Direkt zum Inhalt
Printer Friendly, PDF & Email
Zeitarbeit: Eine gute Wahl.
16.10.2018

„Bin wieder Feuer und Flamme für meinen Job“

„Ich konnte nicht mehr. Ich wollte komplett aus der Pflege raus.“ Mit deutlichen Worten beschreibt Irene Kuczera, wie sie sich vor rund zwei Jahren fühlte. Gebeutelt von den Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche suchte sie nach einer Alternative zu Stress, Überstunden und Schichtdienst – und fand diese in der Zeitarbeitsbranche. „Seit ich als Zeitarbeitnehmerin arbeite, bin ich wieder Feuer und Flamme für meinen Job“, so Kuczera.

Irene Kuczera ist Krankenschwester mit Leib und Seele. Für die iGZ-Aktion "Zeitarbeit: Eine gute Wahl." lichtete Fotograf Timo Beylemans sie im Schockraum eines Krankenhauses ab.
Irene Kuczera ist Krankenschwester mit Leib und Seele. Für die iGZ-Aktion "Zeitarbeit: Eine gute Wahl." lichtete Fotograf Timo Beylemans sie im Schockraum eines Krankenhauses ab.

Kuczera ist examinierte Krankenschwester und hat sich vor eineinhalb Jahren für eine Beschäftigung beim iGZ-Mitglied Pilgrim Personal entschieden. „Und das habe ich noch keinen einzigen Tag lang bereut“, bekräftigt sie. Deshalb erzählt sie ihre Geschichte im Rahmen der iGZ-Aktion „Zeitarbeit: Eine gute Wahl.“ Das Fotoshooting dazu findet in dem Krankenhaus statt, in dem sie noch bis vor wenigen Monaten eingesetzt war. „Das ist für mich besonders schön, weil ich mich hier sehr wohlgefühlt habe“, erzählt die 33-Jährige. „Ich würde hier auch gerne noch mal arbeiten – aber auf keinen Fall als Festangestellte des Krankenhauses.“

Schichten selbst bestimmen

Das liege gar nicht am Krankenhaus selbst, sondern an den grundsätzlichen Bedingungen in der Pflegebranche. „Nachtdienste, Überstunden, sperrige Urlaubsregelungen, immer wieder für Kollegen einspringen“, zählt sie nur einige Faktoren auf, die jetzt in der Zeitarbeit kein Thema mehr für sie sind. „Ich kann nun selbst bestimmen, in welchen Schichten ich arbeiten möchte. Nachts kann ich endlich wieder schlafen und abends die Zeit mit meinem Mann genießen. Und ich kann auch mal drei Wochen Urlaub am Stück nehmen.“

Persönliche Rückschläge

Zuletzt haben sie die Bedingungen in der Pflegebranche so sehr belastet, dass sie komplett aus der Pflege heraus wollte. „Mit meinen letzten vier Arbeitgebern habe ich eigentlich nur Desaster erlebt. Das waren auch für mich persönlich harte Rückschläge“, berichtet Kuczera. Unter der Dauerbelastung habe sie sich nicht genügend Zeit für die Patienten nehmen können. „Und wegen der vielen Überstunden hatte ich quasi keine Freizeit und viel zu wenig Zeit für Freunde und Familie. Das ist jetzt komplett anders“, erläutert die Krankenschwester.

Positive Herausforderung durch Abwechslung

Zudem schätze sie die Abwechslung, die eine Beschäftigung in der Zeitarbeit biete. In den vergangenen eineinhalb Jahren war sie in insgesamt drei Krankenhäusern, einer Pflegeeinrichtung und bei einem ambulanten Pflegedienst eingesetzt. Das sei für sie immer wieder eine willkommene Herausforderung. „Abends vorher frage ich mich dann immer: Schaffe ich das wohl? Und wenn dann alles gut klappt, bin ich auch ein bisschen stolz auf mich“, so Kuczera.

Möglichkeiten in Kontakt zu bleiben

Dass viele Wechsel natürlich auch immer wieder Abschiede von Kollegen bedeuten, findet sie nicht schlimm. „Klar, wenn man gut mit den Kollegen auskam, ist es auch ein bisschen schade zu gehen. Aber heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten in Kontakt zu bleiben. Und wenn man sich wirklich mag, trifft man sich eben in der Freizeit wieder.“ (ML)

Neueste Artikel