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Zeitarbeit in Deutschland | Unternehmen für Zeitarbeit

Nachfrageboom in der Zeitarbeit

Während Arbeitsministerin Ursula von der Leyen davor warnt, dass die vorgelegten Zahlen ohne das Instrument Kurzarbeit erheblich schlechter ausgefallen wären, zeigen die Ergebnisse des aktuellen Akquisetrends Zeitarbeit, dass Unternehmen nicht nur seltener entlassen, sondern so stark nach neuen Mitarbeitern suchen wie lange nicht mehr. "Wir gehen davon aus, dass aufgrund der hohen Anzahl der geschalteten Stellenanzeigen insbesondere im Metallbereich die Kurzarbeit mittelfristig deutlich zurückgehen wird", erklärt Christopher Schroeder, Geschäftsführer der Accentico Systems GmbH, Herausgeber des Akquisetrends Zeitarbeit.

Starke Nachfrage

Metallberufe, Ingenieure und Helfer stark nachgefragt So habe die Nachfrage nach Schlossern, CNC-Fachkräften, Mechatronikern und Industriemechanikern im Bundesschnitt um 34 Prozent im Vergleich zum Vormonat zugelegt, erklärt Schroeder. „Erfreulich ist auch die Entwicklung im Helferbereich. Dort wurden rund ein Drittel mehr Stellen ausgeschrieben, als im Vormonat“, so der Accentico-Geschäftsführer. Nachdem die Nachfrage nach Ingenieuren im vergangenen Monat auf hohem Niveau leicht rückläufig war, zeigt der Akquisetrend auch hier eine deutliche Nachfragesteigerung von 36 Prozent.

Kaum Bewegung bei Elektrikern und im Pflegebereich

Die aktuelle Erholung des Arbeitsmarktes geht an Elektrikern und Pflegefachkräften zumindest in diesem Monat vorbei. Die Nachfrage nach Elektrikern legte im April lediglich um ein Prozent zu, während die Zahl der geschalteten Stellen für Pflegepersonal um drei Prozent zurückging. „Allerdings befinden wir uns im Pflege- wie Ingenieurbereich ohnehin auf einem sehr hohen Nachfrageniveau, sodass diese Veränderung kaum ins Gewicht fallen dürfte.

Zurückhaltung

Interessanter ist der Nachfragerückgang bei Bankkaufleuten“, stellt Schroeder klar. Hier weist der Akquisetrend einen Rückgang von 14 Prozent im Vergleich zum Vormonat aus. Insbesondere in Hessen (-42 Prozent) und in Nordrhein-Westfalen (-35 Prozent) verhalten sich Arbeitgeber zurückhaltend bei der Stellenausschreibung.