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Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
08.06.2018

Kräftiger Anstieg der Erwerbstätigkeit

Im ersten Quartal 2018 ist die Erwerbstätigkeit kräftig angestiegen: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stellte einen Zuwachs von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal fest. Aufgrund der Grippewelle und der Lage der Feiertage war der Anstieg bei den geleisteten Arbeitsstunden allerdings deutlich geringer.

Verglichen mit dem Vorquartal zeigte sich bei der Erwerbstätigkeit saison- und kalenderbereinigt ein Zuwachs von 0,4 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen lag im ersten Quartal 2018 bei mehr als 44,3 Millionen. Die Zahl der Beschäftigten wuchs im ersten Quartal mit einem Zuwachs von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal stärker als die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt, zu denen auch die Selbständigen gehören. Die Teilzeitquote bei den Beschäftigten betrug unverändert 39 Prozent, da der prozentuale Anstieg bei den Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten in gleicher Höhe ausfiel, so das IAB.

Gesamtarbeitsstunden gestiegen

Insgesamt 15,3 Milliarden Stunden arbeiteten die Erwerbstätigen im ersten Quartal. Das entspreche einem Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Gegenüber dem Vorquartal bedeute das saison- und kalenderbereinigt ebenfalls einen Anstieg von 0,1 Prozent.

Durchschnittliche Arbeitszeit gesunken

Die durchschnittliche Arbeitszeit pro Erwerbstätigem lag im ersten Quartal bei 345,4 Stunden. Gegenüber dem Vorjahresquartal sei sie um 1,3 Prozent gesunken. Im ersten Quartal 2018 standen mit 62,6 Tagen aufgrund der Lage der Feiertage rund zwei Arbeitstage weniger zur Verfügung als im Vorjahresquartal. Der Krankenstand der Beschäftigten lag bei rund 5,5 Prozent und sei somit um 0,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Grund hierfür sei die starke Verbreitung der Influenza gewesen. Im Vergleich zum Vorquartal sei die Arbeitszeit saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent gesunken.

Vereinbarte Wochenarbeitszeit

Die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit sei gegenüber dem Vorjahresquartal mit insgesamt rund 30 Stunden weitgehend unverändert geblieben. Vollzeitbeschäftigte arbeiteten im Durchschnitt rund 38 Stunden, Teilzeitbeschäftigte rund 17 Stunden. Bei den Vollzeitbeschäftigten sei die durchschnittliche vereinbarte Arbeitszeit nahezu gleich geblieben, während bei den Teilzeitbeschäftigten ein Anstieg um 0,2 Prozent zu verzeichnen sei. „Der Anstieg der Arbeitszeit bei den Teilzeitbeschäftigten ist auf den weiterhin sinkenden Anteil geringfügig Beschäftigter in dieser Gruppe zurückzuführen“, erklärte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Überstunden

Die bezahlten Überstunden sind im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal leicht gestiegen (+0,2 Stunden), während die Zahl der unbezahlten Überstunden etwa gleich blieb. Im Durchschnitt waren es 5,2 bezahlte Überstunden und 5,9 unbezahlte Überstunden je Beschäftigtem. (ML)

Auf seiner Interseite stellt das IAB eine Tabelle zur Entwicklung der Arbeitszeit sowie eine lange Zeitreihe mit den Jahreszahlen ab 1991 zur Verfügung. Außerdem gibt es Informationen zur Verbreitung von bezahlten und unbezahlten Überstunden.

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