Löhne in Ostdeutschland gestiegen

In den neuen Bundesländern sind die Löhne um 43,9 Prozent gestiegen, im Westen Deutschlands lediglich um 36,4 Prozent. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stellt dies in einer aktuellen Studie fest.

Darin wurde die Lohnentwicklung von Vollzeitbeschäftigten in beiden Teilen der Republik im Zeitraum von 1993 bis 2013 verglichen. Die höchsten Wachstumsraten auf Kreisebene verzeichneten Ingolstadt (Bayern) mit 72,1 Prozent und Jena (Thüringen) mit 64,9 Prozent, Schlusslicht ist das niedersächsische Helmstedt mit 18,5 Prozent.

Einkommensschere

Die IAB-Arbeitsmarktforscherinnen Michaela Fuchs, Cerstin Rauscher und Antje Weyh stellten fest, dass sich die Löhne zwar angenähert haben, jedoch weiterhin ein großer Unterschied bestehe. 2012 lag das mittlere Brutto-Monatsentgelt im Osten bei 2139 Euro, in Westdeutschland hingegen bei 2916 Euro, was einem Mittelwert von 2782 Euro pro Monat auf Bundesebene entspricht.

Hohe Löhne im Süden

Darüber hinaus sei ein Süd-Nord-Gefälle im Einkommen erkennbar, wie das IAB berichtet. Grund sei die Automobilindustrie, die Süddeutschland eine hohe Wirtschaftskraft schenke. Solche Wachstumsbranchen zahlen oftmals höhere Löhne. Die Arbeitslosenquote und der Grad der Tarifbindung beeinflussen die Lohnunterschiede in den Regionen ebenfalls, so das IAB. (LUB)

Die IAB-Studie steht im Anhang als Download zur Verfügung.