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iGZ-Forum Personalmanagement: Barcamps in Raum „Palma II“
25.01.2017

Imagebildung als Daueraufgabe

Was können Zeitarbeitsunternehmen tun, um das Thema Personalentwicklung künftig besser zu vermarkten? Wie kann die Branche an der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt mitwirken? Und: Auf welche Weise können Unternehmer ihrerseits zu einem Imagegewinn der Zeitarbeit beitragen? Diese und ähnliche Fragen diskutierten die Teilnehmer der BarCamps beim iGZ-Forum Personalmanagement im Melià Hotel Berlin im Raum „Palma II“.

„Haben Sie sich schon mal mit dieser Thematik beschäftigt und welche Erfahrungen haben Sie gemacht?“ Mit dieser Einstiegsfrage eröffnete iGZ-Mitglied Christina Koch, Christina Koch GmbH, eines der BarCamps zur „Vermarktung von Personalentwicklung“ und leitete damit zum Wissensaustausch in einer Runde von knapp 20 Teilnehmern über.

Austausch

Mit deutlichen Worten skizzierte iGZ-Referentin Birgitt Peters die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt: „Schon jetzt bestehen Schwierigkeiten, geeignete Facharbeiter zu finden und sie langfristig zu binden. Diese Problematik wird sich in den kommenden Jahren noch weiter verschärfen.“ Um dieser Entwicklung effektiv entgegenzuwirken, empfahl sie Weiterbildungsangebote zum Alleinstellungsmerkmal auszubauen: „Nutzen Sie ihren Wettbewerbsvorteil, während viele andere noch schlafen.“

Gegenwind

Es zeigte sich, dass beim Thema Personalentwicklung vor allem die Mitarbeiter kleinerer Betriebe schnell an ihre Grenzen stoßen: „Zu teuer, zu zeitaufwändig“ lauteten die gängigen Argumente, mit denen fast jeder von ihnen bereits konfrontiert worden war. Dem hielt Thomas Voß, Piening GmbH, entgegen, das Thema langfristiger anzugehen: „Personalentwicklung kann man nicht in einem Jahr etablieren. Setzen Sie sich einen zeitlichen Rahmen von drei bis fünf Jahren“, lautete seine Empfehlung. Überdies ermutigte er die Teilnehmer, auch Aufgaben zu delegieren: „Spannen Sie Ihre Disponenten mit ein. Alleine ist der Job nicht zu schaffen.“

Wettbewerbsvorteil

Ähnlich komplex gestalteten sich die Fragestellungen rund um das Thema „Flüchtlingsintegration“. Die Erfahrungen zeigten, dass sich viele Unternehmer mit den vielfältigen Problemstellungen und bürokratischen Hürden allein gelassen fühlen. In diesem Zusammenhang berichtete Clemens von Kleinsorgen, Referent Arbeitsmarktpolitik beim iGZ, über ein Modellprojekt des iGZ mit der Bundesagentur für Arbeit Ahlen-Münster: Ziel ist es, die Eingliederungschancen von Flüchtlingen durch Vermittlung in Zeitarbeitsunternehmen zu erhöhen. Hierbei sollten sie nicht nur arbeiten, sondern sich über Sprachkurse und berufliche Förderkurse auch noch weiterqualifizieren. Von Kleinsorgen: „Wenn der Modellversuch klappt, kann das Projekt bundesweit Schule machen.“

Daueraufgabe

Zur bisweilen schlechten Reputation von Zeitarbeit gingen die Meinungen deutlich auseinander. Während Viele ausschließlich die Medien dafür verantwortlich machten, empfahl iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz den Teilnehmern, „sich an die eigene Nase zu fassen“. Häufig ließen die Unternehmer nur geringe Einblicke in ihre Arbeit zu, was in der Öffentlichkeit leicht zu Missverständnissen führe. Sein Credo: „Zeigen Sie, dass Sie sich am ‚Leitbild guter Zeitarbeit‘ orientieren.“ Andrea Resigkeit, Leiterin des iGZ-Hauptstadtbüros Berlin, ergänzte: „Sie sind die besten Botschafter. Nutzen sie das Jahr der Bundestagwahl für sich. Machen Sie Termine mit Ihrem Wahlkreisabgeordneten und der Presse. Vorurteile können Sie nur abbauen, wenn Sie auch praktische Einblicke bieten.“ (BR)

Personalentwicklung
Der vom iGZ entwickelte Prozess der Personalentwicklung in der Zeitarbeit (ProPeZ) unterstützt bei der Einführung einer systematischen Personalentwicklung. Nähere Informationen gibt es hier.

Integration von Flüchtlingen
Der iGZ befindet sich zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit Münster/Ahlen in der Planungsphase für ein Pilotprojekt zur Integration von Flüchtlingen. Informationen dazu gibt es hier.
Der iGZ bietet einen Lehrgang zum “Integrationsexperten in Zeitarbeitsunternehmen“ an, der mit einer optionalen TÜV-Zertifizierung abschließt. Der Lehrgang umfasst die rechtlichen Aspekte bei der Beschäftigung von Flüchtlingen, Fördermaßnahmen und Leistungen der aktiven Arbeitsförderung sowie sozio-kulturelle und psychosoziale Aspekte.

Reputationsmanagement  für die Zeitarbeitsbranche:
Das iGZ-Seminarprogramm bietet zum „Employer Branding“ unter anderem das Seminar „Werkstatt: Zutaten für einen erfolgreichen Unternehmensauftritt“ an.
Dr. Jenny Rohlmann, Leiterin iGZ-Referat Marketing, verfasste einen Blogbeitrag zum Thema: „Bewerben Sie sich selbst! Markenbildung in der Zeitarbeit“. Außerdem hielt sie einen Vortrag beim iGZ-Landeskongress Süd 2016 über „Gute Werbung muss nicht teuer sein: Wie Zeitarbeitsunternehmen positiv im Gedächtnis bleiben!“
Im Magazin „GründerZeiten“ des Bundeswirtschaftsministeriums gibt es Tipps zur Marketingstrategie und zum Marketing-Mix.
Weitergehende Informationen und Literaturhinweise finden sich auch auf der Website der Deutschen Employer Branding Akademie.

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