem niedrigeren Niveau. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im September saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 24.000 erhöht. Mit 44,86 Millionen Tätigen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 649.000 niedriger aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm saisonbereinigt von Juli auf August um 29.000 zu. Im Vergleich zum Vorjahr ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im August nach Hochrechnungen der BA um 104.000 auf 33,51 Millionen Beschäftigte gesunken.

Nachfrage erholt sich

Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften sei zu Beginn der Corona-Krise massiv zurückgegangen, erhole sich aktuell aber weiter merklich. Im Oktober waren 602.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 162.000 weniger als vor einem Jahr. Saisonbereinigt habe sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen um 17.000 erhöht. (WLI)

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