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Finanzielle Entlastungen

Inhalt:

Kredite, Finanzierung und Förderung

  • Umfangreiche Erweiterung der Corona-Hilfen des Bundes (Überbrückungshilfe III)
  • Steu­er­li­che Hil­fen für Un­ter­neh­men und Be­schäf­tig­te
  • No­vem­ber­hil­fe, De­zem­ber­hil­fe und Neu­start­hil­fe
  • Novemberhilfe wird ausgeweitet
  • Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" wird ausgeweitet
  • Soforthilfen nach Landgerichtsurteil nicht pfändbar
  • Übersicht Soforthilfen zur Abfederung der finanziellen Auswirkungen
  • Förderangebote des Bundes und der Länder im Überblick
  • Stützung der Liquidität
  • KfW-Kredite
  • individuelle Beratung

Steuerliche Erleichterungen

  • Antrag auf pauschalierte Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen der Einkommens- und Körperschaftssteuer für 2019
  • Steuerstundungen

Gesetzliche Erleichterungen

  • Online-Verfahren für Entschädigung bei Verdienstausfällen wegen Corona
  • Erstattungen nach dem Infektionsschutzgesetz
  • Insolvenzantragspflicht für coronageschädigte Unternehmen ausgesetzt

Sonstige finanzielle Entlastungsmöglichkeiten

  • Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen
  • VBG: Stundung der Beiträge ohne Stundungszins 
  • Geltendmachung von Corona-Prämien für Beschäftigte in Pflege-Einrichtungen

Kredite, Finanzierung und Förderung

Umfangreiche Erweiterung der Corona-Hilfen des Bundes (Überbrückungshilfe III)
Für die von den zusätzlichen Schließungs-Entscheidungen vom 13. Dezember 2020 betroffenen Unternehmen werden Zuschüsse zu den Fixkosten gezahlt. Dazu wird die ausgeweitete und bis Ende Juni 2021 geltende Überbrückungshilfe III entsprechend angepasst und nochmals verbessert. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Millionen Euro sowie Soloselbständige und Angehörige freier Berufe, die direkt und indirekt von den Schließungen ab 16. Dezember betroffen sind. Die verbesserte Überbrückungshilfe III sieht eine anteilige Erstattung der betrieblichen Fixkosten vor. Alle wichtigen Informationen dazu gibt es hierauf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Steu­er­li­che Hil­fen für Un­ter­neh­men und Be­schäf­tig­te
Um Unternehmen und Beschäftigte in der Corona-Pandemie zu unterstützen, erhalten sie unterschiedliche steuerliche Hilfen. Am 28. Mai hat der Bundestag das Corona-Steuerhilfegesetz verabschiedet und damit ein weiteres Paket auf den Weg gebracht. Es sieht unter anderem eine Steuerfreistellung von Aufstockungen des Kurzarbeitergeldes (Corona-Steuerhilfegesetz), Liquiditätshilfen und die Stundung von Steuerzahlungen. Alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der Website des Bundesfinanzministeriums.

No­vem­ber­hil­fe, De­zem­ber­hil­fe und Neu­start­hil­fe
Hier finden Sie auf der Website des Bundesfinanzministeriums die Antworten auf die häufigsten Fragen zu den umfangreich erweiterten Corona-Hilfen der Bundesregierung: November- und Dezemberhilfe und Neustarthilfe.

Novemberhilfe wird ausgeweitet
Die Bundesregierung unterstützt Betriebe, Solo-Selbstständige, Vereine und andere Einrichtungen mit der außerordentlichen Wirtschaftshilfe ("Novemberhilfe"). Die Unterstützung soll auch für den Zeitraum der temporären Schließungen im Dezember fortgeführt werden. Die außerordentliche Wirtschaftshilfe ("Novemberhilfe") wird im Rahmen der Vorgaben des EU-Beihilferechts verlängert. Grund ist die Verlängerung der Schließungen bis zum 20. Dezember 2020. Damit sollen auch für die Zeit der Maßnahmen im Dezember von diesen Schließungen betroffenen Unternehmen Zuschüsse in Höhe von bis zu 75 Prozent des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019 als Hilfen zur Verfügung stehen. Weitere Details dazu finden sich auf der Seite der Bundesregierung und hier.

