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Jobaktiv Stuttgart: Großes Interesse an moderner Zeitarbeit

Der Beratungsbedarf war sehr hoch: Zahlreiche Arbeitsuchende nutzten die Messe "Jobaktiv" in Stuttgart, um sich am Stand des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ e.V.) über die Möglichkeiten, die moderne Zeitarbeit bietet, umfassend zu informieren.

Die iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian stand den Besuchern auf der Messe - die sich ganz besonders auch an Menschen mit Migrationshintergrund richtete - Rede und Antwort. Die berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist oft mit Schwierigkeiten verbunden. Migrantinnen und Migranten arbeiten häufig in Branchen und Berufen, in denen Arbeitsplätze abgebaut werden, oder sie werden auf Arbeitsplätzen mit geringem Anforderungs- und Qualifikationsniveau beschäftigt.

Zusätzliche Aktionen

Berufliche Abschlüsse sind oft nicht anerkannt, vorhandene Kenntnisse können nicht umgesetzt werden. Neben der Integrationsarbeit von Agenturen für Arbeit und Jobcenter sind zusätzliche Aktionen notwendig, um Menschen mit Migrationshintergrund und Betriebe bzw. öffentliche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber besser zusammenzubringen. Dafür hatte der iGZ im Vorfeld der Messe eigens eine Aktion unter seinen Mitgliedern gestartet: Zeitarbeitsunternehmen, die selbst nicht an der Messe teilnehmen konnten, schickten vorab ihre Stellenangebote inklusive Kontaktdaten an die iGZ-Bundesgeschäftsstelle, die sie dann den Arbeitsuchenden gezielt je nach Befähigung weiterreichte. Viele iGZ-Mitglieder nutzten diese Möglichkeit, und am Ende lag ein ansehnlicher Stapel von Arbeitsangeboten am iGZ-Stand.

Kommunikationsplattform

Die Börse diente allen Akteuren zudem als Informations-, Austausch- und Kommunikationsplattform rund um Themen der beruflichen Integration. 2008 hatten 15,6 Millionen der insgesamt 82,1 Millionen Einwohner Deutschlands einen Migrationshintergrund, darunter etwa 7,3 Millionen Ausländerinnen und Ausländer (8,9 Prozent der Bevölkerung). Das entspricht einem Anteil von 19 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Arbeitslosigkeit und Hilfebedürftigkeit betrifft Menschen mit Migrationshintergrund in wesentlich größerem Ausmaß als Deutsche. Im Februar 2010 war die Arbeitslosenquote bei Ausländerinnen und Ausländern mehr als doppelt so hoch wie die von Deutschen (17,1 versus 8 Prozent).