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Zeitarbeitsbeschäftigung weiter rückläufig
03.01.2020

Frühindikator schlägt Alarm

Der Frühindikator Zeitarbeit schlägt auf dem Arbeitsmarkt weiter Alarm: Während Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung insgesamt weiter ansteigen - allerdings mit geringeren Zuwächsen, wird in der Arbeitnehmerüberlassung erneut ein deutlicher Rückgang registriert. Darauf weist die Bundesagentur für Arbeit in ihrer aktuellen Arbeitsmarkt-Analyse hin. 

Die Beschäftigung in der Zeitarbeit sank im Oktober 2019 um 9,5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Die Beschäftigung in der Zeitarbeit sank im Oktober 2019 um 9,5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Bei den qualifizierten Unternehmensdienstleistungen (81.000 Mitarbeiter mehr im Oktober 2019 als im Vorjahresmonat), im Gesundheitswesen (+75.000), im Bereich Information und Kommunikation (+57.000) und auch im Bereich Pflege und Soziales (+57.000) stehen spürbare Beschäftigungszuwächse in der BA-Statistik. Lediglich zwei Wirtschaftszweige sind negativ: Während der Rückgang bei den Herstellern von Vorleistungsgütern noch minimal ist (-2.000) schlägt der Rückgang in der Zeitarbeit mit -79.000 kräftig zu Buche. Das entspricht einem Minus von 9,5 Prozent. Insgesamt waren im Oktober rund 750.000 Menschen in Zeitarbeitsverhältnissen beschäftigt.

Zuwanderung stärkt Beschäftigungsaufbau

Der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung wurde nach Angaben der BA zu deutlich mehr als der Hälfte von Ausländern getragen. Ihre Zahl hat um 288.000 oder 7,2 Prozent auf 4,31 Millionen zugenommen. Ausschlaggebend waren vor allem mehr beschäftigte Staatsangehörige aus den aktuellen Zuwanderungsländern, insbesondere aus den osteuropäischen EU-Staaten und den nichteuropäischen Asylherkunftsländern. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Deutschen hat sich um 211.000 oder 0,7 Prozent auf 29,68 Millionen erhöht. Dabei fiel der Zuwachs bei deutschen Frauen stärker aus als bei deutschen Männern. Zuwanderung und eine steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren wirken dem demografisch bedingten Rückgang der inländischen erwerbsfähigen Bevölkerung entgegen. (MS)

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