Mehr Unterstützung für Ausbildungs­­­betriebe - Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" wird ausgeweitet
Die Bundesregierung weitet die Förderung von Ausbildungsplätzen aus. Schon bisher werden kleine und mittlere Unternehmen, die von den Folgen der Corona-Pandemie besonders betroffen sind, mit Prämien gefördert, wenn sie Auszubildende im bisherigen oder größerem Umfang neu einstellen oder aus insolventen Betrieben übernehmen. Die Bundesregierung reagiert auf die umfangreichen Folgen der Coronakrise und erleichtert ab dem 10. Dezember 2020 die Fördervoraussetzungen für die Ausbildungsprämien nun deutlich. Übernahmeprämien und Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung werden bis Mitte 2021 verlängert. Alle wichtigen Infos hierzu finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Soforthilfen nach Landgerichtsurteil nicht pfändbar
Das Landgericht Köln hat entschieden, dass Corona-Soforthilfen ausschließlich der Milderung finanzieller Notlagen dienen und insofern nicht pfändbar sind. Die Pressemitteilung zum Urteil gibt es hier.

Übersicht Soforthilfen zur Abfederung der finanziellen Auswirkungen
Die Bundesagentur für Arbeit hat eine umfangreiche und umfassende Übersicht über die Soforthilfen zur Abfederung der finanziellen Auswirkungen während der Corona-Pandemie bereitgestellt. Diese stellen wir hier zum Download zur Verfügung.

Förderangebote des Bundes und der Länder im Überblick
Wir haben Ihnen nach Bundesländern sortiert aufgelistet, welche Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen bereits existieren, welche Ansprechpartner es gibt und wo weiterführende Informationen zu finden sind. Die Übersicht haben wir in einer Excel-Tabelle zusammengestellt.

KfW-Kredite
Die KfW-Bank bietet Kredite für Unternehmen, die durch die Coronakrise in finanzielle Schieflage geraten sind. Um die Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken, kann ein KfW-Kredit beantragt werden - bei Ihrer Bank oder Sparkasse. Die KfW unterscheidet dabei zwischen Hilfen für Unternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind, junge Unternehmen, die kürzer als fünf Jahre existieren und ein Sonderprogramm. Das Sonderprogramm läuft über die Bürgschaftsbanken der Länder (Tabellen-Übersicht als Excel-Tabelle am Ende dieser Seite). Hier gibt es weitere Informationen zu den KfW-Corona-Hilfe für Unternehmen.

Für Anschaffungen und laufende Kosten können Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern bis zum 30.06.2021 den KfW-Schnellkredit 2020 beantragen. Der Kredit wird zu 100 Prozent abgesichert durch eine Garantie des Bundes. So können auch Unternehmen den Schnellkredit erhalten, die erst 2019 den Weg in die Gewinnzone geschafft haben. Ursprünglich sollten nur Firmen Geld erhalten können, die in der Summe der Jahre 2017 bis 2019 einen Gewinn erzielt haben. 

Individuelle Beratung
Als Banken- und Finanzierungsexperten mit langjähriger Expertise in der Zeitarbeitsbranche stehen Ihnen als iGZ-Mitglied Guido Alesius und Bernd Loh für eine kostenlose Erstberatung zur Verfügung. Die Angebote umfassen unter anderem:

