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Finanzielle Entlastungen

Inhalt:

Kredite, Finanzierung und Förderung

  • Überbrückungshilfe III Plus - Verlängerung der Überbrückungshilfen bis September
  • Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"
  • Steu­er­li­che Hil­fen für Un­ter­neh­men und Be­schäf­tig­te
  • Soforthilfen nach Landgerichtsurteil nicht pfändbar
  • Förderangebote des Bundes und der Länder im Überblick
  • Stützung der Liquidität
  • KfW-Kredite
  • individuelle Beratung

Steuerliche Erleichterungen

  • Antrag auf pauschalierte Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen der Einkommens- und Körperschaftssteuer für 2019
  • Steuerstundungen

Gesetzliche Erleichterungen

  • Online-Verfahren für Entschädigung bei Verdienstausfällen wegen Corona
  • Erstattungen nach dem Infektionsschutzgesetz
  • Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für coronageschädigte Unternehmen verlängert

Sonstige finanzielle Entlastungsmöglichkeiten

  • Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen - auch für Januar und Februar 2021
  • VBG: Stundung der Beiträge ohne Stundungszins 
  • Geltendmachung von Corona-Prämien für Beschäftigte in Pflege-Einrichtungen

Kredite, Finanzierung und Förderung

Überbrückungshilfe III Plus - Verlängerung der Überbrückungshilfen bis September

Die coronabedingten Schließungen und Beschränkungen dauern in einigen Branchen weiter an. Die Bundesregierung verlängert deshalb die Überbrückungshilfen für betroffene Unternehmen und Soloselbstständige bis zum 30. September 2021 als Überbrückungshilfe III Plus. Die bewährten Förderbedingungen werden in der Überbrückungshilfe III Plus beibehalten. Neu hinzu kommt die Restart-Prämie, mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu den Personalkosten erhalten können. Die Neustarthilfe wird ebenfalls bis zum 30. September 2021 als Neustarthilfe Plus weitergeführt. Alle Details finden Sie auf der Website des Bundesfinanzministeriums sowie auf der Website der Bundesregierung

Mehr finanzielle Hilfen für Ausbildungs­­­betriebe - Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"
Die Bundesregierung weitet die Förderung von Ausbildungsplätzen aus. Die Ausbildungsprämien für von der Coronakrise betroffene Betriebe, die durch Neueinstellungen ihr Ausbildungsniveau halten oder erhöhen, werden - rückwirkend zum 16. Februar 2021 - zunächst in bisheriger Höhe verlängert. Für das neue Ausbildungsjahr werden dazu die Prämien zum 1. Juni 2021 auf 4.000 bzw. 6.000 Euro verdoppelt, um zusätzliche Anreize für Ausbildungsbetriebe zu schaffen. Darüber hinaus können nun auch Zuschüsse zur Vergütung der Ausbilderin oder des Ausbilders gezahlt werden. All diese Leistungen können künftig Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden beziehen. Bisher lag die Grenze bei 249 Mitarbeitenden. Betriebe mit bis zu vier Mitarbeitern können zudem ab sofort pauschal 1.000 Euro bekommen, wenn sie ihre Ausbildungstätigkeit für mindestens 30 Tage fortgesetzt haben. Für das Bundesprogramm stehen im Jahr 2021 500 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 200 Millionen Euro sind für Ausgaben im kommenden Jahr vorgesehen.

In der Zweiten Förderrichtlinie des Bundesbildungsministeriums, deren Neufassung am 30. April 2021 veröffentlicht worden ist, wurden Verbesserungen bei der Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung und eine neue Förderung von Prüfungsvorbereitungslehrgängen eingeführt. Die Fördervoraussetzungen wurden flexibilisiert, die Förderbeträge laufzeitabhängig gestaffelt und erhöht und die Förderung wurde einem größeren Kreis an Unternehmen zugänglich gemacht. So ist nun auch die Förderung des Auszubildende zeitweise abgebenden Stammausbildungsbetriebes möglich:

