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Zeitarbeit muss besser erforscht werden
11.04.2019

Auftakttreffen „Netzwerk Zeitarbeitsforschung“

In Berlin trafen sich der iGZ-Bundesvorsitzende Christian Baumann, iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz und Vertreter des Fachbereichs Politische Grundsatzfragen mit führenden Wirtschaftswissenschaftlern zum Auftakttreffen des „Netzwerks Zeitarbeitsforschung“.

iGZ-Bundesvorsitzender Christian Baumann, iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz und Vertreter des Fachbereichs Politische Grundsatzfragen trafen sich mit führenden Wirtschaftswissenschaftlern in Berlin.
iGZ-Bundesvorsitzender Christian Baumann, iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz und Vertreter des Fachbereichs Politische Grundsatzfragen trafen sich mit führenden Wirtschaftswissenschaftlern in Berlin.

An dem Austausch unter dem Dach des iGZ beteiligten sich Prof. Dr. Lutz Bellmann, Forschungsbereichsleiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Prof. Dr. Hilmar, Schneider Vorsitzender der Geschäftsführung des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Prof. Dr. Bernhard Boockmann, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und Prof. Dr. Michael Kvasnicka von der Universität Magdeburg und dem  RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.

Objektives Wissen über Zeitarbeit

Christian Baumann begrüßte die Tagungsteilnehmer und hielt fest: "Als iGZ sind wir hier, um zu lernen und in der festen Überzeugung, dass mehr objektives Wissen über die Zeitarbeit erforderlich ist, um Vorurteile abzubauen und um zu erfahren, wo wir besser werden können. Grundlage für einen angemessenen Umgang mit der Zeitarbeit kann nur objektiv gesichertes Wissen sein". iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz äußerte die Erwartung, dass "mehr Zahlen, Daten und Fakten Vorurteile und auch Unkenntnis über die Zeitarbeit zurückdrängen können".

 

Unzureichende Datenlage

In der Runde wurde festgehalten, dass die Zeitarbeit deutlich intensiver erforscht werden müsste, als dies bisher geschieht. Als Hauptgrund dafür, dass es bisher eher punktuelle Forschung gibt, nannten die Wissenschaftler eine unzureichende Datenlage. Über viele Bereiche der Zeitarbeit gebe es kaum Erkenntnisse. Dabei sei die Branche aus wissenschaftlicher Perspektive hoch interessant, etwa was ihre Wirkung auf den Gesamtarbeitsmarkt, individuelle Lebensläufe, den Wandel der Arbeitswelt und Integrationsleistungen betreffe. Gebe es ein breiteres Datenmaterial, würde die Forschung unmittelbar folgen.

Debatten müssten versachlicht werden

Einigkeit herrschte darüber, dass eine unzureichende Wissensbasis Gerüchten und emotionalen Diskussionen Auftrieb verleihe. Umfassendere Forschungsergebnisse könnten die Debatten versachlichen. iGZ-Projektkoordinator Benjamin Teutmeyer hielt fest, dass der iGZ die ihm möglichen Mittel einsetzen werde, um jedem interessierten Forscher breiteres Datenmaterial zur Verfügung zu stellen. "Wir wünschen uns eine viel intensivere Erforschung der Zeitarbeit und werden diese nach Kräften fördern. Als iGZ sind wir hierbei nur Datenlieferant - die Datenauswahl und Verarbeitung kann ausschließlich durch die Wissenschaft erfolgen". Die Bemühungen um intensivere Forschungen zur Zeitarbeit werden fortgesetzt und auch in einen geplanten Wissenschaftskongress münden. (BT)

 

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