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110 Teilnehmer bei „PERSONAL.PRAXIS.WEST.HYBRID.“
08.09.2021

"Den Strukturwandel bewältigen"

Lange nicht gesehen – und doch wiedererkannt: Rund 60 iGZ-Mitglieder nutzten beim Kongress „PERSONAL.PRAXIS.WEST.HYBRID.“ in Dortmund die Möglichkeit, sich auch einmal wieder persönlich zu begrüßen und zu netzwerken. Ralf Lemle, iGZ-Landesbeauftragter für Nordrhein-Westfalen, berichtete im Dialog mit Jens Issel, Leiter der iGZ-Kommunikationsabteilung, wie sich die Kommunikation der iGZ-Funktionsträger in Coronazeiten gewandelt hat.

Ralf Lemle, iGZ-Landesbeauftragter für Nordrhein-Westfalen, berichtete, wie sich die Kommunikation der iGZ-Funktionsträger in Coronazeiten gewandelt hat.
Ralf Lemle, iGZ-Landesbeauftragter für Nordrhein-Westfalen, berichtete, wie sich die Kommunikation der iGZ-Funktionsträger in Coronazeiten gewandelt hat.

Eigentlich zugesagt, dann aber doch verhindert: Der NRW-Landesminister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, richtete eine schriftliche Grußbotschaft an das Plenum, die Ralf Lemle verlas: Die Zeitarbeit habe durch ihre flexible Reaktion auf die Herausforderungen der Coronapandemie wesentlich dazu beigetragen, dass die Wirtschaft stark geblieben sei.

Zeichen auf Erholung

„Dass die Zeichen nun auf Erholung stehen, liegt insbesondere am hohen persönlichen Einsatz jeder Arbeitnehmerin und jedes Arbeitnehmers, jedes Unternehmens und auch des iGZ und seiner Verbandsarbeit“, dankte der Minister für das Engagement. Laumann erinnerte daran, dass die Krise nicht überwunden sei – der starke Einbruch bei Helfertätigkeiten etwa habe die Arbeitnehmerüberlassung schwer getroffen. Arbeit sei die zentrale Dimension der gesellschaftlichen und sozialen Teilhabe.

Gutes Instrument

„Die Zeitarbeit stellt ein gutes Instrument dar, um als Unternehmen flexibel, wettbewerbsfähig und wirtschaftlich zu agieren“, betonte Laumann in seinem Anschreiben. Voraussetzung sei indes stets, dass es für die Beschäftigten fair zugehe und die Arbeitnehmerrechte gewahrt werden.

Chance Digitalisierung

Nun gelte es, die Krisenfolgen zu bewältigen, und die Chancen der Digitalisierung für gute Arbeit zu nutzen. Die Coronapandemie habe deutlich gemacht, wie wichtig digitale Angebote seien. Ein sehr gutes Beispiel dafür sei der aktuelle iGZ-Kongress, bei dem die Teilnehmer gleichzeitig vor Ort und online diskutieren können, nannte Karl-Josef Laumann abschließend ein Beispiel für zukunftsorientiertes modernes Arbeiten. 

Strukturwandel bewältigen

Im zweiten – hybriden Teil – begrüßte Jens Issel auch die Teilnehmer an den Bildschirmen und den iGZ-Bundesvorsitzenden Christian Baumann, der das weitere Programm vor Ort von der Bühne mit einem Grußwort eröffnete. Jetzt sei man wirtschaftlich wieder auf einem ähnlichen Niveau wie 2019, stellte er fest. Allerdings dürfe nicht der Strukturwandel 2018/19 außer Acht gelassen werden, der schon vor Corona einen relativ starken Einfluss auf Zeitarbeit hatte. „Wir müssen den Strukturwandel auf die Reihe bekommen, um konkurrenzfähig zu bleiben“, richtete er sein Wort an die Zuhörer.

Personalgewinnung im Wandel

Angesichts des Fachkräftemangels, stellte er im Gespräch mit Issel fest, werde sich die Personalgewinnung ändern: „Sie wird teurer und schneller werden“, prognostizierte Baumann. Zur Bundestagswahl unterstrich er, „dass vier Parteien in einer Zeitarbeits-Abschaffungsliga spielen. Wir werden also mindestens eine Partei in der Koalition haben, die uns richtig doof findet.“ Die Zeitarbeit müsse also verhindern, als Goodie auf dem Verhandlungstisch zu liegen.

Lange Verhandlungen

Er rechne damit, dass es lange Verhandlungen werden. „Wir sind dabei, sicherzustellen, dass alle Beteiligten Verständnis für die Branche haben werden“, unterstrich der iGZ-Bundesvorsitzende die Verbandsbemühungen. Er sei schon froh, „wenn sich das Wording ändert und mehr von Zeit- und nicht von Leiharbeit gesprochen wird.“ (WLI)

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