  • Zur Unterstützung einer oder mehrerer aufgrund der Pandemiebelastung des Ausbildungsbetriebs kurzfristig notwendigen Auftrags- oder Verbundausbildungen wird ein Zuschuss in Höhe von 450 Euro pro Woche, maximal 8.100 Euro gewährt.
  • Antragsberechtigt ist entweder der Ausbildungsbetrieb mit bis zu 499 Mitarbeitenden oder – unabhängig von der Größe - der aufnehmende Betrieb oder ein Bildungsträger bspw. eine überbetriebliche Berufsbildungsstätte.
  • Die Mindestdauer der förderfähigen Auftrags- und Verbundausbildung beträgt nur noch vier Wochen.
  • Eine wiederholte Förderung bis zum Höchstbetrag ist möglich.

Weitere Infos hierzu finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Steu­er­li­che Hil­fen für Un­ter­neh­men und Be­schäf­tig­te
Um Unternehmen und Beschäftigte in der Corona-Pandemie zu unterstützen, erhalten sie unterschiedliche steuerliche Hilfen. Am 28. Mai hat der Bundestag das Corona-Steuerhilfegesetz verabschiedet und damit ein weiteres Paket auf den Weg gebracht. Es sieht unter anderem eine Steuerfreistellung von Aufstockungen des Kurzarbeitergeldes (Corona-Steuerhilfegesetz), Liquiditätshilfen und die Stundung von Steuerzahlungen. Alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der Website des Bundesfinanzministeriums.

Soforthilfen nach Landgerichtsurteil nicht pfändbar
Das Landgericht Köln hat entschieden, dass Corona-Soforthilfen ausschließlich der Milderung finanzieller Notlagen dienen und insofern nicht pfändbar sind. Die Pressemitteilung zum Urteil gibt es hier.

Förderangebote des Bundes und der Länder im Überblick
Wir haben Ihnen nach Bundesländern sortiert aufgelistet, welche Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen bereits existieren, welche Ansprechpartner es gibt und wo weiterführende Informationen zu finden sind. Die Übersicht haben wir in einer Excel-Tabelle zusammengestellt. Weitergehende Förderungsmöglichkeiten finden Sie auch in der Förderbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

KfW-Kredite
Die KfW-Bank bietet Kredite für Unternehmen, die durch die Coronakrise in finanzielle Schieflage geraten sind. Um die Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken, kann ein KfW-Kredit beantragt werden - bei Ihrer Bank oder Sparkasse. Die KfW unterscheidet dabei zwischen Hilfen für Unternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind, junge Unternehmen, die kürzer als fünf Jahre existieren und ein Sonderprogramm. Das Sonderprogramm läuft über die Bürgschaftsbanken der Länder (Tabellen-Übersicht als Excel-Tabelle am Ende dieser Seite). Hier gibt es weitere Informationen zu den KfW-Corona-Hilfe für Unternehmen.

Für Anschaffungen und laufende Kosten können Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern bis zum 30.06.2021 den KfW-Schnellkredit 2020 beantragen. Der Kredit wird zu 100 Prozent abgesichert durch eine Garantie des Bundes. So können auch Unternehmen den Schnellkredit erhalten, die erst 2019 den Weg in die Gewinnzone geschafft haben. Ursprünglich sollten nur Firmen Geld erhalten können, die in der Summe der Jahre 2017 bis 2019 einen Gewinn erzielt haben. 

Individuelle Beratung
Als Banken- und Finanzierungsexperten mit langjähriger Expertise in der Zeitarbeitsbranche stehen Ihnen als iGZ-Mitglied Guido Alesius und Bernd Loh für eine kostenlose Erstberatung zur Verfügung. Die Angebote umfassen unter anderem:

  • Unverbindliche und kostenfreie Bestandsaufnahme der aktuellen wirtschaftlichen und finanziellen Situation
  • Kompetentes Feedback mit entsprechenden Lösungsansätzen bei akuten Themen, die zu lösen sind bzw. gelöst werden können
  • Besseres Verständnis für die Handlungsweise der Banken
  • Verbesserung der Kommunikation mit den beteiligten Banken
  • Durch Einschaltung eines Spezialisten bessere und intensivere Konzentration auf eigene Kernkompetenz
  • Stärkung der eigenen Verhandlungsposition gegenüber allen Finanzierungspartnern (Banken/Lieferanten usw.)
  • Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse:
  • Rentabilität und Liquidität
  • Ziel: Optimierung der Finanzstruktur sowie der Konditionen und nachhaltige Unternehmenssicherung

