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Neue Studie des IW Köln
05.02.2020

Befristungen und Zeitarbeit sind flexibel und gefragt

Zeitarbeit ist gefragter denn je und wird für einen zukunftsfähigen Arbeitsmarkt das Modell sein, das auch in schwierigen wirtschaftlichen Situationen hilft. In der brandneuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln gibt es neue Zahlen und Aussagen dazu: „Zwischen 2012 und 2017 haben rund 42 Prozent aller deutschen Betriebe mehr unbefristete Arbeitnehmer eingestellt. Dagegen haben nur elf Prozent die befristete Beschäftigung ausgeweitet“, wird hier festgestellt. Doch auf dem aktuellen Arbeitsmarkt sieht der Trend genau andersherum aus: Die weit verbreitete Überzeugung, dass unbefristete Arbeitnehmer nach und nach durch befristete ausgetauscht werden, ist also nicht erkennbar." Der Trend gehe sogar in die entgegengesetzte Richtung. Im gleichen Zeitraum sei die Anzahl befristeter Beschäftigter von 2,64 auf 2,55 Millionen gesunken, obwohl insgesamt immer mehr Menschen eine Stelle hätten.

Studie des IW Köln: Befristete Verträge sind also das Sprungbrett in den Arbeitsmarkt und werden in wirtschaftlich schweren Zeiten gebraucht.
Studie des IW Köln: Befristete Verträge sind also das Sprungbrett in den Arbeitsmarkt und werden in wirtschaftlich schweren Zeiten gebraucht.

Befristungen gehören zu den sogenannten atypischen Erwerbsformen. Dazu zählt auch Zeitarbeit, und das, obwohl über 80 Prozent der Arbeitsverträge in der Zeitarbeitsbranche unbefristet sind. „Die Auswertung hat ergeben, dass Betriebe gerade dann mehr Befristungen eingehen, wenn die wirtschaftliche Zukunft sehr ungewiss ist. Die wirtschaftliche Entwicklung verlief bis 2017 sehr stabil. Deswegen haben sie in dieser Zeit auch mehr unbefristete Mitarbeiter gesucht“, stellen die Experten fest. Wirtschaftliche Gründe sind oft Ursache für Befristungen. „Vielmehr gibt es dafür gute Gründe, etwa wirtschaftliche Unsicherheit. Eine stärkere Regulierung, wie es die Bundesregierung derzeit bei Befristungen plant, würde den Betrieben und dadurch auch den Arbeitnehmern eher schaden.“

Flexibilität ist gefragt auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft

In einer volatilen, flexiblen und dynamischen Arbeitswelt funktionieren keine starren Systeme mehr: "Die Arbeitswelt hat sich drastisch geändert", sagt auch Karrierecoach Ute Bölke. "Befristete Verträge, freie Mitarbeit, Praktika, Zeitarbeit - all das spiegelt sich in den Lebensläufen wider." Egal ob es eine Weltreise, ein soziales Jahr oder einfach der Wunsch nach Veränderung ist – flexible Arbeitsmodelle sind gefragter denn je. (KM)
 

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