Internationaler Frauentag 2023 – Ladies First

„We Can Do It!“ – genau 80 Jahre nach Erscheinen des berühmten Plakates ist es noch immer wichtig, dass Frauen in sämtlichen Berufsgruppen mitarbeiten. Denn eines ist klar: Yes You Can!   

Frauen noch immer unterrepräsentiert

Frauen übernehmen heute allerdings noch immer vorwiegend die Care-Arbeit, arbeiten oft nur in Teilzeit und sind noch immer in technischen Berufen unterrepräsentiert. Dies sind weitere nicht unbeachtliche Faktoren, die in Zeiten des steigenden Fachkräftemangels mehr als misslich sind.

Logistik und Metallbau besonders betroffen

Besonders spürbar ist der Mangel an Fachkräften unter anderem in Verkehr und Logistik sowie in der Metallerzeugung/ -bearbeitung, Metallbau. In diesen Berufsgruppen bleiben Arbeitsstellen unbesetzt. Sie zählen zu den sechs Berufsgruppen mit den meisten offenen Arbeitsstellen am ersten Arbeitsmarkt in Deutschland im Februar 2023. Gleichzeitig sind in diesen zwei Berufsgruppen Frauen unterrepräsentiert (Bundesagentur für Arbeit, Juni 2022).

Zeitarbeit bringt Frauen in die Branchen

Ein positiveres Bild zeigt sich dagegen in der Zeitarbeit. In der Zeitarbeit liegen Berufe in Logistik und Verkehr auf Platz eins der von Frauen ausgeübten Tätigkeiten. Die Berufsgruppe der Metallerzeugung/ -bearbeitung, Metallbau, ist bei Frauen in der Zeitarbeit sogar unter den fünf beliebtesten ausgeübten Tätigkeiten, das berichtete die Bundesagentur für Arbeit im Juni 2022. 15 Prozent der Frauen in der Metallerzeugung/ -bearbeitung, Metallbau sind Zeitarbeitnehmerinnen. Das bedeutet, wenn sich eine Frau für eine Tätigkeit in dieser Berufsgruppe entscheidet, ist es nicht gerade unwahrscheinlich, dass sie es über die Zeitarbeit tut.

Weitere gute Gründe einer Beschäftigung in der Zeitarbeit nachzugehen sind beispielsweise:

  • Individuelle Beratung und Betreuung durch die Personaldienstleister
  • Hohe Arbeitszeitflexibilität
  • Kennenlernen verschiedener Berufsfelder
  • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
  • Tarifbindung und dadurch eine bessere Bezahlung und kürzere Arbeitszeiten
  • Aufbauen eines Netzwerkes
  • Viele Möglichkeiten beim Wiedereinstieg aus der Elternzeit oder Arbeitslosigkeit

Frauenquote unter PDKs vorbildlich

Die Zeitarbeitsfirmen selbst gehen bereits mit gutem Beispiel voran: 60 Prozent der auszubildenden Personaldienstleistungskaufleute PDK sind weiblich. Die Wahrscheinlichkeit für Frauen, in der Zeitarbeit auf eine weibliche Führungskraft bzw. Personaldisponentin zu stoßen, ist also hoch.

Frauen könnten Fachkräftemangel lindern

Es liegt in der Natur der Sache, dass es die Zeitarbeit ermöglicht, Menschen in verschiedenste Berufsgruppen zu vermitteln. Zur Linderung des Fachkräftemangels, kann die Zeitarbeit dabei helfen, Frauen für Berufsgruppen zu gewinnen, welche Fachkräfte dringend benötigen und sonst eventuell nicht auf dem Radar von Frauen erscheinen.

Über die Autorin

Maria Kislat

Maria Kislat studierte Philosophie und BWL an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie war bereits während ihres Studiums ein fester Bestandteil im iGZ Fachbereich Politische Grundsatzfragen, wo sie seit September 2022 als Referentin für Public Affairs tätig ist. Ihren Einstieg in die Verbandswelt begann sie bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA).

 


Telefon: 030 280459-88
E-Mail: kislat@ig-zeitarbeit.de

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