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iGZ-Forum Marketing und Recruiting
19.03.2019

Employer Branding: Daten sind sexy

Viele kreative und neue Inputs erhielten die Besucher des iGZ-Forums Marketing & Recruiting. Die Arbeitgeberattraktivität, die Marke, Daten und Google werden immer wichtiger. Für das Marketing eines Unternehmens sei es die Kernaufgabe, einen Wert zu schaffen und nicht in erster Linie Kosten zu verursachen. Um eine Marke zu entwickeln, müssen Unternehmen vor allem Daten sammeln. Stellenanzeigen sollten ab jetzt Google-fit sein. 

Prof. Dr. Christian Blümelhuber, Professor für Strategische Organisationskommunikation Universität der Künste Berlin,  gab einen kurzweiligen, interessanten Überblick in seiner Keynote  „Alles Marketing oder was? Ideen für die Zeitarbeitsbranche“.
Prof. Dr. Christian Blümelhuber, Professor für Strategische Organisationskommunikation Universität der Künste Berlin, gab einen kurzweiligen, interessanten Überblick in seiner Keynote „Alles Marketing oder was? Ideen für die Zeitarbeitsbranche“.

„Meine Kernaufgabe heute ist, Sie zu verwirren“, begrüßte Prof. Dr. Christian Blümelhuber, Professor für Strategische Organisationskommunikation Universität der Künste Berlin, die rund 180 Teilnehmer beim iGZ-Forum Marketing und Recruiting in Münster.

Drei Felder

„Marketing ist in drei unterschiedliche Felder eingeteilt“, erklärte Blümelhuber in seinem Vortrag „Alles Marketing oder was? Ideen für die Zeitarbeitsbranche“. „Und zwar: people, profit und planet.“ Für das Marketing eines Unternehmens sei es die Kernaufgabe, einen Wert zu schaffen und nicht in erster Linie Kosten zu verursachen. „Werte von denen alle im Unternehmen und in der Zeitarbeitsbranche auch profitieren können“, betonte der Experte. Das Unternehmen müsse vor allem erkennen, welchen Wert es gegenüber Mitarbeitern und Kunden überhaupt hat.

Employer Branding

Marian Jarzak, Employer Branding Manager Project A, zeigte in seinem Vortrag „Daten sind sexy! Employer Brands datenbasiert bauen und nachhaltig messen“ wie Unternehmen erfolgreich eine Marke aufbauen können. „Momentan herrscht der Krieg um Talente“, so Jarzak. „Es gibt viel mehr Stellen als Bewerber auf dem Markt.“ Diese Bewerber gelte es zu erreichen und vom eigenen Unternehmen zu überzeugen.

Prozesse

„Emplyer Branding ist der Prozess nach innen und außen einen tollen Arbeitsplatz zu schaffen“, definierte Jarzak den Begriff. Das könne jedes Unternehmen schaffen. Zudem müssen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Firmen generieren. „Die eigenen Mitarbeiter müssen sagen, dass es geil ist, hier zu arbeiten“, betonte Jarzak. „Dann werden auch deren Freunde und Bekannte bei Ihnen arbeiten wollen.“ Dafür sei es nötig, sich als Unternehmen und seinen Wert zu definieren. Zudem müsse die Zielgruppe passgenau angesprochen werden. „Pflegepersonal muss mit einem anderen Content erreicht werden als beispielsweise Gastronomiepersonal.“ Wichtig sei aber, dass der Vorteil, den man seinen Mitarbeitern bietet, deutlich wird.

Daten sind sexy

Um eine Marke zu entwickeln, müssen Unternehmen vor allem Daten sammeln. Dies könne durch Mitarbeiter-, Kunden- und auch Bewerberbefragungen geschehen. Auch durch die Analyse der Rahmendaten von Mitarbeitern können Daten gewonnen werden. Ebenso sei sowohl die Analyse des Webseitentraffics als auch der Social Media Kanäle, wie beispielsweise XING, Kununu oder Facebook, nötig. Der Vorteil eines Unternehmens müsse dann natürlich nach außen kommuniziert werden. Dies könne durch Social Media gemacht werden, durch Veranstaltungen oder Unternehmenszeitungen, aber auch durch eine Imagekampagne mit Testimonials sei das möglich.

Google for Jobs

Im März 2019 soll Google for Jobs in Deutschland starten. „Der Bewerber kann über eine Vielzahl von Filtern sortieren und Google zeigt dem Nutzer, was er verdient“, erklärte Henner Knabenreich, Arbeitgebermarkenauftrittsoptimierer, Blogger und Autor in seinem Vortrag „Gamechanger im Recruiting? Was Sie schon immer über die Revolution in der Jobsuche wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten“. Zusätzlich werden Arbeitgeberbewertungen angezeigt. „Machen Sie Ihre Stellenanzeigen Google-fit!“, riet der Recruiting-Experte. Mit dem neuen Tool nehme die Bedeutung der Jobbörsen weiter ab und die Reichweite und Sichtbarkeit der eigenen Stellenanzeigen nehme stark zu. Insgesamt würden Stellenanzeigen detaillierter und besser, und die Bedeutung der strukturierten Daten nähme zu. (SB/KM)

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