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Foto-Shooting zur iGZ-Kampagne "Zeitarbeit: Eine gute Wahl"
29.06.2018

Guter Job fördert Integration

Aus seinem Heimatland Palästina musste der 30-jährige Osama Al Sagir fliehen. Zeugnisse, Zertifikate und Arbeitsproben musste er zurücklassen und in Windeseile eine neue schwere Sprache lernen: Deutsch.

Prüfender Blick: Osama Al Sagir (l.) schaut sich die Bilder an, die Fotografenmeister Timo Beylemans von ihm geschossen hat.
Prüfender Blick: Osama Al Sagir (l.) schaut sich die Bilder an, die Fotografenmeister Timo Beylemans von ihm geschossen hat.

Das Einzige was er retten konnte, war sein Handy mit ein paar Bildern von 13 Jahren Arbeit als Schweißer in Syrien und Palästina. Seit vier Monaten arbeitet er nun schon für das iGZ-Mitgliedsunternehmen GEO MONT-Personaldienste GmbH in dem Metall-und-Elektro-Betrieb GOTTWALDBACH in Mülheim an der Ruhr.

Schleifen und schweißen

Schleifen, bohren, anheften und schweißen sind jetzt seine Aufgaben in der großen Werkhalle. Rund 45 Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern arbeiten hier täglich zusammen. Sie bauen Hilfsmittel, um die 1.600 Teile, die ein Sprinter von Mercedes hat, zu montieren. Gerade baut Osama Al Sagir eine Lastaufnahme für einen Kran. Die Arbeit macht ihm Spaß: „Es ist interessant, jeden Tag was Neues zu bauen. Außerdem spreche ich mit meinen Kollegen Deutsch und kann mich so schnell im Land integrieren“, erzählt der 30-Jährige.

Probearbeit

Joachim Waldbach ist Geschäftsführer und Gesellschafter von GOTTWALDBACH und war schnell bereit, den jungen Palästinenser zum Probearbeiten einzuladen: „Er kann sich entwickeln. Ich gebe ihm eine Chance“, teilte er Dirk Wiesner, geschäftsführender Gesellschafter des iGZ-Mitgliedsunternehmens GEO MONT Personaldienste GmbH, mit. Gesagt - getan. In der Werkhalle bewies Osama Al Sagir schnell, dass er ein fähiger WIG-Schweißer ist. Demnächst soll er nun auch einen Führerschein und einen Staplerführerschein machen, damit er noch flexibler einsetzbar ist. „Eine Anlernphase dauert, ich habe dabei Geduld. Aber diese Mühe zahlt sich aus, da bin ich sicher“, betont der Geschäftsführer von GOTTWALDBACH.

Absoluter Glücksfall

Zuerst wohnte Osama Al Sagir in einer Flüchtlingsunterkunft in Neuss und musste täglich viele Kilometer nach Mülheim pendeln. Jetzt hat er eine Wohnung in Mülheim und auch seine Frau, die er fünf Jahre nicht gesehen hatte, konnte vor zwei Monaten nachziehen. „Dieser Job über das Zeitarbeitsunternehmen war ein absoluter Glücksfall. Woanders hatte ich keine Chance“, berichtet der Schweißer. Die Fotos auf seinem Handy, seine Motivation und der starke Wille hatten den Chef überzeugt. „Edelstahl ist überall auf der Welt gleich!“, meint Joachim Waldbach lachend. (KM)

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