Kontakt:

Guido Alesius
Barbarastraße 48 
51147 Köln
Tel.: 02203 921317
Mobil: 0178 5725912
Fax: 02203 921318
E-Mail: alesius@alesiusfuria.de

LOH + TEAM CONSULTING e. K.
Herr Bernd Loh
Landsberger Str. 34
45481 Mülheim an der Ruhr
Telefon: (02 08) 45 79 83 40
Telefax: (02 08) 45 79 83 39
E-Mail: info@loh-team.de

 

Steuerliche Erleichterungen

Antrag auf pauschalierte Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen der Einkommens- und Körperschaftssteuer für 2019
Die geltende Vorschrift zum Verlustabzug nach dem Einkommensteuergesetz (EStG) § 10d wirkt erst zum Ende eines Veranlagungszeitraumes, da sie erst im Jahr nach Eintritt der Krise bzw. nach Abgabe der Steuererklärung für das Verlustjahr realisiert werden kann. Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder wurde geregelt, dass die nachträgliche Herabsetzung der Vorauszahlungen zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer (inkl. Zuschlagsteuern) für 2019 jetzt auf der Grundlage eines pauschal ermittelten Verlustrücktrags (§ 10d Absatz 1 Satz 1 EStG) beantragt werden kann. Die Details entnehmen Sie dem Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen an die Obersten Finanzbehörden der Länder.

Steuerstundungen
Das Bundesfinanzministerium erleichtert die Gewährung von Steuerstundungen, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde. Das hat das Bundesfinanzministerium in einem Schreiben an die Obersten Finanzbehörden der Länder verfügt. Die Finanzverwaltung wurde angewiesen, keine strengen Anforderungen zu stellen. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden, sollen die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen beziehungsweise Säumniszuschläge wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist. Bei den Steuern, die von der Zollverwaltung verwaltet werden (z.B. Energiesteuer und Luftverkehrssteuer), ist die Generalzolldirektion angewiesen worden, den Steuerpflichtigen entgegenzukommen. Gleiches gilt für das Bundeszentralamt für Steuern, das für die Versicherungssteuer und die Umsatzsteuer zuständig ist und entsprechend verfahren wird. Die Steuererleichterungen beantragen Sie in der Regel bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

 

Gesetzliche Erleichterungen

Online-Verfahren für Entschädigung bei Verdienstausfällen wegen Corona
Entschädigungen für Verdienstausfälle wegen Corona können online beantragt werden. Mit dem Onlineantrag können Arbeitgeber und Selbstständige alle erforderlichen Angaben machen und Nachweise hochladen. Die Anträge werden digital an die zuständige Behörde im jeweiligen Land übermittelt. Allgemeine Infos zu den Leistungen nach dem Infektionsschutzgesetz gibt es hier.

Erstattungen nach dem Infektionsschutzgesetz
Die für den Infektionsschutz zuständige Behörde kann den Arbeitnehmer unter Quarantäne stellen und/oder ein berufliches Tätigkeitsverbot anordnen. Sofern der Arbeitgeber nicht zur Entgeltfortzahlung verpflichtet ist, hat der Arbeitnehmer gegenüber der zuständigen Behörde einen Erstattungsanspruch, wenn er einen Verdienstausfall erleidet. Diesen Entschädigungsanspruch zahlt der Arbeitgeber für die zuständige Behörde aus. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet. Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach Einstellung der Tätigkeit oder dem Ende der Quarantäne zu stellen. Die Details ergeben sich aus § 56 Abs. 11 Infektionsschutzgesetz. Die Zuständigkeit richtet sich nach Landesrecht. Weitergehende Informationen zu den für die Erstattung zuständigen Landesbehörden und zum Ablauf des Erstattungsverfahren sind bei den zuständigen Stellen abrufbar, die wir in einer Tabelle zusammengestellt haben.

