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MdB Dr. Stefan Nacke (CDU/CSU) informierte sich beim iGZ
06.05.2022

Zeitarbeit ein Innovationstreiber

„Die Zeitarbeit schafft die Qualitätssicherung für den gesamten Arbeitsmarktprozess“, stellte Dr. Stefan Nacke, Mitglied des Bundestags (MdB, CDU/CSU) anlässlich seines Besuchs beim Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), mitgliederstärkster Arbeitgeberverband der Zeitarbeitsbranche, anerkennend fest. Auf Einladung des iGZ-Hauptgeschäftsführers, Werner Stolz, informierte sich das Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales gemeinsam mit Johannes Keil, wissenschaftlicher Mitarbeiter Nackes in Berlin, über die aktuelle Situation der Zeitarbeit.

Dr. Stefan Nacke, Mitglied des Bundestags (CDU/CSU), und Johannes Keil, wissenschaftlicher Mitarbeiter Nackes in Berlin, informierten sich bei iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz (v.l.) über die aktuelle Situation in der Zeitarbeit
Dr. Stefan Nacke, Mitglied des Bundestags (CDU/CSU), und Johannes Keil, wissenschaftlicher Mitarbeiter Nackes in Berlin, informierten sich bei iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz (v.l.) über die aktuelle Situation in der Zeitarbeit

Stolz richtete zunächst den Blick zurück und erklärte, wie sich die Branche aus der Vergangenheit hin zum status quo entwickelt habe. Dabei thematisierte er auch die Problemlagen, die in der Vergangenheit zum Negativ-Image der Branche führten und teils noch nicht obsolet seien. Als Beispiel nannte der Hauptgeschäftsführer des iGZ unter anderem das bislang publizierte Lohngefälle zwischen Zeitarbeit und der Gesamtwirtschaft von 43 Prozent.

Statistischer Zwilling

Mit Hilfe des statischen Zwillings habe das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung ermittelt, dass ein Stundenlohnunterschied nicht existiere. Nacke sicherte zu, diese Zahlen vor Ort in Berlin zu kommunizieren, um dieses alte Klischee zu revidieren. Ebenso betonte das Bundestagsmitglied, mit Blick auf die „Leiharbeit“ auch in Sachen Begrifflichkeiten aktiv werden zu wollen: „Begrifflichkeiten haben sehr viel mit Identität zu tun“, betonte Stefan Nacke, dass er sich für den Begriff „Zeitarbeit“ einsetzen wolle.

Fachkräftemangel

Ein breites Feld im Gespräch nahm der zunehmende Fachkräftemangel ein. Angesichts der teilweise schon akut fehlenden Fachkräfte sei es, so der 46-Jährige, nicht verständlich, dass die Zeitarbeitsbranche einerseits beim Einsatz von Arbeitskräften aus Drittstaaten außen vor bleibe, und andererseits bei der Beschäftigung von Geflüchteten erster Anlaufpunkt in der deutschen Wirtschaft sei – 35 Prozent aller beschäftigten Geflüchteten arbeiten in der Zeitarbeitsbranche, so viel wie sonst in keinem anderen Wirtschaftszweig. Aber auch auf diesem Sektor habe die Zeitarbeit – so Stolz – wie so oft erst lange und intensiv darum kämpfen müssen, um Flüchtlinge einsetzen zu dürfen.

Innovationstreiber

„Wir brauchen doch die Hilfe der Zeitarbeit“, unterstrich Nacke angesichts der Zahlen. Zeitarbeit sei eben auch ein Innovationstreiber. In der Pflege beispielsweise müsse sich doch die Pflegebranche dem Wettbewerb stellen und sich den Ansätzen, wie sie in der Zeitarbeit längst praktiziert werden, anpassen. Abschließend sicherte das Bundestagsmitglied zu, auf jeden Fall im Dialog bleiben zu wollen. (WLI)

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