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Arbeitsschutz in der Praxis
17.04.2019

AMS - Sicher durch den Berufsalltag

Arbeitssicherheit ist nicht nur wichtig, sondern verhindert auch Unfälle. Der iGZ unterstützt zusammen mit der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) das Konzept „AMS – Arbeitssicherheit mit System“. Viele Zeitarbeitsfirmen haben schon mitgemacht, erfolgreich in einem Handbuch ihre Prozesse definiert und überprüft und eine Zertifizierung bekommen. Wie einfach und schnell das gehen kann, stellen folgende zwei Beispiele dar:

Stolz sind alle Beteiligten von foedus Personaldienste GmbH über die AMS-Rezertifizierung und die erfolgreiche Umsetzung von allen Maßnahmen zum Thema Arbeitsschutz.
Stolz sind alle Beteiligten von foedus Personaldienste GmbH über die AMS-Rezertifizierung und die erfolgreiche Umsetzung von allen Maßnahmen zum Thema Arbeitsschutz.

„Wir wollten damals für unsere neuen Mitarbeiter zum Nachlesen alle Regeln zum Thema Arbeitssicherheit zusammenfassen. Da wir uns schon mit dem Thema befasst hatten, mussten wir für AMS alles nur noch aufschreiben. In zehn Monaten war alles umgesetzt“, berichtet Thomas Fuss, Geschäftsführer vom iGZ-Mitglied "OPTIPER Stuttgart GmbH".

Unterweisungen

Es gab bereits standardisierte Prozesse und Weiterbildungen zum Thema Arbeitssicherheit für Mitarbeiter im Unternehmen. „Ich lege da großen Wert drauf“, betont Fuss. Ihm ist es sehr wichtig, alles korrekt zu erfüllen und sich in diesem Bereich mit Unterweisungen abzusichern. Mittlerweile ist alles auf einem guten Stand, und Unfallzahlen konnten stark reduziert werden. Wichtig sei, sich genau anzusehen, ob Personen berechtigt waren an dem Arbeitsplatz zu arbeiten, ob sie unterwiesen wurden und wie die Gefahr verhindert werden kann. Manchmal eigneten sich auch Gespräche mit den Kunden, die dann andere Werkzeuge oder Geräte für den Berufsalltag anschaffen, um Gefahren zu vermeiden. „Viele Zeitarbeitsunternehmen müssen erstmal den ersten Schritt machen. AMS kostet nichts und bringt sehr viel. Wir helfen auch gern weiter mit unserem Know-how, das wir erarbeitet haben.“

Nachhaltiges Konzept

„Ich möchte, dass meine Disponenten und Niederlassungsleiter geschützt werden“, meint Bernd Heinrichs, Geschäftsführer des iGZ-Mitglieds "foedus Personaldienste GmbH". Mit zwei Niederlassungen und 150 externen Mitarbeitern möchte er abgesichert sein und vor allem Schwerstunfälle vermeiden. Auch sein Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit bestätigten ihm, dass Arbeitsschutz mit System sehr wichtig sei und funktioniere.

Handbuch

Zusammen mit seiner internen Sicherheitsfachkraft und der VBG erstellte auch er ein Handbuch, indem alle Prozesse zum Arbeitsschutz definiert sind. „Wir haben uns selbst eine elektronische Gefährdungsbeurteilung programmiert, die alle Gefährdungen als Protokoll direkt ausdruckt“, berichtet er stolz. Nach drei Jahren erfolgt eine Wiederholungszertifizierung. Einmal im Jahr wird eine Wirksamkeitsprüfung von der VBG durchgeführt - eine Voraussetzung für die VBG-Prämie. Mittlerweile gibt es nur noch minimale Anpassungswünsche, zum Beispiel, dass die Ziele deutlicher ausgehängt oder Begrifflichkeiten genauer betitelt werden.

Punktesystem

Aus den vielen Bemühungen haben sich weitere Ideen ergeben: „Wir haben mittlerweile auch ein Gesundheitsmanagement aufgebaut mit einem Punktesystem“, berichtet der Personaldienstleister. Wenn Mitarbeiter Präventionsmaßnahmen wie zum Beispiel eine Rückenschulung machen, bekommen sie Punkte und bei 50 Punkten gibt es eine Prämie. „Ich kann die Unterstützung von VBG und iGZ nur empfehlen. Man muss sich im Klaren sein, dass AMS auch viel Arbeit ist, aber das ganze Unternehmen ist danach sicherer unterwegs und das zahlt sich aus. Ich bin seit 25 Jahren in der Zeitarbeit und dieses Konzept ist sehr nachhaltig und auch Mitarbeiter fühlen sich besser wahrgenommen.“ (KM)

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