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für coronageschädigte Unternehmen verlängert 
Um Unternehmen auch weiterhin die Möglichkeit zu geben, sich unter Inanspruchnahme staatlicher Hilfsangebote und im Rahmen außergerichtlicher Verhandlungen zu sanieren und zu finanzieren, ist die haftungsbewehrte und teilweise auch strafbewehrte dreiwöchige Insolvenzantragspflicht vorübergehend bis zum 30. April 2021 ausgesetzt worden. Dies gilt für Unternehmen, die staatliche Hilfeleistungen aus den zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie aufgelegten Hilfsprogrammen erwarten können. Voraussetzung ist grundsätzlich, dass die Anträge im Zeitraum vom 1. November 2020 bis zum 28. Februar 2021 gestellt worden sind. Soweit in diesem Zeitraum aus rechtlichen, vor allem beihilferechtlichen oder tatsächlichen Gründen, besonders IT-technische Gründe, noch keine Anträge gestellt werden konnten, wird die Insolvenzantragspflicht auch für Unternehmen ausgesetzt, welche nach den Bedingungen des Programms in den Kreis der Antragsberechtigten fallen. Ausgenommen bleiben solche Fälle, in denen offensichtlich keine Aussicht auf die Gewährung der Hilfe besteht oder in denen die Auszahlung nichts an der Insolvenzreife ändern könnte. Weitere Details finden Sie auf der Website der Bundesregierung.
 

Sonstige finanzielle Entlastungsmöglichkeiten

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen - auch für Januar und Februar 2021
Ergänzend zu den umfassenden Unterstützungen des Bundes für Unternehmen und Selbstständige ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, dass die Beitragszahlungen für die Sozialversicherungen von den gesetzlichen Krankenkassen vorübergehend gestundet werden. Der GKV-Spitzenverband empfiehlt den Krankenkassen, den vom aktuellen Teil-Shutdown betroffenen Unternehmen einen (erneuten) erleichterten Stundungszugangs der Beiträge anzubieten. Voraussetzung hierfür ist, dass vorrangig die bereitgestellten Wirtschaftshilfen einschließlich des Kurzarbeitergeldes genutzt werden. Entsprechende Anträge sind vor dem Stundungsantrag zu stellen. Auf Antrag des vom Teil-Shutdown betroffenen Arbeitgebers können die Beiträge für die Ist-Monate November und Dezember 2020 sowie Januar und Februar 2021 gestundet werden. Die Stundungen können längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge gewährt werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass die angekündigten Wirtschaftshilfen den betroffenen Unternehmen kurzfristig zufließen. Betroffene Unternehmen sollten sich vertrauensvoll an die Krankenkasse wenden, bei der die Arbeitnehmer versichert sind, um Voraussetzungen sowie offene Fragen für die Stundung zu klären. Ein Musterantrag ist hier abrufbar. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des GKV-SpitzenverbandesVBG: Stundung der Beiträge ohne Stundungszinsen möglich

Die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) reagiert auf die wirtschaftlichen Herausforderungen, die sich aus der Coronakrise ergeben, und bietet zur Entlastung der Mitgliedsunternehmen Zahlungserleichterungen für die Beiträge an, wie zum Beispiel Stundung und Ratenzahlung. Dazu können Unternehmen hier einen Kurzantrag auf Ratenzahlung/Stundung stellen, wenn eine erhebliche Härte vorliegt.  

Geltendmachung von Corona-Prämien für Beschäftigte in Pflege-Einrichtungen
Der GKV-Spitzenverband hat beim Antragsformular (Teil2, Anlage 1) zur Geltendmachung der Corona-Prämie in den Altenheimen bei den Dienstleistungsunternehmen (Prämien-Festlegungen Teil 2) den Meldezeitpunkt für mögliche Differenz-/Korrekturmeldungen entsprechend den Festlegungen korrigiert. Es gilt der 15.02.2021. Das angepasste Formular finden Sie hier.