  • Unverbindliche und kostenfreie Bestandsaufnahme der aktuellen wirtschaftlichen und finanziellen Situation
  • Kompetentes Feedback mit entsprechenden Lösungsansätzen bei akuten Themen, die zu lösen sind bzw. gelöst werden können
  • Besseres Verständnis für die Handlungsweise der Banken
  • Verbesserung der Kommunikation mit den beteiligten Banken
  • Durch Einschaltung eines Spezialisten bessere und intensivere Konzentration auf eigene Kernkompetenz
  • Stärkung der eigenen Verhandlungsposition gegenüber allen Finanzierungspartnern (Banken/Lieferanten usw.)
  • Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse:
  • Rentabilität und Liquidität
  • Ziel: Optimierung der Finanzstruktur sowie der Konditionen und nachhaltige Unternehmenssicherung

Kontakt:

Guido Alesius
Barbarastraße 48 
51147 Köln
Tel.: 02203 921317
Mobil: 0178 5725912
Fax: 02203 921318
E-Mail: alesius@alesiusfuria.de

LOH + TEAM CONSULTING e. K.
Herr Bernd Loh
Landsberger Str. 34
45481 Mülheim an der Ruhr
Telefon: (02 08) 45 79 83 40
Telefax: (02 08) 45 79 83 39
E-Mail: info@loh-team.de

 

Steuerliche Erleichterungen

Antrag auf pauschalierte Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen der Einkommens- und Körperschaftssteuer für 2019
Die geltende Vorschrift zum Verlustabzug nach dem Einkommensteuergesetz (EStG) § 10d wirkt erst zum Ende eines Veranlagungszeitraumes, da sie erst im Jahr nach Eintritt der Krise bzw. nach Abgabe der Steuererklärung für das Verlustjahr realisiert werden kann. Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder wurde geregelt, dass die nachträgliche Herabsetzung der Vorauszahlungen zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer (inkl. Zuschlagsteuern) für 2019 jetzt auf der Grundlage eines pauschal ermittelten Verlustrücktrags (§ 10d Absatz 1 Satz 1 EStG) beantragt werden kann. Die Details entnehmen Sie dem Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen an die Obersten Finanzbehörden der Länder.

Steuerstundungen
Das Bundesfinanzministerium erleichtert die Gewährung von Steuerstundungen, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde. Das hat das Bundesfinanzministerium in einem Schreiben an die Obersten Finanzbehörden der Länder verfügt. Die Finanzverwaltung wurde angewiesen, keine strengen Anforderungen zu stellen. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden, sollen die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen beziehungsweise Säumniszuschläge wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist. Bei den Steuern, die von der Zollverwaltung verwaltet werden (z.B. Energiesteuer und Luftverkehrssteuer), ist die Generalzolldirektion angewiesen worden, den Steuerpflichtigen entgegenzukommen. Gleiches gilt für das Bundeszentralamt für Steuern, das für die Versicherungssteuer und die Umsatzsteuer zuständig ist und entsprechend verfahren wird. Die Steuererleichterungen beantragen Sie in der Regel bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

 

Gesetzliche Erleichterungen

Online-Verfahren für Entschädigung bei Verdienstausfällen wegen Corona
Entschädigungen für Verdienstausfälle wegen Corona können online beantragt werden. Mit dem Onlineantrag können Arbeitgeber und Selbstständige alle erforderlichen Angaben machen und Nachweise hochladen. Die Anträge werden digital an die zuständige Behörde im jeweiligen Land übermittelt. Allgemeine Infos zu den Leistungen nach dem Infektionsschutzgesetz gibt es hier.

Erstattungen nach dem Infektionsschutzgesetz
Die für den Infektionsschutz zuständige Behörde kann den Arbeitnehmer unter Quarantäne stellen und/oder ein berufliches Tätigkeitsverbot anordnen. Sofern der Arbeitgeber nicht zur Entgeltfortzahlung verpflichtet ist, hat der Arbeitnehmer gegenüber der zuständigen Behörde einen Erstattungsanspruch, wenn er einen Verdienstausfall erleidet. Diesen Entschädigungsanspruch zahlt der Arbeitgeber für die zuständige Behörde aus. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet. Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach Einstellung der Tätigkeit oder dem Ende der Quarantäne zu stellen. Die Details ergeben sich aus § 56 Abs. 11 Infektionsschutzgesetz. Die Zuständigkeit richtet sich nach Landesrecht. Weitergehende Informationen zu den für die Erstattung zuständigen Landesbehörden und zum Ablauf des Erstattungsverfahren sind bei den zuständigen Stellen abrufbar, die wir in einer Tabelle zusammengestellt haben.

