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iGZ-Bundeskongress 2015 in Berlin
29.04.2015

Zeitarbeit sichert Wettbewerbsfähigkeit

„Die kommende Generation wird die Herausforderung ‚Industrie 4.0‘ mit viel Freude meistern, weil ihnen der Umgang mit Technik in die Wiege gelegt ist“, schaute Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), optimistisch in die Zukunft. Am Nachmittag des iGZ-Bundeskongresses im Maritim proArte Hotel in Berlin analysierte er die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

 

Die Mitgliedsfirmen des VDMA hätten jedoch Angst vor staatlicher Überregulierung, die die Flexibilität zu stark einschränken würde. Neben der Zeitarbeit seien auch Werk- und Dienstverträge Teile des Geheimnisses der Wettbewerbsfähigkeit.

Unterstützung

„Wir sind Ihnen dankbar, dass Sie uns helfen, den Anforderungen von Auftragsschwankungen gerecht zu werden“, dankte er den Zeitarbeitsunternehmern. Er sicherte seine Unterstützung in Gesprächen mit der Politik zu, wenn es um den Erhalt von Flexibilitätsinstrumenten gehe.

www.youtube.com/watch?v=GfBLL32vR-E

Funktion der Zeitarbeit

Prof. Dr. Dr. Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, analysierte die Rolle der Zeitarbeit in der modernen Wirtschaft. Auffällig sei, dass es in allen entwickelten Ländern Zeitarbeit gebe. Das sei ein Beweis dafür, dass Zeitarbeit eine wichtige Funktion habe: Sie sei einerseits ein Puffer für die Wirtschaft, andererseits erhöhe sie die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitsuchenden.

www.youtube.com/watch?v=CHAv32y2944

Weiterbildung in einsatzfreien Zeiten optimieren

Verbesserungspotential sah der Arbeitsmarktforscher bei der Weiterbildung in einsatzfreien Zeiten. „Hier können die Rahmenbedingungen noch optimiert werden“, urteilte er. Wichtig sei eine gute Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure, also der Zeitarbeits- und Kundenunternehmen, der Bundesagentur für Arbeit und der Kommunen. Er zeigte sich optimistisch, dass die Bundesregierung Weiterbildungskonzepte in der Zeitarbeit durch Tariföffnungsklauseln auch künftig ermöglichen werde.

www.youtube.com/watch?v=XdVXhCuRTP4

Flexibilität und Sicherheit

Mit dem Thema „Flexicurity – Zauberformel oder Herausforderung für die Arbeitswelt der Zukunft?“ beschäftigte sich Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability. Zeitarbeit basiere grundsätzlich auf dem Prinzip der 'Flexibilität und Sicherheit', stellte die Expertin fest. „Deshalb müssen Zeitarbeitnehmer das Prinzip der Flexicurity in ihren Kompetenzen und Einstellungen berücksichtigen“, verdeutlichte sie den hohen Stellenwert des Megatrends in der Arbeitswelt.

Gute Arbeitsbedingungen gestalten

Unter dem Leitwert „In Bewegung bleiben“ werde das Ziel verfolgt, Qualität zu sichern, Produktivitätsfortschritte zu machen und den Kostendruck, Qualitätsansprüche sowie den Innovationsdruck zu bewältigen. Gleichzeitig sei es wichtig, gute Arbeitsbedingungen zu gestalten. (ML)

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