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Umfrage: Zufriedenheit mit Uni-Absolventen gesunken
31.01.2017

Hochschulausbildung kritisiert

Zu geringe Allgemeinbildung, zu unselbstständig, kaum Problemlösungskompetenz: Die „Mängelliste“ bei Hochschulabsolventen scheint kontinuierlich länger zu werden. Laut der aktuellen Randstad-ifo-Personalleiter-Befragung ist die Zufriedenheit mit der Ausbildung bei 32 Prozent der Befragten gesunken, nur bei zwei Prozent ist sie gestiegen.

14 Jahre, so die Pressemitteilung von Randstad Deutschland, ist es jetzt her, dass mit der Bologna-Reform Studierende schneller ihren Abschluss in der Tasche haben sollten, um so früh wie möglich der Wirtschaft als Fachkräfte zur Verfügung zu stehen. Jetzt mache sich langsam Ernüchterung breit.

Ausbildung verschlechtert

Bei der Umfrage standen Uni-Absolventen im Fokus, die von den Unternehmen eingestellt wurden. Am häufigsten gaben Personalleiter in großen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern an, die Ausbildung der Hochschul-Absolventen habe sich verschlechtert. Besonders auffällig: Bei Unternehmen, die am häufigsten Bachelor- oder Masterstudenten beschäftigen, ist die Zufriedenheit häufiger gesunken als bei anderen Abschlüssen wie Diplom oder Staatsexamen.

Masterabschluss im Kreuzfeuer

Den Master-Abschluss sehen die Befragten besonders kritisch. Bei Unternehmen, die vorwiegend Master-Absolventen eingestellt haben, sagten 42 Prozent die Zufriedenheit mit dem Leistungsniveau sei gesunken.

Viele Defizite

Die größten Defizite sehen die Personalleiter laut Pressemitteilung bei der Selbstständigkeit, der Problemlösungskompetenz, dem Abstraktionsvermögen sowie der Allgemeinbildung. Zudem schätzen sie die Ausbildung an Universitäten als zu verschult ein. Die Studienergebnisse zeigen, dass es eine große Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit gebe.

Brücken schlagen

Man könne eben nicht auf der einen Seite die Studienzeit verkürzen, aber gleichzeitig Praxiserfahrung voraussetzen. Es gelte, Brücken zwischen Theorie und Praxis zu schlagen. (WLI)

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