Insolvenzantragspflicht für coronageschädigte Unternehmen ausgesetzt 
Um Unternehmen auch weiterhin die Möglichkeit zu geben, sich unter Inanspruchnahme staatlicher Hilfsangebote und im Rahmen außergerichtlicher Verhandlungen zu sanieren und zu finanzieren, ist die haftungsbewehrte und teilweise auch strafbewehrte dreiwöchige Insolvenzantragspflicht vorübergehend bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt worden. Dies gilt nur für Fälle, in denen die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung auf den Folgen der COVID-19-Pandemie beruht. Zudem soll erforderlich sein, dass Aussichten auf eine Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit bestehen. Antragspflichtige Unternehmen sollen die Gelegenheit erhalten, ein Insolvenzverfahren durch Inanspruchnahme staatlicher Hilfen, gegebenenfalls aber auch im Zuge von Sanierungs- oder Finanzierungsvereinbarungen, abzuwenden. Weitere Details finden Sie auf der Website der Bundesregierung.

 

Sonstige finanzielle Entlastungsmöglichkeiten

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen
Ergänzend zu den umfassenden Unterstützungen des Bundes für Unternehmen und Selbstständige ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, dass die Beitragszahlungen für die Sozialversicherungen von den gesetzlichen Krankenkassen vorübergehend gestundet werden. Eine Stundung der Beiträge zu den erleichterten Bedingungen ist laut GKV-Spitzenverband allerdings grundsätzlich nur dann möglich, wenn alle anderen Maßnahmen aus den verschiedenen Hilfspaketen und Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung ausgeschöpft sind. Nachdem eine vereinfachte Stundung bereits im Frühjahr möglich war, wird diese Option auch im erneuten Lockdown fortgeführt. Allerdings wird stärker als bislang darauf geachtet, dass die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge nachrangig zu anderen Unterstützungsleistungen von Bund und Ländern zu sehen ist. Das bedeutet, Unternehmen müssen deutlicher als bislang darlegen, welche anderen Maßnahmen (z. B. Soforthilfen, Liquiditätshilfen, Kurzarbeit) bereits genutzt oder beantragt wurden. Auf Antrag des vom Shutdown betroffenen Arbeitgebers können die Beiträge für den Ist-Monat November 2020 gestundet werden. Die Stundungen können längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Dezember 2020 gewährt werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass die angekündigten Wirtschaftshilfen den betroffenen Unternehmen bis Ende des Jahres vollständig zugeflossen sind. Weitere Informationen finden Sie hier

VBG: Stundung der Beiträge ohne Stundungszinsen möglich
Die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) reagiert auf die wirtschaftlichen Herausforderungen, die sich aus der Coronakrise ergeben, und bietet zur Entlastung der Mitgliedsunternehmen Zahlungserleichterungen für die Beiträge an, wie zum Beispiel Stundung und Ratenzahlung. Dazu können Unternehmen hier einen Kurzantrag auf Ratenzahlung/Stundung stellen, wenn eine erhebliche Härte vorliegt.  

Geltendmachung von Corona-Prämien für Beschäftigte in Pflege-Einrichtungen
Der GKV-Spitzenverband hat beim Antragsformular (Teil2, Anlage 1) zur Geltendmachung der Corona-Prämie in den Altenheimen bei den Dienstleistungsunternehmen (Prämien-Festlegungen Teil 2) den Meldezeitpunkt für mögliche Differenz-/Korrekturmeldungen entsprechend den Festlegungen korrigiert. Es gilt der 15.02.2021. Das angepasste Formular finden Sie hier.