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Lünendonk veröffentlicht jährliche Studie zur Branche
18.06.2020

"In der Zeitarbeit jetzt auf höchste Flexibilität setzen"

„AÜG-Reform, Konjunkturflaute und Corona-Krise: Noch nie wurde die Zeitarbeitsbranche auf eine derart harte Probe gestellt. Nur wer jetzt auf höchste Flexibilität, größte Kundenpflege und ein starkes Mitarbeiterportfolio setzt, wird den Orkan in stürmischer See überstehen“, schreibt iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz in seinem Vorwort zur neuen Lünendonk-Studie für die Zeitarbeitsbranche in Reaktion auf die Untersuchungsergebnisse.

"Noch nie wurde die Zeitarbeitsbranche auf eine derart harte Probe gestellt", schrieb iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz angesichts der Untersuchungsergebnisse in seinem Vorwort zur Lünendonk-Studie.
"Noch nie wurde die Zeitarbeitsbranche auf eine derart harte Probe gestellt", schrieb iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz angesichts der Untersuchungsergebnisse in seinem Vorwort zur Lünendonk-Studie.

Und die Resultate haben es in der Tat in sich: Der Markt für Zeitarbeit ist im Jahr 2019 auf 31,1 Milliarden Euro geschrumpft. Im Vorjahr erwirtschafteten die Unternehmen noch 34,3 Milliarden Euro (minus 9,3 Prozent). Als Hauptursache benennen die Unternehmen laut Lünendonk-Pressemitteilung unter anderem die schwache Konjunktur in der für die Branche wichtigen Industrie sowie die Höchstüberlassungsdauer. Seit der Wirtschafts- und Finanzkrise seien die Umsätze der Unternehmen nicht so stark zurückgegangen wie im Geschäftsjahr 2019.

Erfolgsfaktoren

Entgegen dem Markttrend konnten jedoch einige Unternehmen ihren Umsatz steigern und die Wirtschaftlichkeit sichern. Zu den Erfolgsfaktoren dieser Unternehmen zählte laut Studie eine klare Strategie in Bezug auf Wachstum und Rentabilität, die sich in den Kennzahlen der Unternehmen ausdrückt. Die Lünendonk®-Studie 2020 „Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland“ ist ab sofort unter www.luenendonk.de erhältlich.

Entwicklung des Marktvolumens

Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder berechnet alljährlich das Volumen des deutschen Markts für Zeitarbeit. Der Rückgang um 3,2 Milliarden Euro gegenüber 2018 wäre noch stärker ausgefallen, hätten, so das Studienergebnis, nicht zwei Tariferhöhungsstufen die zu zahlenden Lohnuntergrenzen um durchschnittlich rund drei Prozent angehoben. Der noch im Vorjahr wirkende Effekt der Verlagerung von ehemals auf Werkvertragsbasis arbeitenden Freelancern in die Arbeitnehmerüberlassung habe hingegen deutlich nachgelassen. Der Rückgang an Zeitarbeitnehmern sei mehrheitlich auf Helferqualifikationen zurückzuführen. „Der Bedarf an qualifizierten sowie hoch qualifizierten Facharbeitern in den Segmenten Büro/Finance und IT war nach wie vor hoch und trug mit einer überdurchschnittlichen Lohnentwicklung ebenfalls zur Stützung des Marktvolumens bei“, heißt es weiter.

Rentabilität

Thomas Ball, Partner bei Lünendonk & Hossenfelder und Autor der Studie: „Auch in einem schwierigen Marktumfeld sind Wachstum und hohe Rentabilität möglich. Erfolgsfaktoren waren im vergangenen Jahr unter anderem innovative Wege beim Recruiting, eine überdurchschnittlich lange und vertrauensvolle Kundenbeziehung und eine klare und langfristige Unternehmensstrategie.“

Corona-Auswirkungen auf die Branche

Der Großteil der Fragebögen wurde Anfang des Jahres beantwortet. Deshalb spiegelt die Studie bis auf wenige Ausnahmen den Zustand der Branche vor der Corona-bedingten Krise. Derzeit ist es noch zu früh, die Auswirkungen auf die Zeitarbeitsbranche belastbar einzuschätzen. (WLI)

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